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Silent Hill Townfall auf gamescom 2026 gespielt – Rätselhafte Schnitzeljagd im Nebel

Knappe 90 Minuten schlugen wir uns durch das Küstenstädtchen St. Amelia

So stimmen unsere Leser ab:

Mensch, so schnell vergingen spannungsreiche 90 Minuten selten! Auf der gamescom 2026 durften wir gemeinsam mit anderen Pressevertretern eine äußerst lange Demo zu Silent Hill: Townfall spielen – und die hatte es in sich. Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass die Entwickler:innen von Screen Burn Interactive sehr genau wissen, wie sie den ikonischen Horror der Reihe modernisieren, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Statt auf schnelle Schockmomente zu setzen, nimmt sich das Spiel bewusst Zeit, um seine bedrückende Atmosphäre durch Rätsel aufzubauen. Enge Gassen, verlassene Häuser und der allgegenwärtige Nebel erzeugen eine dichte Spannung.

Im Mittelpunkt steht Simon Ordell, der eigentlich mit dem Küstenstädtchen St. Amelia vertraut sein sollte – sich aber genauso verloren fühlt wie wir. Die Orientierung fällt schwer, nicht nur wegen des dichten Nebels, sondern auch wegen der vielen offenen Fragen. Warum trägt Simon einen Infusionsbeutel am Arm? Was sind das für Kreaturen? Was ist hier verdammt nochmal passiert? Antworten gibt es zwar, doch sie sind tief im Spiel versteckt – und oft nur über anspruchsvolle Rätsel zugänglich.

Gerade diese Rätsel gehören zu den größten Stärken von Townfall. Sie erinnern bewusst an die Anfänge der Reihe und verlangen echte Kombinationsgabe. Hinweise sind selten offensichtlich, oft verstecken sie sich in Nebensätzen oder unscheinbaren Details. Ein Beispiel: In einem Haus soll ein Computer für Informationen aktiviert werden, doch der Strom fehlt. Erst ein Hinweis am Sicherungskasten führt zur Lösung – Telefonkarten, die man wiederum im örtlichen Kiosk finden muss. Solche Aufgaben ziehen sich konsequent durch das Spiel und fordern Geduld sowie Aufmerksamkeit.

Trotz der Ego-Perspektive verzichtet Townfall weitgehend auf klassische Jumpscares. Der Horror entsteht vielmehr durch das Gefühl der Unterlegenheit sowie ungreifbaren Bedrohung. Begegnungen mit Gegnern sind unangenehm, ihre verzerrten Geräusche gingen uns durch Mark und Bein. Statt Konfrontation empfiehlt sich sogar eher die Flucht. Schleichen, Verstecken und das geschickte Umgehen von Feinden sind essenziell, denn Simon hält nur wenige Treffer aus. Eine zentrale Rolle spielt hingegen das sogenannte CRTV, ein tragbarer Fernseher, den Simon recht früh erhält. Dieses Gerät dient nicht nur als erzählerisches Werkzeug, sondern dient auch zur Orientierung: Gegner lassen sich damit orten, während statische Störgeräusche ihre Nähe preisgeben. Das sorgt für konstantes Unbehagen und zwingt dazu, jede Bewegung zum Kampf oder Flucht gut zu taktieren.

Die Handlung ist im Jahr 1996 verortet und arbeitet mit löchrigen Erinnerungsfetzen. Immer wieder wechselt die Szenerie zwischen dem nebelverhangenen St. Amelia und einem surrealen, in tiefes Rot getauchten Hotel. Beide Orte scheinen eng mit Simons Vergangenheit verknüpft zu sein. Diese Brüche verstärken das Gefühl der Unsicherheit und machen die Storyline zu einem Puzzle, das sich nur langsam zusammensetzt. Auch in Sachen Inszenierung zeigt sich Townfall kompromisslos. Der USK 16-Titel spart nicht an verstörenden Momenten – etwa wenn Simon auf dem Marktplatz einem Mann eine grotesk lange Ernährungssonde entfernt. Solche Szenen unterstreichen den psychologischen Horror und bleiben uns im Gedächtnis.

Silent Hill Townfall - Day One Edition - PS5
  • Day One Edition Bonus: CRTV Style: Rusted, CRTV Style: Beach Edition
  • Als Simon Ordell auf die Insel St. Amelia zurückgerufen wird, um „die Dinge in Ordnung zu bringen“, trifft er eine still in dichtem Nebel liegende Stadt, scheinbar verlassen, doch alles andere als ruhend

Interessant ist zudem die Rolle klassischer Telefone: Über die Durchwahl „100“ lassen sich Spielstände speichern, was auf frühere Serienteile verweist. Insgesamt wirkt Townfall wie eine moderne Neuinterpretation klassischer Silent Hill-Elemente. Nach rund anderthalb Stunden Demo bleibt vor allem eines hängen: Trotz gelegentlicher Frustmomente bei den Rätseln wuchs unser Drang weiterzuspielen und die Geheimnisse dieser Welt zu ganz entschlüsseln.

Silent Hill Townfall erscheint am 24. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series sowie für PC via Steam und Epic Games Store.

Silent Hill: Townfall | Plattform: PlayStation 5, Xbox Series, PC | Release: September 2026 | Publisher: Konami.

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

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