Super Mario Bros. Wonder + Bellabel-Park für Nintendo Switch 2 im Test
Lohnt sich das Ticket für die 17 Attraktionen?
Mit der Switch-2-Neuauflage von „Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park“ betreibt Nintendo einmal mehr wilde Titelkonstruktionen aber auch sinnvolle Erweiterungen. Was auf dem Papier zunächst wie ein typisches Upgrade wirkt – hochaufgelöste Optik, stabilere Performance, ein paar Extras – entpuppt sich im Detail als sicherlich eigenwillige Erweiterung, die das ursprüngliche Spiel ergänzt, sondern stellenweise in ein Spin-Off von „Mario Party“ verwandelt. Gerade der Bellabel-Park rückt dabei ins Zentrum: Hier wird ziemlich klar versucht aus dem linearen Jump’n’Run eine Multiplayer-Fläche zu formen. Mehr in unserer Review zu „Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park“.
Zunächst bleibt aber sehr vieles vertraut. „Super Mario Bros. Wonder“ selbst ist weiterhin ein frisch gedachtes 2D-Jump’n’Run, das sich bewusst von der eher formelhaften „New“-Reihe absetzt. Die Geschichte erfüllt ihren inhaltlichen Zweck, mehr nicht: Prinz Florian lädt ins Blumenkönigreich, Bowser übernimmt kurzerhand die Feier – und gleich das ganze Land dazu. Mario und Gefährt:innen ziehen los, um sechs Welten zu befreien. Das ist simpel, doch genau darin liegt auch die Freiheit, sich auf das zu konzentrieren, was hier wirklich zählt: die Mechanik.
Und die zeigt sich so verspielt wie lange nicht mehr. Jede Stage wirkt, als hätte sie mindestens eine Idee zu viel – im positiven Sinne. Mal beginnen Piranha-Pflanzen plötzlich zu singen, dann kippt das Level nach Aktivierung einer der zahlreichen Wunderblumen in ein völlig anderes Szenario. Diese „Wonder Flowers“ sind das Herzstück von „Wonder“: Sie verändern Tempo oder gleich die gesamte Perspektive eines Abschnitts. Mal rast eine Herde durch den Bildschirm, mal verschieben sich Plattformen in unerwartete Richtungen. Wiederholung? Kaum vorhanden. Jeder Abschnitt will überraschen, manchmal (uns) auch überfordern.
Das Bewegungsgefühl wurde ebenfalls spürbar überarbeitet. Mario wirkt geschmeidiger, seine Animationen reagieren dynamischer auf unsere Eingaben. Neue Interaktionen – etwa das Greifen an Kanten oder kleine Gleitmanöver mit der Mütze – erweitern das klassische Repertoire sinnvoll. Hinzu kommen die Abzeichen: Ausrüstbare Fähigkeiten, die je nach Level entscheidend sein können. Ein stärkerer Schwimmstoß, ein verbessertes Springverhalten oder zusätzliche Mobilitätsoptionen – alles dabei, allerdings stets auf einen Slot begrenzt. Das sorgt für taktische Entscheidungen, wirkt im späteren Spielverlauf aber auch unnötig restriktiv, gerade bei happigen Sprungpassagen.
Die spielbaren Figuren bieten unterschiedliche Zugänge. Während klassische Charaktere wie Mario oder Luigi das bekannte Trial and Error-Prinzip bedienen, sind Yoshi-Varianten oder Mopsie bewusst entschärft – sie nehmen keinen Schaden und eignen sich für Koop-Runden oder weniger erfahrene Spieler:innen. Apropos Koop: Lokal dürfen bis zu vier Personen gleichzeitig loslegen, was dem ohnehin lebhaften Leveldesign eine zusätzliche Ebene verleiht. Online wiederum begegnet man anderen als Schattenfiguren, die Hinweise hinterlassen oder temporäre Checkpoints setzen – ein subtiler, aber cleverer Kniff.
Auch bei den Power-ups zeigt sich die Experimentierfreude. Der Elefanten-Mario ist dabei mehr als ein Gag: Mit seinem Rüssel interagiert er aktiv mit der Umgebung, sammelt Wasser oder beeinflusst Objekte. Dazu gesellen sich klassische Varianten wie Feuer-Mario oder neue Formen wie der Bohrer, mit dem sich Untergründe durchqueren lassen. Dass das Spiel viele dieser Möglichkeiten kaum erklärt, sondern schlicht voraussetzt, dass man sie ausprobiert, gehört zu seinen sympathischsten Eigenheiten! Mehr zum Hauptspiel in unserer ausführlichen Review.
Und dann ist da ja noch der Bellabel-Park. Diese Erweiterung versucht, aus dem strukturierten Abenteuer eine Art Treffpunkt zu basteln. Spieler:innen bewegen sich in einem offenen Bereich, interagieren über Emotes, springen direkt in Minispiele oder organisieren spontane Herausforderungen. Technisch läuft das sauber – bis zu zwölf Figuren gleichzeitig sind möglich – doch die Übersicht leidet gelegentlich unter der undurchsichtigen Darstellung.
- Die Koopalinge haben sich die wertvollen Bellabel-Blumen unter den Nagel gerissen und sich in den verschiedensten Ecken des Blumenkönigreichs versteckt. Mach dich bei deiner Suche nach den Blumen auf...
- In der Attraktionenwelt des Bellabel-Parks gibt es jede Menge Mehrspielerspaß zu entdecken! Die Lokales-Spiel-Plaza bietet 17 Attraktionen, bei denen bis zu vier Spieler gemeinsam oder gegeneinander...
- Wer lieber online* oder über den drahtlosen lokalen Modus mit Freunden und Familie spielen möchte, kann dies mit bis zu 12 Spielern auf der Spielraum-Plaza tun
Die eigentlichen Attraktionen im Park erinnern stark an kompakte Party-Spiele. Aufgaben wie das gemeinsame Transportieren eines Bob-Ombs oder rhythmisches Springen liefern kurzweilige Momente. Auch klassische Wettläufe dominieren das Angebot – gelegentlich gelingt dies auch spannend, aber selten nachhaltig motivierend. Viele dieser Minispielereien sind nach wenigen Minuten vorbei, was ihren letztlichen Reiz schnell verpuffen lässt. Interessant ist die Aufteilung: Ein Teil der Inhalte funktioniert nur lokal, andere ausschließlich online. Gerade bei den kompetitiven Modi fällt auf, dass es kein offenes Matchmaking gibt – stattdessen ist man auf Freundesgruppen angewiesen. Für ein Spiel dieser Größe wirkt das überraschend altmodisch bis störend.
Unser Fazit zu „Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park“
Technisch liefert die Switch-2-Edition dagegen genau das, was man erwartet. Die Bildrate bleibt stabil, die Darstellung dank 1080p scharf, ohne das ursprünglich verträumte Design zu verfälschen. Unterm Strich bleibt ein eigenartiges, aber faszinierendes Gesamtbild. „Super Mario Bros. Wonder“ war bereits ein kreativer Befreiungsschlag für die Reihe – die Switch-2-Version baut darauf auf, ohne alles konsequent weiterzudenken. Der Bellabel-Park ist eine spannende Idee, die zwischen sozialem Treffpunkt und Minispiel-Sammlung schwankt. Simpel ausgedrückt erweitert es das Spiel. Das eigentliche Highlight bleibt das Grundspiel selbst: ein Jump’n’Run, das sich traut im engen Nintendo-Korsett ständig aus der Reihe zu tanzen. Die Erweiterung liefert zusätzliche Ideen, erreicht aber nicht ganz die Qualität des ausgezeichneten Hauptabenteuers.
Release: 26. März 2026 | Entwickler: Nintendo | Genre: Jump’n’Run | Für Nintendo Switch 1/2 | USK: ab 6
Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park (Switch 2)
Spielspaß - 92%
Gameplay - 89%
Grafik - 93%
Technik - 88%
91%
Ausgezeichnet!
Technisch sauber umgesetzt und sinnvoll erweitert, bleibt die Switch-2-Version dennoch hinter dem kreativen Kern des Hauptspiels leicht zurück. Der Bellabel-Park ergänzt das Erlebnis - erreicht aber nicht dessen spielerische Qualität.
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