20 Jahre PlayStation Store – Diese Games sind Entwicklern im Gedächtnis geblieben
Balatro, God of War oder auch Uncharted 2
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Der PlayStation Store feiert sein 20-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum verraten Entwickler von PlayStation Studios und anderen Studiosschmieden, welche Titel sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten besonders überrascht haben. Mit dabei sind Indie-Hits wie Balatro, Rollenspiel-Abenteuer wie Dragon Quest XI und große PlayStation-Klassiker wie God of War und Uncharted 2: Among Thieves.
Als der PlayStation Store vor 20 Jahren auf der PlayStation 3 startete, begann eine neue Ära für den digitalen Spielevertrieb auf Sonys Konsolen. Seitdem hat sich das Angebot über drei Konsolengenerationen hinweg deutlich erweitert. Neben großen Blockbuster-Produktionen finden sich dort zahlreiche kleinere Spiele, die mit ungewöhnlichen Ideen und frischen Spielkonzepten überzeugen.
Zum runden Geburtstag hat Sony Interactive Entertainment Entwicklerinnen und Entwickler verschiedener Studios gefragt, welches Spiel sie in den vergangenen 20 Jahren am meisten überrascht hat. Dabei ging es nicht zwangsläufig um den persönlichen Favoriten. Gesucht waren vielmehr Titel, deren Qualität, Geschichte oder Spielprinzip die eigenen Erwartungen übertroffen haben.
Balatro: Poker-Regeln mit Suchtpotenzial
Für Naoki Hamaguchi, Director der Final Fantasy VII Remake-Reihe bei Square Enix, ist Balatro ein passendes Beispiel dafür, wie aus einer einfachen Grundidee ein fesselndes Spielerlebnis entstehen kann. Das Kartenspiel greift bekannte Poker-Regeln auf und erweitert sie um zahlreiche Kombinationen und Möglichkeiten, die eigenen Punktzahlen immer weiter zu steigern.
Hamaguchi beschreibt den Reiz des Spiels so: „Es ist ein enorm fesselndes Spiel, das mich daran erinnert, warum Videospiele überhaupt so viel Spaß machen.“
Dragon Quest XI und God of War überzeugen mit ihren Geschichten
Jonathan Burke, Senior Director of Technology bei Santa Monica Studio, hebt Dragon Quest XI: Echos of an Elusive Age hervor. Das Rollenspiel habe ihn durch seine Geschichte, das Charakterdesign und die liebevoll gestaltete Welt überrascht. Selbst wenn die Handlung vorhersehbar erschien, sorgten unerwartete Wendungen für neue Spannung.
Auch God of War aus dem Jahr 2018 hinterließ einen bleibenden Eindruck. Ramone Russell von San Diego Studio hatte nach eigenen Angaben nicht erwartet, wie überzeugend Santa Monica Studio das Abenteuer auf der PlayStation 4 umsetzen würde. Besonders die Entwicklung von Kratos steht für ihn im Mittelpunkt. Statt den früheren Zorn des Protagonisten in den Vordergrund zu stellen, behandelt das Spiel Themen wie Vaterschaft, Trauer, Selbstbeherrschung und Identität.
Russell fasst seine Begeisterung zusammen: „Nur wenige Spiele schaffen es, großartiges Gameplay und eine zutiefst fesselnde Geschichte so gut miteinander zu verbinden wie God of War (2018).“
Inscryption und Inside setzten auf ungewöhnliche Ideen
Arne Meyer, Head of Culture and Communications bei Naughty Dog, nennt Inscryption als persönliche Überraschung. Zunächst erwartete er ein unheimliches Kartenspiel. Stattdessen entdeckte er ein komplexes Abenteuer, das seine Geschichte und zahlreiche weitere Spielelemente nach und nach enthüllt. Besonders gefiel ihm, dass das Spiel den Spielern zutraut, seine Geheimnisse selbst zu entschlüsseln.
Eine persönliche Note hat seine Wahl ebenfalls: Seine verstorbene Katze lebt im Spiel als Karte mit dem Namen „lil toot boi“ weiter.
Für Marcus Smith, Creative Director bei Insomniac Games, gehört Inside zu den herausragenden Spielen der vergangenen 20 Jahre. Das Adventure von Playdead verzichtet auf Dialoge und eine klassische Benutzeroberfläche. Stattdessen lernen Spieler die Mechaniken während des Spielens kennen. Die visuelle Gestaltung und der Sound tragen dazu bei, dass die vieldeutige Geschichte auch lange nach dem Ende im Gedächtnis bleibt.
Smith bezeichnet Inside schlicht als „ein Meisterwerk“.
Sayonara Wild Hearts und Shadow of the Colossus bleiben im Gedächtnis
Bruno Velazquez, Game Director bei Santa Monica Studio, hatte zunächst wenig Interesse an Spielen, bei denen Musik und Rhythmus zentrale Bestandteile des Gameplays sind. Sayonara Wild Hearts änderte das. Der farbenfrohe Stil, die dynamischen Spielabschnitte und der Soundtrack überzeugten ihn so sehr, dass er das Abenteuer unbedingt bis zum Ende erleben wollte.
Nicolas Doucet, Studio Director bei Team Asobi, erinnert sich dagegen an Shadow of the Colossus für die PlayStation 2. In dem Abenteuer stellt sich ein einzelner Held gewaltigen Kreaturen, um eine geliebte Person zu retten. Für Doucet liegt die Stärke des Spiels in der Verbindung aus monumentalen Kämpfen, technischer Umsetzung und einem Soundtrack, der die Einsamkeit der Hauptfigur unterstreicht.
Uncharted 2 übertrifft die Erwartungen
Gregory Louden, Creative Director bei Housemarque, wählt Uncharted 2: Among Thieves aus dem Jahr 2009. Schon vor der Veröffentlichung hatte die Live-Demo hohe Erwartungen geweckt. Beim Spielen auf der PlayStation 3 legte das Action-Adventure für ihn dennoch eine Schippe drauf.
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Louden hebt vor allem die spektakulären Spielsequenzen, die Produktionsqualität und die charismatischen Figuren hervor. Das Abenteuer habe sich wie ein interaktiver Blockbuster angefühlt und genau das geliefert, worauf er als PlayStation-Fan gehofft hatte.
Zum Jubiläum bietet Sony außerdem eine Auswahl an Spielen und Sonderangeboten im PlayStation Store an. Damit feiert das Unternehmen zwei Jahrzehnte des digitalen Spielevertriebs.
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