Frischer Schwung für die Beißerchen – was kann die Oral-B iO Series 3?
Halten zwei Minuten im Vollputzgang die Kauleiste frisch und plaguefrei?
In unserer Welt gibt es drei Gruppen von Menschen: jene mit Handzahnbürsten, jene mit Schallzahnbürsten und jene, die sich irgendwann dem elektrischen Putzen hingegeben haben. Ich gehörte lange zur ersten Fraktion. Mechanisch und ohne Energiezufuhr zuverlässig. Bis zu jenem Kontrolltermin bei meiner Zahnärztin (an dieser Stelle: Liebe Grüße), an dem mir erklärt wurde, dass eine rotierend-oszillierende Bürste deutlich effizienter in die Zahnzwischenräume kommt als meine manuelle Routine. Zwei Minuten morgens, zwei Minuten abends – das ist schnell gesagt. Aber wenn das Ergebnis sich nicht wirklich sauber anfühlt, bleibt ein wahrlich schales Gefühl. Unser ausführlicher Test zur „Oral-B iO Series 3“.
Meine Suche begann also nach einer elektrischen Zahnbürste. Wer einmal vor der entsprechenden Regalwand in Drogerie oder Elektronikmarkt stand, weiß sicher: Das Angebot ist weniger Auswahl als vielmehr Überforderung. Eigenmarken, Mittelklassemodelle, Premiumgeräte mit Display, App und viel zu futuristischer Außenhülle. Zwischen vibrierenden Griffen und austauschbaren Bürstenköpfen drängt sich unweigerlich die Frage auf: Was brauche ich wirklich? Genau hier setzt die Oral-B iO Series 3 an – als „Einstiegsmodell“ in eine Produktfamilie, die sich bewusst als smartes Lifestyle-Gadget versteht.
Die iO-Serie markiert bei Oral-B einen deutlichen Schnitt mit der Vergangenheit. Statt rein mechanischer Rotation arbeitet sie mit einer magnetischen Antriebstechnologie, die Oszillationen mit feinen Mikrovibrationen kombiniert. Das klingt zunächst nach Marketing-Gerede, macht sich im Alltag jedoch sofort bemerkbar. Das Putzgefühl ist sanfter als bei älteren rotierenden Bürsten, zugleich spürbar gründlicher. Die Zähne fühlen sich nach dem Putzen spiegelglatt an – nicht nur für ein paar Minuten, sondern über Stunden bis zum Abend hinweg an. Dieser Effekt ist einer der stärksten Gründe, warum man bereits nach wenigen Tagen nicht mehr zur piefigen Handzahnbürste zurück will.
Optisch gibt sich die Series 3 angenehm zurückhaltend. Kein Display oder blinkende Animationen. Das Handstück ist in Schwarz, Blau oder Rosa erhältlich – in meinem Fall himmelblau. Die Oberfläche ist matt, liegt dank gummierter Elemente sicher in der Hand und ist robust verarbeitet. Dass sich die Bürste beim Ablegen auf glatten Flächen gerne selbstständig macht und vom Waschbeckenrand rollt, gehört zu den wenigen Alltagsmacken, die man schnell lernt zu umgehen.
Die Verpackung ist funktional und kompakt. Im rechteckigen Pappkarton liegen Handstück, Ladegerät, ein Bürstenkopf sowie ein kleiner Behälter für Ersatzköpfe ordentlich verstaut. Ein Reiseetui fehlt, was man bei diesem Preisbereich zwar zu verschmerzen ist – man unterwegs aber vermisst. In der Bedienung zeigt sich die Series 3 reduziert. Es gibt drei Putzmodi: „Tägliche Reinigung“, „Sensitiv“ und „Aufhellen“. Die Umschaltung erfolgt über die Ein/Aus-Taste, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, da kein Display die spezifische Rückmeldung gibt. Man merkt erst nach einigen Tagen, in welchem Modus man sich aktuell befindet. Praktisch ist jedoch, dass die Bürste sich den zuletzt verwendeten Modus merkt. Einmal eingestellt, bleibt man im bevorzugten Programm.
Herzstück der Funktionalität ist die integrierte Andruckkontrolle. Drückt man zu fest, leuchtet der Leuchtring sichtbar rot. Bei korrektem Druck bleibt er schimmernd weiß. Dieses Feedback ist wirkungsvoll simpel. Gerade Umsteiger:innen von der Handzahnbürste neigen dazu, viel zu viel Kraft einzusetzen. Gefahr durch Zahnfleischbluten! Die visuelle Warnung zwingt zur Umstellung der eigenen Putztechnik – ein Lernprozess, der sich unmittelbar auf das Zahnfleisch auswirkt. Ergänzt wird das durch einen Zwei-Minuten-Timer, der in 30-Sekunden-Intervallen signalisiert, wann der Quadrant gewechselt werden sollte. So findet jeder irgendwann seinen Drive: Oben rechts, unten links etc.
Was der Series 3 fehlt, ist die Bluetooth-Anbindung. Keine App mit Statistiken über Putzgewohnheiten. Während höhere iO-Modelle (ab 4) hier mit digitaler Begleitung aufwarten, bleibt die Series 3 analog. Das hat zwei Seiten: Wer gern Daten sammelt und Fortschritte visualisiert, könnte dies vermissen. Wer hingegen einfach nur seine Zähne gründlich putzen möchte, wird diese Reduktion vielleicht befreiend betrachten. Die Konzentration liegt vollständig auf der mechanischen Leistung – und die ist echt überzeugend.
Ein weiterer Punkt ist die Putzstärke: Sie lässt sich nicht individuell regulieren. Die drei Modi unterscheiden sich im Bewegungsprofil, nicht in fein justierbarer Intensität. Für die meisten Nutzer:innen dürfte das ausreichen, sensiblere Personen hätten sich hier vielleicht etwas mehr Abstufung gewünscht.
Die Akkulaufzeit gibt Oral-B offiziell mit bis zu 18 Tagen an – bei zweimal täglichem Putzen für je zwei Minuten. In der Praxis liegt sie eher zwischen zwölf und fünfzehn Tagen. Solide! Immerhin kündigt die Bürste ihren niedrigen Ladestand zuverlässig an: Der Power-Knopf blinkt rot, wenn es Zeit wird, die Ladestation aufzusuchen. Ein kompletter Ladevorgang dauert rund zwölf Stunden. Das ist lang, aber in der Realität kein ein Problem, da man die Bürste meist über Nacht lädt. Der Bürstenkopfwechsel funktioniert unkompliziert. Ein Klick, neuer Kopf drauf, fertig. Perfekt. Die spezielleren iO-Köpfe sind allerdings teurer als klassische Oral-B-Aufsätze, was man langfristig einkalkulieren sollte. Dafür sind sie speziell auf die magnetische Antriebstechnologie abgestimmt und tragen maßgeblich zum sauberen Putzgefühl bei.
Natürlich bleibt Raum für Kritik. Kein Reiseetui, keine App, keine Individualisierung der Putzstärke. Auch das Rollverhalten auf glatten Oberflächen ist ein kleines, aber reales Alltagsproblem. Doch all diese Punkte verblassen gegenüber der eigentlichen Aufgabe – der Reinigung. Und genau hier liefert die Oral-B iO Series 3 defintiv ab.
Unser Fazit zur „Oral-B iO Series 3“:
Die Oral-B iO Series 3 ist eine elektrische Zahnbürste für Menschen, die sich nach einem überzeugendes Putzerlebnis sehnen. Sie reinigt gründlich und fühlt sich zugleich sanft an. Ihr Design ist modern, passt aber den schmalen Grad zum Futurismus ab. Schwächen wie die mäßige Akkulaufzeit oder das fehlende Reiseetui ändern nichts am Kern: Diese Elektrische Zahnbürste macht genau das, was sie soll – und das besser als der Großteil ihrer Vorgänger und Markenkonkurrenten. Wer von der Handzahnbürste kommt und den Schritt in die elektrische Welt wagt, findet hier einen sehr überzeugenden Einstieg. Saubere Empfehlung von Uns!
Oral-B iO Series 3
Design - 90%
Handhabung - 95%
Preis/Leistung - 90%
Einrichtung - 95%
93%
Ausgezeichnet!
Die Oral-B iO Series 3 überzeugt durch ein simples wie funktionales Design deren Putzleistung über Stunden im kaufreudigen Alltag anhält.
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