Elektromobilität

Honda WN7: Hondas erstes Elektromotorrad startet mit 68 PS und CCS2-Ladung

Honda bringt mit der WN7 sein erstes vollwertiges Elektromotorrad auf den Markt. Das neue Modell tritt nicht als Leichtgewicht für die Kurzstrecke auf, sondern als ernstzunehmendes A2-Bike mit bis zu 50 kW Spitzenleistung, 100 Nm Drehmoment und Schnellladefunktion. Auf dem Papier klingt das nach einem spannenden Einstieg der Japaner in das Segment der E-Motorräder. Gleichzeitig zeigt die WN7 aber auch, wo die Grenzen elektrischer Zweiräder 2026 noch liegen.

Honda setzt auf A2-Power statt City-Spielzeug

Die Honda WN7 ist kein elektrischer Roller mit Motorradoptik, sondern klar als richtiges Motorrad positioniert. In der A2-Version liefert der wassergekühlte E-Motor 18 kW Dauerleistung und kurzzeitig bis zu 50 kW beziehungsweise 68 PS. Dazu kommen 100 Nm Drehmoment. Honda ordnet die Leistung damit auf dem Niveau eines 600er-Verbrenners ein. Zusätzlich gibt es auch eine schwächere 11-kW-Version für A1- oder B196-Fahrer.

Mit 217 Kilogramm fahrfertigem Gewicht bleibt die WN7 für ein E-Motorrad vergleichsweise handlich. Honda setzt dabei auf ein rahmenloses Konzept, bei dem die Batterie eine mittragende Rolle übernimmt.

Reichweite reicht für Alltag und Feierabendrunde

Beim Akku verbaut Honda eine fest integrierte Lithium-Ionen-Batterie mit 9,3 kWh und 349,44 Volt. Die offiziell angegebene Reichweite liegt bei 140 Kilometern nach WMTC.

Damit ist die WN7 klar kein Langstrecken-Bike. Für Pendelstrecken, Stadtverkehr und die spontane Feierabendrunde passt das Konzept aber deutlich besser. Genau dort dürfte auch die Stärke des Motorrads liegen: leises Fahren, spontaner Antritt und ein modernes Technikpaket ohne lokale Emissionen.

Typ 2 und CCS2 sind ein echtes Plus

Spannend wird es beim Laden. Honda setzt bei der WN7 nicht nur auf Typ 2 fürs Normalladen, sondern auch auf CCS2 für Schnellladestationen. Laut Hersteller dauert der Sprung von 20 auf 80 Prozent etwa 30 Minuten. Für eine vollständige Ladung nennt Honda bei Normalladung weniger als 2 Stunden und 30 Minuten.

Moderne Ausstattung mit RoadSync und vier Fahrmodi

Bei der Ausstattung liefert Honda ebenfalls ordentlich ab. Die WN7 bietet ein 5-Zoll-TFT-Display, Smartphone-Anbindung via Honda RoadSync, USB-C unter dem Sitz, automatisch rückstellende Blinker, LED-Licht samt Tagfahrlicht sowie vier Fahrmodi namens Sport, Standard, Rain und Econ. Dazu kommen eine einstellbare Rekuperation, Kurven-ABS, Traktionskontrolle und eine Rangierhilfe mit Vorwärts- und Rückwärtsfunktion bis 5 km/h.

Das Gesamtpaket zeigt, dass Honda die WN7 nicht als Technikdemo versteht. Das Motorrad soll ein vollwertiges Serienmodell sein, das im Alltag bestehen kann und sich auch für Fahrer interessant macht, die von einem Verbrenner umsteigen wollen.

Preis: Kein Schnäppchen zum Marktstart

Preislich ist die Honda WN7 allerdings alles andere als ein Einsteigerangebot. Honda nennt für die A2-Version in Deutschland 15.409 Euro.

Technische Eckdaten der Honda WN7

Die A2-Version der Honda WN7 kommt auf 50 kW Spitzenleistung, 18 kW Dauerleistung, 100 Nm Drehmoment, 129 km/h Höchstgeschwindigkeit und 140 Kilometer WMTC-Reichweite. Das fahrfertige Gewicht liegt bei 217 Kilogramm, die Sitzhöhe bei 800 Millimetern. Geladen wird per Typ 2 oder CCS2, die Batterie fasst 9,3 kWh.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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