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Roborock baut seine Saros-Serie weiter aus. Mit dem Saros 20 Flow Complete und dem Saros 20 Neo kommen zwei neue Saugroboter mit jeweils 36.000 Pa Saugleistung, automatischen Dockingstationen und deutlich verbesserter Hindernisbewältigung. Für den Blick etwas weiter in die Zukunft sorgt der Saros Rover: Der ungewöhnliche Saugroboter besitzt Beine mit Rädern und soll eines Tages sogar Treppen selbstständig reinigen können.
Dabei verfolgen die beiden neuen Saros-20-Modelle durchaus unterschiedliche Ansätze. Der Flow Complete setzt auf einen selbstreinigenden Walzenmopp, während der Neo besonders flach gebaut ist und sich auf schwierige Grundrisse, Teppiche und hohe Schwellen konzentriert.
Saros 20 Flow Complete wischt mit eigener Walzenwäsche
Der Roborock Saros 20 Flow Complete kombiniert einen 36.000-Pa-HyperForce-Motor mit dem neuen SpiraFlow 2.0. Statt der von vielen Saugrobotern bekannten rotierenden Mopps verwendet Roborock hier eine Walze, die während der Fahrt permanent mit Frischwasser versorgt und gereinigt wird. Dafür sitzen 16 Wasserdüsen im System. Die Walze rotiert mit bis zu 240 Umdrehungen pro Minute und soll hartnäckige Verschmutzungen aufnehmen, ohne den gerade eingesammelten Dreck anschließend fröhlich durch die restliche Wohnung zu verteilen. Der integrierte Wassertank wird zudem mit warmem Wasser versorgt. Auf Teppichen kann der Roboter seine Walze abschirmen und um bis zu 15 Millimeter anheben.
Ordentlich Dampf gibt es auch beim Saugen: 36.000 Pa nennt Roborock als maximale Leistung. Gegen Haare kommen eine DuoDivide-Hauptbürste und ein Anti-Tangle-System zum Einsatz.
Bis zu 8,8 Zentimeter hohe Doppelschwellen
Mit AdaptiLift Traverse 3.0 kann der Saros 20 Flow Complete Hindernisse ebenfalls ziemlich offensiv angehen. Unter den von Roborock definierten Testbedingungen sind zweistufige Schwellen mit insgesamt bis zu 8,8 Zentimetern möglich. Mit 8,98 Zentimetern ist der Roboter trotz einziehbarer LiDAR-Einheit vergleichsweise flach. Unter Möbeln wird der Laserturm eingefahren, während eine rückwärtige Sicht zur Navigation genutzt wird. Bei der Hinderniserkennung kombiniert Roborock das RetractSense-Navigationssystem mit Reactive AI. Laut Hersteller können mehr als 300 verschiedene Hindernistypen erkannt werden.
Die neue RockDock-Station übernimmt anschließend einen Großteil der Drecksarbeit. Dazu gehören das automatische Entleeren des Staubbehälters, die Dosierung von Reinigungsmittel sowie die Reinigung des Mopps mit bis zu 100 Grad Celsius heißem Wasser. Anschließend wird die Walze mit 63 Grad warmer Luft getrocknet.
Der verbaute 6.400-mAh-Akku soll laut Roborock eine Reinigungsfläche von bis zu 200 Quadratmetern ermöglichen.
Saros 20 Neo kommt auf nur 7,98 Zentimeter Höhe
Noch etwas tiefer duckt sich der Roborock Saros 20 Neo. Sein Gehäuse misst nur 7,98 Zentimeter. Durch eine leichte passive Kompression gibt Roborock sogar eine mögliche Durchfahrtshöhe ab 7,95 Zentimetern an. Auch hier kommt das AdaptiLift Chassis 3.0 zum Einsatz. Zweistufige Schwellen mit bis zu 4,5 plus 4,3 Zentimetern sollen unter passenden Bedingungen überwunden werden können.
Beim Saugen stehen ebenfalls 36.000 Pa bereit. DuoDivide-Hauptbürste und FlexiArm-Arc-Seitenbürste sollen insbesondere lange Haare möglichst ohne Verheddern aufnehmen. Gewischt wird beim Neo mit zwei rotierenden Mopps. Diese erreichen bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und arbeiten mit maximal 14 Newton Anpressdruck. Die Dockingstation kann die Mopps anschließend mit bis zu 100 Grad heißem Wasser reinigen.
Interessant wird der Neo für Teppichbesitzer. Roborock bewirbt eine dynamische Anpassung des Chassis für Teppiche mit einer Florhöhe von bis zu drei Zentimetern. Je nach gewähltem Reinigungsmodus kann der Roboter außerdem zunächst saugen und seine Mopps dafür an der Station zurücklassen.
Saros 20 Flow Complete und Saros 20 Neo im Vergleich
| Merkmal | Saros 20 Flow Complete | Saros 20 Neo |
|---|---|---|
| Saugleistung | 36.000 Pa | 36.000 Pa |
| Wischsystem | SpiraFlow-2.0-Walze | rotierende Mopps |
| Wischgeschwindigkeit | bis 240 U/min | bis 200 U/min |
| Anpressdruck | bis 15 N | bis 14 N |
| Höhe | 8,98 cm | 7,98 cm |
| Schwellen | bis 8,8 cm zweistufig | bis 8,8 cm zweistufig |
| Hinderniserkennung | Reactive AI, über 300 Typen | Reactive AI, über 300 Typen |
| Moppwäsche | bis 100 °C | bis 100 °C |
| Anti-Tangle-System | Ja | Ja |
| Besonderheit | selbstreinigende Wischwalze | besonders flaches Gehäuse |
Saros Rover will endlich die Treppe übernehmen
Noch interessanter als zusätzliche Tausender bei der Saugleistung ist allerdings der Roborock Saros Rover. Denn spätestens an einer Treppe war für klassische Saugroboter bislang Feierabend. Der Rover soll genau dieses Problem lösen. Roborock kombiniert dafür Räder mit zwei unabhängig beweglichen Beinen. Dadurch kann der Roboter seine beiden Seiten anheben und absenken, sich stabilisieren, kleinere Hindernisse überwinden und vor allem Treppen hinauf- und hinunterfahren.
Das Konzept wurde bereits Anfang 2026 auf der CES in Las Vegas vorgestellt und feiert nun sein europäisches Debüt. Der Roboter erfasst seine Umgebung über Sensoren und räumliche 3D-Daten und soll seine Position auch beim Überwinden von Stufen stabil halten.
Und ja: Er soll die Treppe nicht nur benutzen, sondern die einzelnen Stufen dabei auch reinigen.
Das wäre tatsächlich ein ziemlich großer Schritt. Saugroboter sind inzwischen erstaunlich gut darin, Kabel zu umfahren, Mopps abzulegen, Schwellen zu erklimmen und ihre eigene Station zu putzen. Bei mehrstöckigen Wohnungen und Häusern musste der Homo sapiens den kleinen Plastikpuck bislang aber immer noch selbst die Treppe hochtragen. Frechheit.
Beim Saros Rover heißt es weiterhin abwarten
Einen Preis oder Veröffentlichungstermin für den Saros Rover nennt Roborock weiterhin nicht. Das Modell demonstriert derzeit vor allem, wohin sich die autonome Haushaltsrobotik entwickeln könnte.
Beim Saros 20 Flow Complete und Saros 20 Neo sieht es anders aus: Für beide Geräte hat Roborock bereits vollständige Produktseiten für Deutschland veröffentlicht. Konkrete deutsche Preise zum Marktstart nennt der Hersteller dort derzeit allerdings noch nicht.
Die drei Modelle werden Anfang September auch auf der IFA 2026 in Berlin gezeigt. Bei den beiden Saros-20-Modellen ist das allerdings eher Begleitprogramm. Spannender ist, dass Roborock seine Saugroboter inzwischen nicht mehr nur stärker saugen lässt, sondern zunehmend versucht, die letzten echten Hindernisse im Haushalt aus dem Weg zu räumen.
Und irgendwann offenbar auch die Treppe.
- AdaptiLift Chassis 3.0: Saros 20 hebt das Gehäuse dynamisch an, um bei gleichbleibender Saugkraft über Schwellen und unebene Böden zu gleiten. Überwindet mühelos Doppelschwellen mit 8,8 cm und reinigt Teppiche bis zu einer Tiefe von bis zu 3 cm...
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