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POCO legt bei seiner F-Serie ordentlich nach. Mit dem POCO F9 Ultra und POCO F9 Pro starten zwei neue Smartphones in Deutschland, die sich vor allem an Nutzer mit einem Faible für maximale Leistung und Mobile Gaming richten. Dazu gehören 185-Hz-AMOLED-Displays, ein zusätzlicher Gaming-Chip, große Akkus, 200-Megapixel-Hauptkameras und eine erneut gemeinsam mit Bose abgestimmte Audioausstattung. Beim Ultra sitzt sogar ein eigener Subwoofer im Gehäuse.
Allerdings entfernt sich POCO mit der neuen Generation ein gutes Stück von seinem früheren Image als günstiger Flaggschiff-Killer. Das POCO F9 Ultra startet offiziell bei 1.099,90 Euro, während für das F9 Pro mindestens 899,90 Euro fällig werden. 
POCO F9 Ultra und F9 Pro im Vergleich
| Technische Daten | POCO F9 Ultra | POCO F9 Pro |
|---|---|---|
| Display | 6,9 Zoll HyperRGB AMOLED | 6,59 Zoll HyperRGB AMOLED |
| Bildwiederholrate | bis 185 Hz | bis 185 Hz |
| Spitzenhelligkeit | bis 4.500 Nits, HDR bis 10.000 Nits | bis 4.500 Nits, HDR bis 10.000 Nits |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Snapdragon 8 Elite Gen 5, V Series (SM8850-1-AB) |
| Gaming-Chip | VisionBoost D8 | VisionBoost D8 |
| Gaming | Smart Frame Rate bis 185 FPS | Smart Frame Rate bis 185 FPS |
| RAM / Speicher | 12/256 GB, 16/512 GB, 16 GB/1 TB | 12/256 GB, 12/512 GB |
| Hauptkamera | 200 MP, OIS | 200 MP, OIS |
| Telekamera | Periskop, 5x optischer Zoom, 10x In-Sensor-Zoom | 50 MP Floating-Tele, 2,5x Zoom |
| Frontkamera | 32 MP | 32 MP |
| Video | bis 4K, Live Cinematography | bis 4K, Live Cinematography |
| Akku | 8.050 mAh, 16 % Silizium-Kohlenstoff | 6.330 mAh |
| Laden | 100 W Kabel, 50 W kabellos | 100 W Kabel, 50 W kabellos |
| Reverse Charging | bis 27 W Kabel, 22,5 W kabellos | bis 27 W Kabel, 22,5 W kabellos |
| Audio | 2.1-System, Stereo + Subwoofer, Sound by Bose | Stereo, Sound by Bose |
| Touch-Abtastrate | bis 4.800 Hz Instant Touch | bis 4.800 Hz Instant Touch |
| Kühlsystem | POCO 3D IceLoop | POCO 3D IceLoop |
| Besonderheit | dynamisches Lichtelement | leuchtende Rückseite bei Aurora Green |
| Farben | Dark Cherry, Schwarz | Weiß, Aurora Green, Schwarz |
| UVP | ab 1.099,90 Euro | ab 899,90 Euro |
Ein interessantes Detail steckt beim Prozessor. POCO bewirbt beide Modelle als Mitglieder der Snapdragon-8-Elite-Gen-5-Familie, beim F9 Pro kommt laut Xiaomi jedoch die als „V Series“ bezeichnete Variante SM8850-1-AB zum Einsatz. Das F9 Ultra verwendet den regulären Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Gaming mit bis zu 185 FPS
Gaming ist eines der Hauptargumente für die neue Generation. Erstmals kombiniert POCO innerhalb der F-Serie seine Snapdragon-Plattformen mit dem zusätzlichen VisionBoost-D8-Chip. Dieser kümmert sich unter anderem um die Bildverarbeitung und ermöglicht über Smart Frame Rate Bildraten von bis zu 185 FPS. POCO spricht von mehr als 20 Spielen, die 185 FPS nativ unterstützen sollen. Bei fünf weiteren Titeln soll Smart Frame Rate zum Einsatz kommen. Gleichzeitig lässt sich AI Super Resolution aktivieren, um die Darstellung aufzuwerten. Wie üblich gilt bei solchen Spitzenwerten allerdings: Die tatsächliche Bildrate hängt vom jeweiligen Spiel, den Grafikeinstellungen, der Software, Temperatur und weiteren Faktoren ab. POCO weist darauf auf seiner eigenen Produktseite ausdrücklich hin.
Passend dazu steigt auch die Bildwiederholrate der AMOLED-Displays auf maximal 185 Hz. Beim F9 Ultra misst das Panel 6,9 Zoll, während das F9 Pro mit 6,59 Zoll etwas handlicher ausfällt. Das neue M11-Lumineszenzmaterial soll in bestimmten Szenarien eine Spitzenhelligkeit von 4.500 Nits erreichen. Für HDR nennt POCO sogar bis zu 10.000 Nits – ein Spitzenwert für einzelne HDR-Inhalte und ausdrücklich nicht mit einer dauerhaft erreichbaren Vollbildhelligkeit gleichzusetzen.
Bose bleibt – beim Ultra inklusive Subwoofer
Ungewöhnlich bleibt das Audiosystem. POCO setzt seine Zusammenarbeit mit Bose fort und stattet beide Smartphones mit entsprechend abgestimmten Lautsprechern aus. Beim F9 Ultra geht man noch einen Schritt weiter: Zwei symmetrische 1115D-Stereolautsprecher werden mit einem 1620-Subwoofer kombiniert. Damit entsteht laut Hersteller ein echtes 2.1-Kanal-System direkt im Smartphone. Das F9 Pro erhält dagegen zwei 1115F-Super-Linear-Stereolautsprecher mit geschlossenem Resonanzraum.
Dazu kommen die beiden Bose-Klangprofile „Dynamic“ und „Balanced“. Ein neuer Game Audio Mode soll Schritte in Spielen deutlicher hervorheben, ohne Schüsse, Stimmen und andere Geräusche komplett unterzubuttern. Ob das tatsächlich einen spielerischen Vorteil bringt oder eher in die Kategorie akustisches Marketing fällt, müsste ein Praxistest zeigen.
8.050 mAh im POCO F9 Ultra
Beim Akku fährt POCO ebenfalls schwere Geschütze auf. Das F9 Ultra besitzt einen 8.050-mAh-Akku mit 16 Prozent Silizium-Kohlenstoff-Anteil. Es handelt sich damit laut POCO um den bislang größten Akku innerhalb der F-Serie. Das F9 Pro fällt mit 6.330 mAh deutlich kleiner aus, bietet aber ebenfalls mehr als die üblichen 5.000 mAh vieler Smartphones.
Beide Modelle laden kabelgebunden mit bis zu 100 Watt und drahtlos mit bis zu 50 Watt. Reverse Charging ist ebenfalls vorgesehen: Andere Geräte können mit bis zu 27 Watt über Kabel beziehungsweise 22,5 Watt drahtlos geladen werden. Ein Netzteil befindet sich laut Xiaomi nicht im Lieferumfang.
Erstmals 200 Megapixel in der F-Serie
Auch bei der Kamera dreht POCO an der Auflösung. Beide F9-Modelle besitzen eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung. Zusätzlich gibt es eine 32-Megapixel-Frontkamera. Größer werden die Unterschiede bei der Telekamera. Das F9 Ultra bekommt eine 5x-Periskopkamera und unterstützt zusätzlich 10-fachen In-Sensor-Zoom sowie einen von POCO als 20x AI Ultra Zoom bezeichneten Digitalmodus.
Beim F9 Pro kommt stattdessen eine 50-Megapixel-Floating-Telekamera mit 2,5-fachem Zoom zum Einsatz. Sie kann bereits ab zehn Zentimetern Entfernung fokussieren und übernimmt damit gleichzeitig Makroaufgaben. Videos lassen sich laut Hersteller in 4K aufnehmen. „Live Cinematography“ soll unter anderem automatische Fokusübergänge und fließende Wechsel zwischen den Kameras ermöglichen.
Leuchten darf es natürlich auch
Ganz ohne RGB-artigen Firlefanz wäre ein Gaming-Smartphone 2026 offenbar nur halb fertig. Das F9 Ultra besitzt deshalb auf der Rückseite ein dynamisches Lichtelement. Dieses kann unter anderem auf Anrufe, Benachrichtigungen, Musik und Spiele reagieren.
Beim F9 Pro geht POCO einen anderen Weg. Die Variante Aurora Green besitzt eine photolumineszierende Rückseite, die sich durch Sonnen- oder künstliches Licht „auflädt“ und anschließend im Dunkeln leuchtet. Mit einem blauvioletten Laserpointer lassen sich sogar vorübergehend eigene Muster auf die Rückseite zeichnen. Das Feature ist ausschließlich dieser Farbvariante vorbehalten.
Preise: POCO ist endgültig im Flaggschiff-Lager angekommen
Interessant – und für alte POCO-Fans möglicherweise etwas schmerzhaft – wird es beim Preis. Das F9 Ultra überschreitet regulär erstmals deutlich die 1.000-Euro-Marke.
| Modell | UVP | Early-Bird-Preis |
|---|---|---|
| POCO F9 Pro 12/256 GB | 899,90 Euro | 739,90 Euro |
| POCO F9 Pro 12/512 GB | 999,90 Euro | 799,90 Euro |
| POCO F9 Ultra 12/256 GB | 1.099,90 Euro | 829,90 Euro |
| POCO F9 Ultra 16/512 GB | 1.199,90 Euro | 899,90 Euro |
| POCO F9 Ultra 16 GB/1 TB | 1.399,90 Euro | 1.199,90 Euro |
Die Early-Bird-Preise gelten auf mi.com vom 1. bis 21. September 2026. Damit wird insbesondere das F9 Ultra erheblich interessanter: Bei der kleinsten Variante beträgt die Differenz zur UVP immerhin 270 Euro. Die Preisangaben und der Aktionszeitraum werden sowohl in der deutschen POCO-Mitteilung als auch von unabhängiger Seite bestätigt.
Unterm Strich hat sich POCO damit endgültig vom reinen Preisbrecher verabschiedet. Das F9 Ultra ist technisch ein ausgewachsenes Flaggschiff und wird auch entsprechend bepreist. 185-Hz-Display, riesiger Akku, Periskopkamera, Bose-2.1-Sound und Snapdragon 8 Elite Gen 5 lesen sich beeindruckend. Ob das Paket aber auch 1.099 Euro und mehr wert ist, dürfte spätestens nach Ablauf der Early-Bird-Aktion die spannendere Frage sein.
