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Neue Euro-Scheine: Europa darf über das Design abstimmen

So stimmen unsere Leser ab:

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt den Menschen in Europa erstmals die Möglichkeit, bei der Gestaltung der nächsten Euro-Banknoten mitzureden. Seit dem 23. Juli läuft eine öffentliche Online-Abstimmung, bei der Bürgerinnen und Bürger aus der gesamten EU aus zehn Designvorschlägen ihren Favoriten auswählen können. Die Umfrage ist noch bis zum 21. September 2026 geöffnet.

Zwei Themen stehen zur Auswahl

Die Entwürfe verteilen sich auf zwei unterschiedliche Designlinien:

  • Europäische Kultur: Hier stehen bekannte Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie, Leonardo da Vinci, Miguel de Cervantes, Maria Callas oder Bertha von Suttner im Mittelpunkt. Ergänzt werden die Motive durch Szenen aus Kunst, Musik, Wissenschaft und Kultur.
  • Flüsse und Vögel: Diese Variante setzt vollständig auf Naturmotive. Verschiedene europäische Vogelarten treffen auf Flusslandschaften, während auf den Rückseiten bedeutende EU-Institutionen wie das Europäische Parlament, die Europäische Kommission oder die EZB zu sehen sind.

Mehr als nur ein neues Aussehen

Mit der neuen Banknotenserie verfolgt die EZB nicht nur gestalterische Ziele. Die Scheine sollen:

  • fälschungssicherer werden,
  • länger haltbar sein,
  • nachhaltiger produziert werden und
  • sich besser für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen unterscheiden lassen.

Die finale Entscheidung trifft allerdings nicht die Öffentlichkeit allein. Die Ergebnisse der Umfrage fließen gemeinsam mit der Bewertung einer Expertenjury und technischen Analysen in die Entscheidung des EZB-Rats ein. Das endgültige Design soll Ende 2026 festgelegt werden. Bis die neuen Scheine tatsächlich in Umlauf kommen, werden jedoch noch einige Jahre vergehen. Die bisherigen Euro-Banknoten bleiben selbstverständlich weiterhin gültig.

Wenn das Internet abstimmen darf …

Online-Abstimmungen bringen allerdings nicht immer das gewünschte Ergebnis hervor. Das wohl bekannteste Beispiel ist Boaty McBoatface: 2016 ließ das britische Natural Environment Research Council die Öffentlichkeit über den Namen eines neuen Forschungsschiffs abstimmen. Das Internet kürte mit überwältigender Mehrheit den scherzhaften Namen Boaty McBoatface. Die Organisation entschied sich am Ende zwar für den offiziellen Namen RRS Sir David Attenborough, doch ein Unterwasserfahrzeug des Schiffs erhielt tatsächlich den legendären Namen Boaty McBoatface.

Ob die Abstimmung zu den neuen Euro-Scheinen ähnlich humorvolle Wendungen nimmt, bleibt abzuwarten. Da die EZB allerdings nur zwischen bereits ausgewählten Entwürfen abstimmen lässt, dürfte das Risiko eines „Euroy McEuroschein“ eher gering sein.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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