
Xiaomi hat auf dem Mobile World Congress (MWC) 2026 in Barcelona für offene Münder gesorgt. Mit dem Xiaomi Vision GT zeigt der Tech-Gigant ein Konzeptauto, das nicht nur auf der Straße, sondern vor allem in der virtuellen Welt von Gran Turismo 7 für Furore sorgen soll.
Dabei geht es um mehr als nur um ein schickes Design: Xiaomi markiert hier sein Revier im High-End-Segment und zeigt, wie tief die Verschmelzung von Hardware, Gaming und Automobilbau gehen kann.
Das Vision-Gran-Turismo-Programm: Xiaomi in bester Gesellschaft
Das Vision-Gran-Turismo-Projekt ist eine Kooperation mit Polyphony Digital. Bisher war diese Bühne fast ausschließlich etablierten Marken wie Porsche, Mercedes oder Bugatti vorbehalten.
Dabei dient der Vision GT als Technologieträger für:
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Aerodynamik: Ein cW-Wert von 0,29 (trotz massiven Heckflügels).
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Materialien: Großflächiger Einsatz von Carbon und Carbon-Keramik-Bremsen.
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Ökosystem: Die Brücke zwischen Wohnzimmer-Gaming und realer Fahrperformance.
Das „Sofa Racer“-Cockpit: Kokon statt Knöpfe
Der Innenraum bricht mit fast allen Konventionen moderner E-Autos. Während andere Hersteller auf gigantische iPads in der Mitte setzen, verfolgt Xiaomi das „Sofa Racer“-Konzept.
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Kokon-Design: Fahrer und Beifahrer werden von einer geschwungenen Struktur umschlossen.
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Display-Band: Statt eines Zentralmonitors gibt es ein schmales, durchgehendes Displayband direkt unter der Windschutzscheibe.
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Smartwatch-Anleihen: Das Lenkrad beherbergt runde Displays, deren Interface stark an die Xiaomi Watch-Serie erinnert.
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Physischer Mix: Trotz aller High-Tech-Optik gibt es mechanische Drehregler und Schalter im Jet-Stil.
Der Tech-Clou: Xiaomi plant, dieses Cockpit-Design als Basis für einen High-End-Gaming-Simulator zu nutzen. Wer also keine Garage für ein Hypercar hat, kann sich das Interieur bald vielleicht ins Smart Home stellen.
Leistung: 1.900 PS – so viele Pferde….
Die technischen Daten zum Vision GT sorgen aktuell für Diskussionen, da die Quellenlage leicht variiert. Während einige Berichte direkt vom Messestand von einer Plattform mit Siliziumkarbid-Technologie (SiC) und 1.900 PS sprechen, hält Xiaomi sich noch etwas bedeckt.
Fest steht: Das Fahrzeug ist auf maximale Performance ausgelegt. Mit Scherentüren und einem aggressiven Carbon-Heckflügel ist der Vision GT rein optisch bereits in der Liga der Rimac Neberas dieser Welt angekommen. Ob diese Leistungsdaten 1:1 in einem Serienmodell landen werden, ist fraglich – sie zeigen aber, wozu Xiaomis E-Auto-Plattform theoretisch fähig ist.
Der Vision GT ist eine klassische „Halo-Car“-Strategie. Nach dem erfolgreichen Launch des SU7 will Xiaomi zeigen, dass sie nicht nur vernünftige E-Limousinen bauen können, sondern auch die emotionale und technische Speerspitze beherrschen und gleichzeitig den Mitbewerber eine lange Nase machen.

