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OpenAI baut offenbar einen ChatGPT-Lautsprecher – und er sieht aus wie ein Donut

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OpenAI will ChatGPT offenbar endgültig aus dem Browser holen und mitten ins Wohnzimmer stellen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive arbeitet das Unternehmen laut einem Bericht von Bloomberg an einem kompakten KI-Gerät, das am ehesten als ziemlich ungewöhnlicher Smart Speaker beschrieben werden kann.

Das Teil soll ungefähr die Größe eines Eishockey-Pucks haben, dabei allerdings eine ring- beziehungsweise donutartige Form besitzen. Ein klassisches Display ist offenbar nicht vorgesehen. Stattdessen soll sich praktisch alles um Sprache, Sensoren und die Interaktion mit ChatGPT drehen.

ChatGPT zum Herumtragen

Interessant ist vor allem, dass OpenAI offenbar keinen weiteren stationären Alexa-Konkurrenten bauen möchte. Der KI-Lautsprecher soll einen integrierten Akku besitzen und sich bequem mit einer Hand durch die Wohnung tragen lassen.Verbaut werden sollen unter anderem Mikrofone, Lautsprecher, LEDs, Kameras und weitere Sensoren. Damit könnte das Gerät nicht nur hören, was der Nutzer sagt, sondern auch seine Umgebung wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren. Noch kurioser: Im Inneren beziehungsweise am Gehäuse sollen sich bewegliche mechanische Elemente befinden. Diese könnten ihre Position während einer Unterhaltung verändern und dem Gerät dadurch eine Art Persönlichkeit verleihen.

Ob wir wirklich einen zappelnden KI-Donut auf dem Schreibtisch brauchen, wird sich dann noch zeigen.

OpenAI setzt auf KI statt Display

Das Konzept passt zur bisherigen Richtung, die OpenAI und Jony Ive für ihre gemeinsame Hardware angedeutet haben. Statt noch mehr Bildschirmzeit soll die Interaktion möglichst natürlich über Sprache und den jeweiligen Kontext erfolgen. ChatGPT wäre dabei nicht nur ein Sprachassistent, der auf ein bestimmtes Aktivierungswort wartet. Das Gerät soll seine Umgebung wahrnehmen und mit der Zeit offenbar auch Gewohnheiten seiner Nutzer kennenlernen.

Damit wird allerdings gleichzeitig die Datenschutzfrage ziemlich dick auf den Tisch gelegt. Ein mit Kameras, Mikrofonen und Sensoren ausgestattetes KI-Gerät, das dauerhaft in der Wohnung herumsteht und möglichst viel Kontext verstehen soll, dürfte bei einigen Nutzern für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

Günstig wird der KI-Donut wohl nicht

Auch beim Preis will OpenAI offenbar nicht gegen den Echo Dot antreten. Bloomberg zufolge wird derzeit mit einem Verkaufspreis von 300 bis 400 US-Dollar kalkuliert. Damit würde sich das Gerät klar im Premiumsegment positionieren.

Ein Marktstart wird momentan für 2027 erwartet. Bis dahin kann sich allerdings noch einiges ändern – schließlich hat OpenAI das Produkt bislang weder offiziell vorgestellt noch einen Namen oder konkrete technische Daten genannt.

Mehr als nur ein einzelnes Gerät geplant

Der Lautsprecher dürfte zudem erst der Anfang sein. OpenAI und Jony Ive wollen langfristig offenbar eine ganze Familie eigener KI-Hardware entwickeln.

OpenAI hatte 2025 das von Ive mitgegründete Hardware-Unternehmen io übernommen. Seitdem wird intensiv darüber spekuliert, wie das erste gemeinsame Produkt aussehen wird. Der jetzt beschriebene KI-Lautsprecher wäre damit der erste wirklich konkrete Blick darauf, wie OpenAI sich die Zukunft von ChatGPT außerhalb von Smartphone und PC vorstellt. Und irgendwie passt es auch perfekt ins Jahr 2026: Wir haben inzwischen KI in Brillen, Kopfhörern, Autos und Kühlschränken. Da hat uns eigentlich nur noch ein 300-Dollar-ChatGPT-Donut mit Kamera gefehlt.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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