
Alexa+ startet in Deutschland: Amazon macht die Sprachassistentin schlauer
Amazon bringt Alexa+ nach Deutschland. Die neue Version der Sprachassistentin startet ab sofort im Early Access und basiert auf generativer KI. Heißt übersetzt: Alexa soll nicht mehr nur starre Befehle abarbeiten, sondern natürlicher antworten, Zusammenhänge behalten und Aufgaben besser selbst erledigen. Also weniger „Alexa, mach exakt dies“ und mehr echtes Gespräch. Zumindest in der Theorie.
Early Access ist kostenlos
Zum Start ist Alexa+ in Deutschland kostenlos nutzbar. Nach der Early-Access-Phase wird es dann interessant: Für Prime-Mitglieder soll Alexa+ ohne Zusatzkosten enthalten sein. Wer kein Prime-Abo hat, zahlt später 22,99 Euro pro Monat. Das ist schon eine Ansage. Für eine Sprachassistentin, die früher vor allem Timer gestellt und beim Smart Home das Licht angemacht hat, ist das ein ziemlich dicker Preisschild-Klotz am Bein.
Alexa soll mehr selbst erledigen
Alexa+ soll Gespräche in natürlicher Sprache führen, Kontext verstehen und Aufgaben über mehrere Dienste hinweg erledigen. Amazon nennt unter anderem Restaurantreservierungen, Kalendertermine, Einkaufsfunktionen, Musik, Videos, Smart-Home-Steuerung und Routinen. In Deutschland sind zum Start unter anderem Amazon Music, Spotify, Apple Music, Prime Video, Audible, OpenTable sowie Smart-Home-Geräte von Philips, Ring, Bosch und Siemens eingebunden. Weitere Dienste wie The Fork, Tripadvisor, Kinoheld, GMX und Web.de sollen folgen.
Interessant ist vor allem die Smart-Home-Seite. Alexa+ soll mehrere Geräte mit einer Anfrage steuern und Routinen per Sprache erstellen können. Wer sagt, dass ihm kalt ist, soll nicht mehr zwingend eine feste Formel für das Thermostat aufsagen müssen. Alexa soll den Wunsch verstehen und passend reagieren. Genau da wird sich zeigen, ob das Ding wirklich schlauer ist oder nur selbstbewusster halluziniert.
So kommt man an Alexa+
Amazon nennt zwei Wege in den Early Access. Wer ein neues Echo-Gerät kauft, etwa Echo Show 8, Echo Show 11, Echo Dot Max oder Echo Studio, soll Alexa+ direkt nutzen können. Besitzer kompatibler Echo-Geräte können sich für eine Einladung registrieren. Die meisten Echo-Geräte sollen unterstützt werden, außerdem kompatible Fire-TV-Geräte. Eine Browser-Version ist ebenfalls geplant.
Datenschutz bleibt ein Thema
Natürlich läuft bei einer smarteren Alexa auch wieder die Datenschutzfrage mit. Amazon verweist auf das Alexa-Datenschutzportal und die Alexa-App. Dort lassen sich Interaktionen prüfen, Sprachaufnahmen verwalten und Einstellungen anpassen. Geräte mit Mikrofon oder Kamera bieten weiterhin entsprechende Abschaltmöglichkeiten. Eine KI-Assistentin, die mehr Kontext versteht und sich mehr merkt, ist praktisch. Aber eben auch genau die Sorte Technik, bei der man wissen will, was sie sich merkt und wo es landet.
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