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TL;DR Wochenrückblick: GTA V lebt, HONOR hält durch und Netflix sperrt wieder Leute ein

Diese Woche hatte wieder diese schöne Mischung aus „Das gibt es immer noch?“, „Warum baut Commodore plötzlich wieder Klapphandys?“ und „Natürlich ist Apples KI in Europa wieder kompliziert“. Dazu kommt DJI mit einer Pocket-Kamera, die endlich nicht mehr nur digital so tut, als käme sie näher ran. Die stärksten Themen auf techkrams kamen aus Gaming, Wearables, Streaming, Digital-Detox, Creator-Kram, Apple-Bastelei, Konsumkritik und Metal vom Sofa. Also Internet in seiner natürlichen Haltung: leicht überfordert, leicht genervt, trotzdem klickt man weiter.

GTA V bekommt kostenlose NextGen-Upgrades

Ganz oben steht ausgerechnet GTA V. Ja, das Spiel von 2013. Rockstar gibt Besitzern der PS4-Version nun einen kostenlosen Weg zur PS5-Fassung, auf Xbox gilt Ähnliches für Besitzer der digitalen Xbox-One-Version. Das ist bemerkenswert, weil GTA V über die Jahre wirklich jede Konsolengeneration mitgenommen hat und trotzdem nicht gerade als Wohlfahrtsprojekt bekannt war.

Die aktuelle Version bringt bessere Grafikmodi, höhere Bildraten und kürzere Ladezeiten. GTA Online läuft natürlich weiter, denn diese Maschine druckt offenbar immer noch Geld. GTA VI soll am 19. November 2026 erscheinen, aber bis dahin darf Los Santos noch ein bisschen weiter röcheln. Oder glänzen. Je nachdem, wie oft man das Ding inzwischen gekauft hat.

HONOR Watch 6 startet in Deutschland

Die HONOR Watch 6 hat ebenfalls ordentlich gezogen. Kein Wunder, denn Smartwatches mit langer Akkulaufzeit sind immer noch selten genug, um sofort Aufmerksamkeit zu bekommen. HONOR nennt bis zu 35 Tage Laufzeit, ein 1,46 Zoll großes AMOLED-Display mit 3.000 Nits Spitzenhelligkeit, GPS, NFC, 5 ATM, IP69 und erstaunlicherweise kein WLAN. Was ich hier gar nicht schlimm finde. Im Gegenteil.

Die Uhr startet offiziell in Deutschland, die UVP liegt bei 249,90 Euro. Zum Launch gibt es aber deutlich niedrigere Aktionspreise. Shadow Black liegt bei 169,90 Euro, Twilight Brown bei 189,90 Euro. Damit rutscht die Watch 6 direkt in einen Bereich, in dem viele Nutzer gar nicht mehr so genau fragen, ob sie wirklich eine vollwertige App-Uhr brauchen oder einfach nur eine ausdauernde Sportuhr mit Benachrichtigungen.

Netflix sperrt eine Familie zu Hause ein

Netflix hat mit The Last House einen neuen Sci-Fi-Thriller in der Pipeline, der im Kern wunderbar simpel klingt: Eine vierköpfige Familie steckt plötzlich im eigenen Haus fest. Türen gehen nicht auf, Fenster helfen nicht weiter und draußen wartet irgendetwas, das man vermutlich nicht zum Kaffee reinbitten möchte.

Der Film startet am 7. August 2026 bei Netflix und klingt nach dieser angenehmen Sorte High-Concept-Thriller, die keine riesige Welt bauen muss. Ein Haus, eine Familie, eine Bedrohung. Mehr braucht es manchmal nicht. Vor allem, wenn alle Beteiligten nach zehn Minuten so aussehen, als hätten sie lieber einen Bungalow gekauft.

Commodore Callback 8020: Klapphandy gegen Dauerfeuer

Commodore geht mit dem Callback 8020 in eine ziemlich interessante Gegenrichtung. Während normale Smartphones immer mehr KI, Apps, Assistenten und Benachrichtigungs-Gebimmel bekommen, soll dieses Klapphandy genau das ausbremsen. Kein Social Media. Kein Webbrowser. Kein endloses Doomscrolling, während man eigentlich nur kurz die Uhrzeit checken wollte.

Optisch hängt das Gerät klar an den Klapphandys der frühen 2000er, technisch steckt es aber nicht komplett im Museum. MediaTek Helio G81, 4 GB RAM, 64 GB Speicher, 48-Megapixel-Kamera, Klinke und UKW-Radio sind an Bord. Als System läuft Sailfish OS. Android-Apps sollen über einen kuratierten Store möglich sein, aber eben nicht alles. Dienste wie Spotify oder Uber könnten funktionieren, Facebook, Slack und andere Zeitfresser bleiben bewusst draußen.

Das Ding kostet ab 499 US-Dollar und soll Ende 2026 ausgeliefert werden. Kein Schnäppchen, eher ein sehr bewusstes „Lass mich doch einfach mal in Ruhe“-Gerät. Als Hauptsmartphone für alle? Sicher nicht. Als Zweitgerät für Wochenende, Urlaub, Abendruhe oder Leute, die ihr Gehirn aus der Social-Media-Fritteuse ziehen wollen? Da wird es plötzlich interessant.

DJI Osmo Pocket 4P: endlich echter Zoom

DJI hat in China die Osmo Pocket 4P gestartet. Das P steht zwar nicht offiziell groß blinkend für Pro auf der Verpackung, aber seien wir ehrlich: Genau so fühlt sich das Ding an. Der wichtigste Unterschied zur normalen Osmo Pocket 4 ist ein Dual-Kamera-System mit zusätzlicher 3x-Telekamera. Also endlich nicht mehr digital reinzoomen und hoffen, dass die Pixel schon irgendwie zusammenhalten.

Die Hauptkamera bleibt beim 1-Zoll-Sensor mit 20 mm Brennweite und f/2.0-Blende. Neu dazu kommt eine 60-mm-Telekamera mit f/1.8, was ungefähr einem 3x-Zoom entspricht. Für Interviews, Produktshots, Close-ups und etwas mehr Hintergrundkompression ist das deutlich spannender als der bisherige Digitalzoom. Gerade Creator bekommen damit mehr Bildsprache, ohne direkt ein größeres Kamera-Rig durch die Gegend zu schleppen.

Ganz so winzig bleibt die Pocket dadurch aber nicht. DJI nennt 230 Gramm, die normale Pocket 4 liegt bei 190,5 Gramm. Dazu gibt es einen rotierbaren 2-Zoll-OLED-Touchscreen, 4K-Slow-Motion mit bis zu 240 fps, drei Mikrofone, microSD bis 1 TB und weiterhin den mechanischen 3-Achsen-Gimbal. In China startet die Kamera bei 3.799 Yuan, also grob bei knapp 500 Euro. Europa muss noch warten, aber es sieht danach aus, dass DJI die Pocket 4P später 2026 auch global ausrollt.

Placebo-Webseiten: Shoppen ohne Kaufen

Einer der spannenderen Ausreißer der Woche war das Thema Placebo-Webseiten. Die Idee klingt erst mal völlig absurd: Man simuliert Online-Shopping, legt Dinge in den Warenkorb, klickt sich bis zur Bestellung durch und bekommt am Ende nichts. Kein Paket. Keine Abbuchung. Kein schlechtes Gewissen wegen fünf nutzlosen Plastikdingern aus dem Internet.

Gerade deshalb ist das Thema so gut. Es zeigt ziemlich schön, dass beim Online-Shopping oft nicht das Produkt der eigentliche Kick ist, sondern der Prozess. Stöbern, auswählen, bestätigen. Kleine Dopamin-Schweinerei mit Warenkorb. Ob solche Fake-Shops wirklich helfen oder nur den Kaufreflex weiter trainieren, bleibt offen. Aber die Idee ist so seltsam, dass man sie nicht einfach wegklicken kann.

Siri AI in der EU: geht schon, aber…

Apple und die EU, nächster Akt. Siri AI läuft technisch, startet auf iPhone und iPad in der EU aber nicht offiziell. Apple verweist auf den Digital Markets Act, und damit ist wieder diese herrliche Situation da: Auf dem Mac darf die neue Siri mitspielen, auf dem iPhone nicht. Auf der Apple Watch hängt es dann wieder am iPhone. Also ja, Apple-Domino, aber mit Bürokratiegeschmack.

Mit der iOS-27-Beta gibt es einen Umweg. Man braucht einen Apple-Account außerhalb der EU, stellt die Sprache auf Englisch (US), aktiviert Siri AI und wartet dann auf Freischaltung und lokale Indexierung. Klingt nach Technikmagie, ist aber eher ein Formular mit Ladebalken. Der Hauptaccount sollte dabei dringend in Ruhe bleiben, denn Regionwechsel können Guthaben, Abos, Familienfreigabe, iCloud+ und Zahlungsmethoden sauber zerlegen. Für ein Testgerät mit Zweitaccount ist das okay. Für das iPhone mit Banking, Fotos, Wecker und Alltag? Eher nicht. Da lieber Finger weg, bevor man sich selbst ins Knie konfiguriert.

Summer Breeze im Stream

Summer Breeze ohne Staub, Dosenbier auf Körpertemperatur und diesen einen Typen, der schon morgens um elf komplett durch ist? Geht offenbar. Das Summer Breeze Open Air lässt sich auch 2026 wieder daheim verfolgen. Wer nicht selbst in Dinkelsbühl vor der Bühne steht, bekommt ausgewählte Konzerte über ARTE Concert zu sehen.

Das Festival läuft 2026 vom 12. bis 15. August in Dinkelsbühl. Gezeigt werden ausgewählte Shows von der Main Stage und der T-Stage. Nicht das komplette Festival, klar. Aber genug, um sich ein paar Nackenwirbel vom Sofa aus zu ruinieren. Dazu sind bei ARTE Concert weiterhin viele Mitschnitte vom Summer Breeze 2025 abrufbar, darunter Destruction, Suffocation, Within Temptation, Kissin’ Dynamite, Obituary, Agnostic Front, Beast In Black und Ensiferum. Also kein kleiner Stream-Happen, eher ein digitaler Kühlschrank voller Krach.

Clair Obscur: Expedition 33 für Switch 2?

Clair Obscur: Expedition 33 könnte noch 2026 für die Switch 2 erscheinen. Betonung auf könnte, denn offiziell bestätigt ist das bisher nicht. Das Gerücht stammt aus der üblichen Ecke, in der man manchmal Gold findet und manchmal nur warmen Internetdampf. Trotzdem ist die Nummer spannend, weil Expedition 33 aktuell für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich ist und zu den auffälligsten Rollenspielen der letzten Zeit gehört. Eine Switch-2-Version wäre also nicht nur hübsch, sondern ziemlich logisch.

Netflix zieht bei The Boroughs den Stecker

Netflix war diese Woche gleich doppelt stark vertreten. Bei The Boroughs allerdings mit schlechter Nachricht. Die Mystery-Serie soll nach nur einer Staffel beendet sein. Bitter, weil das Konzept eigentlich mal nicht nach der ewig gleichen Teenagergruppe mit Taschenlampen klang. Eine Senioren-Community in New Mexico, übernatürliche Bedrohung, Duffer-Brothers-Beteiligung, starke Besetzung. Auf dem Papier war das ziemlich fett.

Netflix sieht das offenbar anders. Wenn Kosten und Abrufzahlen nicht schnell genug zueinander finden, kommt der Rotstift. Streaming ist eben kein gemütliches Lagerfeuer mehr, an dem Geschichten langsam wachsen. Streaming ist Excel mit Dolby Vision.

Return to Silent Hill fürs Heimkino

Auch Return to Silent Hill hat es in die Auswahl geschafft. Die Blu-ray erscheint am 19. Juni 2026 bei LEONINE und bringt James Sunderland zurück in die Stadt, in der Realität, Schuldgefühle und Albtraum traditionell eine ziemlich ungesunde Wohngemeinschaft bilden.

Inhaltlich orientiert sich der Film an Silent Hill 2 und damit an der psychologisch schwereren Seite der Reihe. Für Fans ist genau das entscheidend. Es geht nicht nur um Monster, Nebel und rostige Wände. Es geht darum, ob die Verfilmung diese melancholische, unangenehme Stimmung trifft, wegen der Silent Hill 2 bis heute nachwirkt. Die Blu-ray bringt rund 106 Minuten Laufzeit, deutschen und englischen DTS-HD-MA-7.1-Ton sowie mehrere Featurettes mit.

Disclaimer: Beim Erstellen dieses Artikels & des Titelbildes war ChatGPT behilflich

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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