
Tecno Modular Phone: Das modulare Smartphones Konzept – mit Magnet-Dock, Kamera-Mods und Powerbank
Tecno holt eine alte Idee aus der Schublade, an der sich schon größere Namen die Zähne ausgebissen haben: das modulare Smartphone. Auf dem Mobile World Congress 2026 zeigt der Hersteller das Tecno Modular Phone als Konzeptgerät – ultradünn, magnetisch erweiterbar.
Modular, aber nicht wie früher: Tecnos Ansatz heißt MMIT
Tecno nennt die Plattform „Modular Magnetic Interconnection Technology“ (MMIT). Der Kern ist ein extrem dünnes Basis-Smartphone mit 4,9 mm Bauhöhe. Auf der Rückseite sitzt ein Magnet-Raster, die Tecno zusätzlich in acht Zonen unterteilt. Diese Zonen dienen als „Führung“, damit Module sauber einrasten und nicht schief sitzen. Für die Energieversorgung nutzt das Konzept physische Kontakte (Pogo Pins). Das ist technisch sinnvoll, weil es effizienter ist als rein kabellose Stromübertragung – und bei Zusatz-Akkus oder größeren Modulen weniger Stress mit Abwärme bedeuten kann.
Zwei Varianten: ATOM und MODA
Tecno zeigt das Modular Phone in zwei Designrichtungen:
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ATOM Edition: silbernes Gehäuse, rote Akzente, eher „clean“.
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MODA Edition: dunkler, auffälliger, mehr „Tech-Look“.
Das ist wohl nicht nur kosmetisch, sondern kann aber auch auf unterschiedliche Rückseitenlayouts hinauslaufen um unterschiedliche Module nutzen zu können.
Welche Module zeigt Tecno – und wofür sind sie gedacht?
Tecno spricht von rund zehn Modulen, die zum Start der vorgesehen sind. Darunter sind vor allem Erweiterungen, die typische „Ich hätte gern mehr Hardware, aber nicht immer“-Probleme lösen sollen: Kamera, Akku, Gaming.
Powerbank-Modul: Besonders spannend ist die Zusatzbatterie. Sie soll nur 4,5 mm dick sein und die Laufzeit „deutlich“ verlängern.
Kamera-Module: Gezeigt werden unter anderem ein Tele-Modul und eine Action-Cam-Idee.
Gaming-Modul: Ein Gamepad-Dock soll das Smartphone in einen Handheld verwandeln. Das ist kein neuer Gedanke, aber in Kombination mit der geringen Grunddicke wirkt das Konzept erstmals nicht wie ein Kompromiss.
Konnektivitäts-/Spezialmodule: In den Berichten tauchen zusätzlich Module wie ein Antenne-/Off-Grid-Ansatz oder ein Router/Connectivity-Add-on auf. Tecno nennt bei der Modul-Kommunikation je nach Zubehör auch Wi-Fi, Bluetooth und mmWave als mögliche Wege. Das zeigt: MMIT ist eher als Plattform gedacht.
Warum das Thema Modular-Smartphone bisher gefloppt ist – und wo Tecno ansetzt
Modulare Smartphones sind historisch ein Minenfeld. Google hatte mit Project Ara große Ambitionen, aber am Ende blieb es beim Versuch. Ein Problem war immer: Modularität macht Geräte dicker, komplexer und anfälliger, gerade bei mechanischer Stabilität. Tecno versucht den Spagat über ein sehr dünnes Basistelefon plus „Hot-Swap“-Module, die du nur bei Bedarf nutzt.
Ob das im Alltag wirklich funktioniert, wird dann vermutlich erst die Zukunft zeigen, falls es das Gerät wirklich jemals zur Marktreife schaffen wird.
Tecno zeigt das Modular Phone als Konzept und spricht von einer Plattform für „künftige Innovationen“. Ein Marktstart, Preis oder finale Spezifikationen (SoC, Display, Kamera-Sensoren, Akku im Basisteil) liegen bisher in weiter Ferne.





