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Invincible VS im Review: Blutiger Spaß für Serienfans

Superhelden-Spiele haben oft ein Problem: Sie wollen groß aussehen, dürfen aber selten wirklich dreckig werden. Invincible VS hat dieses Problem nicht. Das Spiel nimmt die Vorlage beim Wort, sie wirft dich direkt in eine Arena, in der Knochen, Blut und überzogene Gewalt ungefähr gleich häufig vorkommen.

Das passt. Denn Invincible war nie die nette Superheldenserie für den Sonntagnachmittag. Die Serie basiert auf den Comics von Robert Kirkman und dreht sich um Mark Grayson, einen Teenager, der entdeckt, dass er eigene Superkräfte besitzt. Sein Vater ist Omni-Man, der mächtigste Held der Erde. Klingt erst lanweilig, ist es aber nicht. Spoilerfrei gesagt: Wer glaubt, das sei nur „Superman mit Sohn“, wird überrascht werden.

Genau dieses Gefühl transportiert Invincible VS überraschend gut. Das hier ist kein gemütlicher Prügler, der nur bekannte Figuren auf den Bildschirm stellt und dann hofft, dass Fans schon glücklich sind. Es ist ein 3-gegen-3-Tag-Fighting-Game, das sich anfühlt, als hätte jemand die Brutalität der Serie genommen und sie in ein schnelles, technisch sauberes Kampfsystem gepackt.

Brutal, schnell und erstaunlich sauber

Schon nach den ersten merkt man: Invincible VS will nicht nur Fanservice sein. Die Kämpfe sind schnell, hart und angenehm direkt. Treffer haben Gewicht. Spezialattacken knallen mit übertriebenen Comic-Wucht ins Bild, die man aus der Serie kennt. Wenn hier jemand durch die Arena geprügelt wird, sieht das nach Invincible aus. – Die Figuren wechseln schnell rein und raus, Combos lassen sich mit Tag-Wechseln verlängern, und wer einmal den Rhythmus findet, bekommt diesen schönen Flow aus Angriff, Wechsel, Konter und noch mehr Gewalt. Das ist für mich der größte Pluspunkt. Invincible VS macht schnell Spaß, gibt einem aber trotzdem das Gefühl, besser werden zu können. Es ist kein stumpfes Button-Gehämmer. Klar, man kann sich am Anfang irgendwie durchboxen. Aber sobald man Assist-Angriffe, defensive Optionen und saubere Team-Kombinationen versteht, bekommt das Spiel weitere Optionen.

Die Serie steckt im Spiel

Die Figuren fühlen sich angenehm unterschiedlich an, und viele Moves passen gut zu ihren Rollen aus der Serie. Omni-Man tritt natürlich mit dieser widerlich souveränen Übermacht auf. Invincible wirkt direkter, jugendlicher, etwas roher. Atom Eve bringt andere Optionen mit, Rex Splode spielt angenehm chaotisch, und Battle Beast ist genau die Sorte Figur, bei der man schon beim Auswählen weiß: Gleich wird es unschön. Das Spiel bunt, laut, brutal und manchmal fast absurd überzeichnet. Genau darin liegt der Reiz. Invincible war immer dann am stärksten, wenn es klassische Superheldenbilder nimmt und sie mit voller Wucht gegen eine Betonwand setzt. Die Arenen und Animationen treffen diesen Stil gut. Die Super Moves sind übertrieben, blutig und kurz genug, um nicht nach der dritten Runde zu nerven. Niemand will in einem schnellen Fighter jedes Mal eine halbe Netflix-Folge anschauen, nur weil jemand eine Spezialattacke auslöst.

Das Kampfsystem hat coole Optionen

Auf dem Papier klingt 3v3 erst einmal nach Chaos. Drei Figuren pro Team, schnelle Wechsel, Assists, Combos, Konter. Das kann schnell in visuelle Reizüberflutung kippen. Invincible VS bleibt aber erstaunlich entspannt darin.

Wichtig ist unter anderem die Team-Zusammenstellung. Welche Figur startet? Wer bleibt als Absicherung hinten? Welche Assists ergänzen sich? Das Spiel lässt genug Raum zum Probieren. Nach ein paar Matches will man nicht einfach nur gewinnen, sondern eine Kombi sauber durchziehen, einen Wechsel besser timen oder eine Figur doch noch einmal anders einsetzen. Für Einsteiger ist das angenehm. Für Leute, die Fighting Games ernster nehmen, steckt hier der Reiz für mich.

Story-Modus: Nett, aber nicht der Hauptgrund

Der Story-Modus ist gut inszeniert und gibt Fans ein bisschen mehr Invincible-Futter. Trotzdem ist er nicht der Teil, wegen dem man monatelang über das Spiel reden wird. Er funktioniert als Einstieg, bringt Figuren zusammen, erklärt den Ton und liefert ein paar schöne Momente. Aber er ist eher eine Beilage als das Hauptgericht. Das ist nicht dramatisch, weil Invincible VS seine Stärke klar in den Kämpfen hat. Wer hier eine riesige Solo-Kampagne erwartet, wird nicht vermutlich nicht glücklich werden. Wer aber einen starken Versus-Fighter sucht, bekommt deutlich mehr geboten. Arcade, Training, lokale Matches und Online-Duelle tragen das Spiel besser als die Story allein. Und ja, ein bisschen mehr Einzelspieler-Inhalt hätte dem Paket gutgetan. Nicht als harte Kritik, eher als Wunsch. Das Fundament stimmt. Man merkt nur, dass hier noch Luft nach oben ist.

Online und Technik

Online fühlt sich Invincible VS erfreulich stabil an. Gerade bei einem Fighting Game ist das keine Nebensache, sondern Überlebensbedingung. Die Matches liefen bei mir sauber genug, um wirklich Spaß zu machen, und das ist bei einem schnellen Tag-Fighter entscheidend. Technisch wirkt das Spiel insgesamt rund. Es gibt kleinere Ecken, an denen Animationen oder Übergänge nicht ganz so edel aussehen aber das ist schon jammern auf hohem Niveau. Die Steuerung reagiert direkt, die Kämpfe bleiben lesbar, und die Präsentation trifft die Vorlage.

Für wen lohnt sich Invincible VS?

Invincible VS ist am stärksten für zwei Gruppen. Erstens für Fans der Serie, die schon immer sehen wollten, wie sich diese Figuren in einem richtigen Fighter schlagen. Zweitens für Fighting-Game-Spieler, die Lust auf einen schnellen, brutalen Tag-Fighter haben, ohne sich erst durch ein unnahbares System prügeln zu müssen. Wer nur wegen der Story kommt, sollte die Erwartungen etwas zügeln. Wer aber bereit ist, sich auf das Kampfsystem einzulassen, bekommt ein Spiel, das schnell zündet und danach nicht sofort leerläuft. Die 18 Figuren zum Start reichen für viele starke Kombinationen, auch wenn man merkt, dass das Spiel mit künftigen Erweiterungen noch deutlich wachsen kann.

Wertung

Invincible VS ist ein überraschend starker Lizenz-Fighter. Schnell, blutig, zugänglich und trotzdem tief genug, um länger dranzubleiben. Die Serie wird nicht nur als hübsche Verpackung benutzt, sondern steckt sichtbar im Tempo, in der Wucht und in der ganzen unangenehm schönen Brutalität des Spiels.

Der Story-Modus dürfte größer sein, und beim Umfang ist noch Platz nach oben. Aber das ändert wenig daran, dass die Kämpfe richtig gut funktionieren. Invincible VS fühlt sich nicht wie ein Pflichtprodukt zur Marke an.

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Disclaimer: Invincible VS wurde für den Test kostenlos für die Playststion 5 bereitsgestellt.

Invincible VS

Spielspaß - 88%
Gameplay - 74%
Grafik - 81%
Technik - 83%

82%

nvincible VS ist schnell, blutig, zugänglich und trotzdem unterhaltsam genug, um länger dranzubleiben. Die Serie wird nicht nur als hübsche Verpackung benutzt, sondern steckt sichtbar in der Spielidee

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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