Vorschau gamescom 2026: Diese Spiele und Stände solltet ihr nicht verpassen
Kleiner Vorab-Rundgang über die weltgrößte Messe für Videospiele
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Vom 26. bis 30. August 2026 verwandelt sich das Kölner Messegelände wieder in ein großes Messe-Spektakel – die gamescom wächst dabei weiter: Mehr als 1.600 Aussteller sind für die diesjährige Veranstaltung angekündigt, die Ausstellungsfläche bleibt mit rund 233.000 Quadratmetern auf dem Niveau des Vorjahres. 2025 kamen über 350.000 Besucher:innen aus 128 Ländern nach Köln. Wer sich angesichts dieser Dimensionen vornimmt, einfach einmal spontan durch die Hallen zu schlendern, dürfte spätestens nach dem ersten Messetag feststellen, dass ein wenig Planung nicht schadet. Deshalb geht es in unserer Vorschau nicht um eine vollständige Liste aller Spiele, sondern um die Stationen, die auf eurer persönlichen gamescom-Karte möglichst weit oben stehen sollten.
Los geht’s dort, wo sich einer der größten Anlaufpunkte befindet: In Halle 7 bei Microsoft Xbox. Microsoft nutzt die gamescom gleichzeitig, um das 25-jährige Xbox-Jubiläum zu feiern, und bringt ein entsprechend umfangreiches Spieleangebot mit nach Köln. Zu den wichtigsten Titeln gehören Call of Duty: Modern Warfare 4, Gears of War: E-Day, Forza Horizon 6, Halo: Campaign Evolved, Minecraft Dungeons 2, Star Wars: Zero Company und The Blood of Dawnwalker. Auch der Horrorshooter Metro 2039 ist bei Xbox vertreten. Die genaue Xbox-Standfläche befindet sich in Halle 7. Wer möglichst viel vom Microsoft-Auftritt sehen möchte, sollte allerdings etwas Zeit mitbringen: Fable von Playground Games („Forza„-Reihe) ist dort beispielsweise als Präsentation und nicht als klassische Anspielstation vorgesehen.
Besonders interessant dürfte Call of Duty: Modern Warfare 4 werden. Der neue Teil erscheint am 23. Oktober und ist damit nur wenige Wochen von der Veröffentlichung entfernt. Auf der gamescom lässt sich der Shooter bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart ausprobieren. Wer allerdings lieber auf Nintendo Switch 2 spielt, muss nicht zwangsläufig die Halle wechseln: Auch Nintendo führt Call of Duty: Modern Warfare 4 in seinem Programm. Der Nintendo-Stand befindet sich in Halle 9.1 an Stand A10. Dort wartet darüber hinaus ein deutlich familienfreundlicheres Programm mit Star Fox, Pokémon Pokopia, Nintendo Switch Sports Resort, Splatoon Raiders und weiteren Switch-2-Titeln.
Goodies von Nintendo
Gerade Big N dürfte für viele Besucher ohnehin einen festen Platz im Messeplan bekommen. Der Stand beschränkt sich auch 2026 nicht auf reine Spielstationen. Tägliche Turniere, Fotomöglichkeiten und die Super Mario Area gehören ebenfalls zum Programm. Wer seinen Nintendo-Account am Stand eincheckt, kann außerdem ein Goodie und 100 Platin-Punkte erhalten – nur solange der Vorrat reicht. Für Pikmin-Fans gibt es zusätzlich spezielle Aktionen rund um Nintendo Today! und Pikmin Bloom. Das macht Halle 9 damit zu einer jener Stationen, bei denen man nicht unbedingt nach einer einzelnen Neuheit suchen muss, sondern problemlos etwas länger verweilen kann.
Nur wenige Schritte weiter wartet Capcom. Der japanische Publisher belegt in Halle 9.1 und bringt mit Onimusha: Way of the Sword einen der interessanteren Titel für Action- und Japan-Fans mit. Dazu kommen unter anderem Mega Man: Dual Override, Street Fighter 6 und Dragon’s Dogma II: Dark Arisen. Capcom plant dabei einen vergleichsweise großen Auftritt mit zahlreichen Spielstationen. Gerade Onimusha: Way of the Sword dürfte sich dabei als guter Anlaufpunkt erweisen, denn das Actionspiel verbindet Schwertkämpfe mit einer düsteren Interpretation des historischen Japan. Die kostenlose Demo in den jeweiligen Konsolen-Stores sei hierbei empfohlen!
Horror, Trading Cards und eine Reise nach Silent Hill
Wer ohnehin in Halle 9 unterwegs ist, sollte anschließend einen Blick auf die weiteren Horror-Stationen werfen. Noch etwas weiter westlich beziehungsweise in Richtung Halle 7 wartet Konami. Das japanische Studio verteilt seinen gamescom-Auftritt 2026 auf gleich mehrere Bereiche. In Halle 7.1 befindet sich der Stand A021. Dort stehen unter anderem Silent Hill: Townfall, Metal Gear Solid: Master Collection Vol. 2 und Castlevania: Belmont’s Curse auf dem Programm. Allerdings ist nicht alles davon klassisch spielbar: Silent Hill: Townfall wird als immersive Erfahrung angekündigt, während Metal Gear Solid: Master Collection Vol. 2 vor allem mit einer Fotogelegenheit auf Besucher wartet. Castlevania: Belmont’s Curse ist dagegen tatsächlich als Hands-on-Demo vorgesehen.
Wer sich eher für Karten als für virtuelle Dämonen interessiert, muss Konami ebenfalls nicht von der Liste streichen. Das Yu-Gi-Oh! Trading Card Game ist in Halle 5.2 am Stand B021zu finden. Dort können Einsteiger die Spielmechanik kennenlernen und erste Partien ausprobieren. Für eine Messe, die sich längst nicht mehr ausschließlich über klassische Videospiele definiert, ist dieser Einstieg durchaus passend.
Noch einmal zurück in Halle 7 lohnt sich anschließend der Weg zu SEGA. Der Publisher bringt gleich fünf größere Titel mit, die jeweils ein eigenes Genre haben. Dazu gehören Alien: Isolation 2, Crazy Taxi: World Tour, Stranger Than Heaven, Persona 4 Revival und Total War: Warhammer 40.000. Besonders Alien: Isolation 2 dürfte für Horror-Fans interessant sein, denn der Prolog ist auf der gamescom erstmals in Europa spielbar. Bei Crazy Taxi: World Tour gibt es dagegen Ranglisten und eine Fotogelegenheit mit dem Taxi, während Persona-4-Fans den virtuellen Abstecher ins Junes-Einkaufszentrum machen. Total War: Warhammer 40.000 feiert ebenfalls seine erste öffentliche Spielbarkeit. Der SEGA-Auftritt befindet sich in Halle 7.1 – A041.
Halle 6 wird zum eigentlichen Spiele-Parcours
Wer nach den großen Konsolenherstellern und japanischen Publishern noch nicht genug hat, sollte sich Halle 6 vornehmen. Hier liegen die Wege vergleichsweise dicht beieinander, gleichzeitig ist die Konzentration an spielbaren Titeln hoch. Ubisoft ist mit Rayman Legends Retold vertreten und baut zusätzlich seine Community Lounge auf. Der Stand befindet sich in Halle 6.1 bei C011. Damit dürfte Rayman Legends Retold nach längerer Abwesenheit eine der leichteren Anlaufstationen für Besucher werden, die einfach einmal eine Runde spielen möchten, ohne sich durch ein riesiges Franchise-Line-up arbeiten zu müssen.
Direkt in derselben Halle wartet Bandai Namco Entertainment an den Ständen A020. Mit The Blood of Dawnwalker, Ace Combat 8: Wings of Theve und Dragon Ball Xenoverse 3 bringt der Publisher drei sehr unterschiedliche Spiele nach Köln. The Blood of Dawnwalker ist dabei besonders interessant, weil das Action-Rollenspiel sowohl bei Bandai Namco in Halle 6 als auch bei Microsoft Xbox in Halle 7 vertreten ist. Wer bei einem Stand wegen zu langer Wartezeit nicht zum Zug kommt, könnte damit zumindest eine zweite vielleicht freiere Anlaufstelle antreffen.
Auch das Frankfurter Studio Crytek gehört in diesen Bereich. Hunt: Showdown 1896 ist in Halle 6 vertreten und verbindet die spielbare Version mit zusätzlichen Aktionen rund um das Spiel. Astragon setzt ebenfalls auf Halle 6 und bringt unter anderem Bus-Simulator 27, Bau-Simulator: Evolution, Firefighting Simulator: Ignite und Seafarer: The Ship Sim mit. Giants Software ist mit Landwirtschafts-Simulator 26 ebenfalls in Halle 6 vertreten. Gerade der Landwirtschafts-Simulator samt seiner ausgestellten landwirtschaftlichen Maschinen dürfte wieder zeigen, dass gamescom längst nicht nur aus Shootern, Rollenspielen und Rennspielen besteht.
Eine weitere Station in Halle 6 ist Level Infinite. Auf dem gemeinsamen Auftritt finden sich unter anderem Spiele von Remedy, Funcom, Crytek und weiteren Studios. Besonders spannend ist Control Resonant, das dort als öffentlich spielbare Demo auf Besucher:innen wartet. Daneben gehören Dune: Awakening, Hunt: Showdown 1896 und weitere Titel zum Programm. Wer sich nicht ausschließlich an den großen Publisher-Logos orientiert, kann in dieser Halle deshalb mehrere interessante Spiele direkt hintereinander abarbeiten.
Ab zu den Indies!
Die Indie Area in Halle 10.2 ist dafür ein gutes Beispiel. Die Indie Arena Booth wächst 2026 auf mehr als 2.000 Quadratmeter und bringt mehr als 200 handverlesene Indie-Spiele aus über 40 Ländern zusammen. 182 Entwicklerstudios sind nach den aktuellen Angaben an der Fläche beteiligt. Wer hier nur kurz durchläuft, dürfte wohl zwangsläufig einiges verpassen.
Gerade die Indie Arena Booth funktioniert anders als die großen Publisher-Flächen. Statt einer einzigen Marke mit mehreren Dutzend Spielen stehen hier viele kleinere Teams und ihre Projekte nebeneinander. Darunter finden sich beispielsweise SOKO 1977: Anti-Terror Task Force, The Regreening, There Are No Ghosts At The Grand, Unbreachable oder Tower Alchemist: Defend Khalodria. Eine feste Reihenfolge gibt es dabei eigentlich nicht. Die bessere Strategie ist, sich treiben zu lassen und dort stehenzubleiben, wo ein Spiel auf den ersten Blick neugierig macht. Ebenfalls interessant bleibt die Home of Indies in Halle 10.2. Zusammen mit der Indie Arena Booth bildet sie einen der Bereiche, in denen die gamescom ihre Funktion als Entdeckermesse besonders gut ausspielt. Gerade kleinere Produktionen sind häufig schneller zugänglich und bieten den direkten Kontakt zu den Menschen hinter dem Spiel.
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Ein etwas ungewöhnlicherer Abstecher führt dann anschließend in Halle 8. Dort ist CD Projekt Red mit The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past vertreten. Die Erweiterung ist Teil der Opening Night Live und wird auf der Messe im Rahmen einer Kino-Präsentation gezeigt. Der Stand von CD Projekt Red befindet sich in Halle 8.1 bei B030.
Direkt daneben wartet 2026 erstmals ein für die gamescom ungewöhnlicher Name mit eigenem Stand: Mattel. In Halle 8 am Stand B020 stehen unter anderem Hot Wheels, Minecraft und KPop Demon Hunters im Mittelpunkt. Dazu kommen Masters of the Universe, UNO und weitere Marken. Der Auftritt soll nicht nur aus Produkten bestehen, sondern auch ein Bühnenprogramm, Aktionen, Gewinnspiele und Fotomöglichkeiten bieten.
Auch außerhalb der eigentlichen Spielehersteller gibt es 2026 einige Stationen, die man sich zumindest merken sollte. Subway bringt in Halle 8 ein Wheel of Fortune und weitere Aktionen / Sandwiches mit. In Halle 10.2 wartet die Jokolade in direkter Nachbarschaft zur Food Clash Area. Dort sollen, laut Berichten, unter anderem die neuen veganen gefüllten Eiswaffel-Spitzen verteilt werden.
Wichtiger Punkt vor dem ersten Anspielen
Bevor die persönliche Route festgelegt wird, sollte noch ein Punkt auf der Liste ganz oben stehen: Altersbändchen. Wer Spiele mit einer USK-Freigabe ab 12, 16 oder 18 Jahren ausprobieren möchte, benötigt auch dieses Jahr wieder zwingend das entsprechende Bändchen. Die Farben sind Grün für USK 12, Blau für USK 16 und Rot für USK 18. Die Ausgabe erfolgt nicht nur an den Eingängen, sondern auch an mehreren Punkten innerhalb des Messegeländes. In Halle 7 befindet sich beispielsweise eine Ausgabe im rückwärtigen Bereich neben FYNG City und Microsoft Xbox, in Halle 9 gibt es einen weiteren Punkt hinter dem Capcom-Bereich. Weitere Stationen liegen in den Hallen 6, 8, 10.1 und 10.2.
Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, kann auf einer vollgepackten Messe aber schnell über eine geplante Spielsession entscheiden. Wer morgens gezielt zu Xbox, Capcom oder einem anderen Stand mit höheren Altersfreigaben möchte, sollte das Bändchen deshalb möglichst früh holen, bereits tragen und nicht erst vor der ersten Warteschlange feststellen, dass der Zugang zur Demo daran scheitert.
Die gamescom 2026 ist mit mehr als 1.600 Ausstellern größer denn je und gleichzeitig auf 233.000 Quadratmetern begrenzt. Das bedeutet zwangsläufig volle Wege und Wartezeiten. Wer morgens die großen Namen abarbeitet, kann am Nachmittag bewusst in Halle 10.2 abbiegen und dort nach kleinen Spielen suchen. Wer genug von Controllern hat, wechselt in Richtung Cards & Boards. Und wer nach einem langen Messetag nur noch sitzen möchte, nimmt sich eine der zahlreichen Community- oder Food-Flächen vor.
Ein weiterer Unterschied zu früheren Jahren ist die erneute Abwesenheit von Sony Interactive Entertainment aka PlayStation. Nintendo und Microsoft sind damit erneut die beiden großen Konsolenhersteller mit eigenen Auftritten in der Entertainment Area.
Am Dienstag, 25. August, steigt die Opening Night Live mit Geoff Keighley. Ab Mittwoch folgen dann die Fachbesucher und ab Donnerstag öffnet die Messe regulär für das breite Publikum. Wer bereits am Dienstag in Köln ist, bekommt damit einen ersten Vorgeschmack auf das, was in den folgenden Tagen in den Hallen tatsächlich ausprobiert werden kann. Die Show ist traditionell außerdem der Moment, an dem noch kurzfristig per Shadow Drop neue Spiele und Überraschungen auftauchen können.
Wir sind für euch natürlich auf der gamescom 2026 unterwegs und werden in den nächsten Tagen zu vielen verschiedenen Titeln unsere Eindrücke liefern – für mehr Informationen folgt uns über unsere Social-Media Profile.
Weitere Informationen zur gamescom 2026 findet ihr auch der offiziellen Webseite.
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