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Solarmodule am E-Bike sind keine völlig neue Idee. PHOSGO packt sie beim Go5 Ultra allerdings dorthin, wo man sie kaum übersehen kann: direkt in beide Laufräder. Die integrierten Solarflächen sollen unterwegs und im Stand Strom liefern und damit die Abhängigkeit von der Steckdose reduzieren.
Das E-Bike wird aktuell über Indiegogo finanziert. PHOSGO bezeichnet das Go5 Ultra als erstes in Serie produziertes Solar-E-Bike und will die erste Produktionscharge im September 2026 starten.
Bis zu 200 Watt aus den Laufrädern
Die Solarzellen in Vorder- und Hinterrad sollen zusammen unter optimalen Bedingungen bis zu 200 Watt liefern. Während der Fahrt kann die Energie den Antrieb unterstützen, beim Abstellen in der Sonne wird der Akku geladen. PHOSGO spricht von bis zu 27 Kilometern zusätzlicher Reichweite pro sonnigem Tag. Das ist allerdings kein garantierter Wert. Sonneneinstrahlung, Jahreszeit, Schatten und Ausrichtung der Solarflächen haben erheblichen Einfluss auf den tatsächlichen Ertrag. Der Akku des Go5 Ultra bietet 720 Wh und nutzt LG-Zellen. Ohne Solarunterstützung nennt PHOSGO eine Reichweite von bis zu rund 145 Kilometern. Unter günstigen Bedingungen sollen mit zwischendurch erzeugter Solarenergie insgesamt etwa 225 Kilometer möglich sein.
Die 225 Kilometer sind damit keine klassische Reichweite einer einzigen Akkuladung, sondern berücksichtigen zusätzlich erzeugte Sonnenenergie.
Bafang-Mittelmotor und 150 Nm
In der US-Ausführung steckt ein Bafang M430 Mittelmotor mit 750 Watt Nennleistung. Kurzzeitig sollen bis zu 1.200 Watt möglich sein, das maximale Drehmoment liegt laut PHOSGO bei 150 Nm.
Dazu kommen fünf Unterstützungsstufen, eine elektronische Shimano-Achtgangschaltung, eine Luftfedergabel mit 110 Millimetern Federweg sowie hydraulische Scheibenbremsen. Das Fahrrad ist nach IPX5 gegen Wasser geschützt.
| PHOSGO Go5 Ultra | Daten |
|---|---|
| Solarsystem | bis zu 200 W |
| Akku | 720 Wh, LG-Zellen |
| Reichweite ohne Solar | bis ca. 145 km |
| Reichweite inkl. Solar | ca. 225 km unter optimalen Bedingungen |
| Motor US-Version | Bafang M430 Mid-Drive |
| Leistung US-Version | 750 W, bis 1.200 W Spitze |
| Drehmoment | bis 150 Nm |
| Schaltung | Shimano 8-Gang, elektronisch |
| Federung | Luftfedergabel, 110 mm |
| Bremsen | hydraulisch |
| Wasserschutz | IPX5 |
| Solar-Ertrag | bis ca. 27 km pro Tag |
GPS und 4G sind ebenfalls an Bord. Über die PHOSGO-App lässt sich das Fahrrad orten. Bei unerlaubter Bewegung kann das System einen Alarm auslösen und eine Benachrichtigung ans Smartphone schicken.
Solarräder mit Fragezeichen
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So spannend das Konzept klingt, so offensichtlich sind einige offene Punkte. Die großen geschlossenen Flächen in den Rädern müssen langfristig mit Schlaglöchern, Vibrationen, Steinschlägen und Seitenwind klarkommen. PHOSGO erklärt, das System entsprechend getestet zu haben. Wie robust die Konstruktion nach einigen tausend Kilometern im Alltag ist, lässt sich derzeit aber noch nicht beurteilen.
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Auch die 200 Watt Solarleistung sind ein Spitzenwert. Im deutschen Winter dürfte der Ertrag deutlich niedriger ausfallen. Beim Pendeln könnte das Prinzip trotzdem interessant sein: Steht das Fahrrad tagsüber mehrere Stunden in der Sonne, kann es nebenbei einen Teil der verbrauchten Energie zurückholen.
EU-Version noch nicht vollständig spezifiziert
PHOSGO erklärt, Motorleistung und Geschwindigkeitsbegrenzung je nach Region anzupassen. Nach der Kampagne soll anhand der Lieferadresse automatisch die passende Variante ausgewählt werden.
Eine vollständige Spezifikation der deutschen beziehungsweise europäischen Version ist bislang allerdings nicht eindeutig veröffentlicht. Vor einer Bestellung sollte daher geprüft werden, ob die ausgelieferte Variante sämtliche Voraussetzungen für ein zulassungsfreies Pedelec in Deutschland erfüllt.
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PHOSGO Go5 Ultra startet bei 2.499 Dollar
Versandkosten und gegebenenfalls anfallende Steuern kommen zusätzlich hinzu. Die Auslieferung der aktuellen Rewards ist für November 2026 vorgesehen. Wie bei jedem Crowdfunding-Projekt gilt allerdings: Geplante Termine und technische Versprechen sind noch keine Garantie.
Das Go5 Ultra bleibt trotzdem eine ziemlich interessante Konstruktion. Funktioniert das Solarkonzept im Alltag so gut wie versprochen, könnte das Fahrrad jeden sonnigen Tag tatsächlich für ein paar kostenlose Zusatzkilometer nutzen.
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