3D-DruckNews

Thingiverse verkauft: MyMiniFactory übernimmt Plattform und plant neue Regeln gegen KI-Modelle

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich dachte ich sollte es hier noch mit aufnehmen:
Die bekannte Plattform für 3D-Druck-Modelle Thingiverse hat einen neuen Besitzer. Bereits am 12. Februar 2026 wurde offiziell bestätigt, dass MyMiniFactory die Plattform vollständig von UltiMaker übernommen hat. Damit beginnt für eine der größten Datenbanken für STL-Dateien im Netz ein neues Kapitel.

Eine der größten 3D-Druck-Plattformen im Netz

Thingiverse wurde 2008 von MakerBot gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für Maker und 3D-Druck-Fans. Heute umfasst die Plattform über 2,5 Millionen Designs und mehr als acht Millionen Nutzer weltweit.

Nach mehreren Eigentümerwechseln – unter anderem durch die Fusion von MakerBot und Ultimaker im Jahr 2022 – landete Thingiverse schließlich unter dem Dach von UltiMaker. Nun übernimmt MyMiniFactory vollständig die Kontrolle über die Plattform.

Fokus auf Creator und neue Monetarisierung

MyMiniFactory betreibt selbst eine Plattform, auf der Designer ihre 3D-Druck-Dateien auch verkaufen können. Laut Unternehmensangaben wurden über das System bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar an Creator ausgeschüttet.

Ähnliche Konzepte könnten künftig auch auf Thingiverse eine Rolle spielen. Ziel ist es, die Plattform langfristig wirtschaftlich stabiler zu machen und gleichzeitig Designern bessere Einnahmemöglichkeiten zu bieten.

Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass bestehende kostenlose Modelle weiterhin frei verfügbar bleiben sollen. Eine Paywall für bereits veröffentlichte Inhalte ist derzeit nicht geplant.

„SoulCrafted“: Kampf gegen KI-generierte Inhalte

Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Initiative „SoulCrafted“. Damit will MyMiniFactory stärker zwischen von Menschen erstellten Designs und KI-generierten Modellen unterscheiden.

Hintergrund ist die wachsende Zahl automatisch generierter 3D-Modelle. MyMiniFactory sieht darin ein Risiko für Designer, die ihre Arbeit über solche Plattformen monetarisieren.

Künftig soll deshalb stärker kuratiert werden, um menschliche Kreativität und hochwertige Designs hervorzuheben.

Was sich für Nutzer jetzt ändert

Kurzfristig dürfte sich für viele Nutzer wenig ändern. Thingiverse bleibt weiterhin online und die Plattform soll zunächst eigenständig weiter betrieben werden.

Langfristig plant MyMiniFactory jedoch technische Verbesserungen, bessere Moderation und neue Möglichkeiten für Creator, ihre Designs zu vermarkten.

Für die 3D-Druck-Community könnte die Übernahme damit sowohl Chancen als auch Veränderungen bringen.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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