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Das Palworld Official Card Game ist gerade erst gestartet und schon beginnt ein Problem, das Pokémon-, One-Piece- oder Lorcana-Sammler bestens kennen: Scalper und Spekulanten treiben die Preise einzelner Karten massiv nach oben. Besonders seltene Karten aus dem ersten Set „Dawn of Palpagos“ wurden auf dem Zweitmarkt bereits für vierstellige Beträge verkauft. Eine extrem seltene goldene Cattiva-Karte wechselte sogar kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart für fast 4.000 US-Dollar den Besitzer.
Dabei ist das Palworld-TCG erst seit dem 30. Juli 2026 regulär erhältlich. Der Start verlief allerdings durchaus erfolgreich: Pocketpair und Bushiroad meldeten bereits Anfang Juli weltweit 3,5 Millionen verkaufte beziehungsweise ausgelieferte Boosterpacks. Zum Auftakt erschienen unter anderem die ersten Trial Decks und das Booster-Set „Dawn of Palpagos“.
Cattiva-Karte verkauft sich für fast 4.000 Dollar
Das bislang wohl absurdeste Beispiel ist die Cattiva Gold Soul Card. Laut GamesRadar wurde eine Karte bereits am 27. Juli – also drei Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart – für knapp 4.000 US-Dollar auf eBay verkauft. Es handelt sich dabei nicht nur um einen Fantasiepreis eines Verkäufers, sondern um einen tatsächlich gemeldeten Verkauf.
Auch andere seltene Karten erreichen bereits enorme Summen. Eine Chillet Dragon Whisperer wurde laut GamesRadar vor dem Release für rund 1.400 Dollar verkauft. Nach dem offiziellen Marktstart lagen weitere Verkäufe ungefähr bei 1.100 Dollar.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass diese Karten dauerhaft solche Summen wert sein werden.
Die ersten Preise brechen bereits wieder ein
Wie schnell sich der Markt derzeit bewegt, zeigt erneut die goldene Cattiva-Karte. Nach dem ersten Verkauf für fast 4.000 Dollar tauchten weitere Exemplare bereits für etwa 1.000 Dollar auf. Andere Marktbeobachtungen sehen aktuelle Preise teilweise sogar nur noch zwischen ungefähr 700 und 900 Dollar.
Damit hat die Karte innerhalb weniger Tage einen großen Teil ihres ursprünglichen Preises verloren. Genau deshalb sollten Sammler die momentan aufgerufenen Summen mit reichlich Vorsicht betrachten. Bei einem komplett neuen Sammelkartenspiel fehlt schlicht noch eine belastbare Marktgeschichte, anhand derer sich die tatsächliche Seltenheit und langfristige Nachfrage abschätzen lassen.
Warum das Palworld TCG gerade so teuer wird
Ein Teil des aktuellen Hypes dürfte daran liegen, dass Dawn of Palpagos das erste Set überhaupt ist. Erste Editionen und besonders seltene Karten sind für Sammler traditionell interessant. Gleichzeitig versuchen Händler und private Verkäufer natürlich, den anfänglichen Hype auszunutzen. Dazu kommt ein klassischer Effekt neuer Sammelkartenspiele: Solange noch nicht ausreichend Produkte im Handel angekommen sind und niemand genau weiß, wie häufig bestimmte Karten tatsächlich gezogen werden, entstehen teilweise völlig überzogene Preise.
Genau dieses Spiel kennt man bereits von Pokémon, Disney Lorcana oder dem One Piece Card Game: neue Sets erscheinen, besonders begehrte Produkte verschwinden kurzfristig aus den Regalen und wenige Minuten später tauchen sie mit deutlichem Aufpreis auf dem Zweitmarkt wieder auf.
Jetzt 4.000 Dollar bezahlen? Lieber nicht
Wer das Palworld TCG tatsächlich sammeln oder spielen möchte, sollte sich von den aktuellen Mondpreisen nicht verrückt machen lassen. Gerade die Entwicklung der Cattiva Gold Soul zeigt bereits, wie schnell frühe Verkaufspreise wieder zusammenbrechen können.
Ein erster Verkauf für knapp 4.000 Dollar klingt spektakulär, sagt aber nur begrenzt etwas über den langfristigen Wert einer Karte aus. Entscheidend wird sein, wie groß die Auflage tatsächlich ist, wie häufig Pocketpair und Bushiroad Produkte nachliefern und ob sich das Palworld TCG langfristig eine aktive Spiel- und Sammlerszene aufbauen kann. Der Start ist zumindest gewaltig: 3,5 Millionen Boosterpacks zeigen, dass ausreichend Interesse vorhanden ist. Ob daraus ein dauerhaft erfolgreiches TCG wird oder gerade hauptsächlich Spekulanten miteinander Karten zu absurden Preisen hin- und herschieben, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.
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