Der knusprigste Test aller Zeiten – überzeugt der Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L?
Heiße Luft und viel dahinter?
Pommes, Wings und andere Snacks ganz ohne Ofen – nur mit der technischen Errungenschaft eines abgeschlossenen Behältnisses durch die Heißluft pfeift: Ist das schon die Zukunft oder nur ein fortschrittlicher Kochvorgang? Die „Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L“ gehört ziemlich eindeutig zur zweiten Kategorie. Wie knusprig sich unsere Kochvorgänge gewandelt haben und ob zwischen Hochglanzoptik, Touchscreen und Frittierkorb vielleicht Schwächen auszumachen sind – klärt unsere Review zum Airfryer.
Der erste Eindruck passt dazu. Komplett. Die Satisfry tritt in Schwarz mit gebürsteten Silberakzenten an, dazu eine glänzende Touch-Oberfläche, die sich über die Front zieht. Wirkt modern, ohne zu aufdringlich zu sein. Hinzu kommen noch die Griffe im mattem Champagner-Look. Die Verarbeitung ist durchweg sauber, nichts klappert oder wirkt billig. Mit ihren rund 44 x 39 x 31,5 cm fällt sie allerdings größer aus, als man zunächst vermutet. Wer wenig Platz auf seiner geplanten Arbeitsfläche hat, sollte das einplanen. Dafür stehen die Füße echt stabil – auch beim Herausziehen der Körbe bleibt alles sicher an Ort und Stelle. Ein kleiner optischer Makel: Die beiden Garkörbe sitzen nicht ganz bündig im Gehäuse – funktional fällt’s nicht ins Gewicht, fürs Auge aber sichtbar.
Das Herzstück sind natürlich die zwei separaten Garkammern. Zusammen kommen sie auf ein Fassungsvermögen von 9 Litern, was bereits einzeln locker für zwei Portionen reicht. Genau hier spielt das Gerät seinen größten Vorteil aus. Unterschiedliche Speisen parallel garen – etwa Pommes auf der einen Seite, Gemüse oder Fleisch u.a. Chicken Wings auf der anderen – funktioniert ohne großes Timing-Gefrickel. Per integrierter Sync-Funktion lassen sich beide Körbe so abstimmen, dass alles gleichzeitig fertig ist. Im Alltag spart das spürbar Zeit.
Die Bedienung bleibt hierbei angenehm unkompliziert. Ein Druck auf die Power-Taste, dann wählt man per „1“ oder „2“ den gewünschten Korb und tippt sich über die Menü-Taste durch die Programme. Eine klassische Menüstruktur gibt es nicht, stattdessen schaltet man linear durch die Optionen. Wirkt anfangs etwas ungewohnt, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Temperatur und Zeit lassen sich jederzeit, selbst im laufenden Betrieb, anpassen. Der Touchscreen reagiert zuverlässig, die beleuchteten Symbole sind gut ablesbar – auch aus einem Meter Entfernung. Nur manche Einstellungen könnten etwas klarer beschriftet sein, hier fehlt es gelegentlich an intuitiver Führung.
Technisch liefert die Satisfry genau das, was man in dieser Klasse erwartet. Die Temperaturspanne reicht von 40 bis 200 Grad Celsius, wodurch neben klassischem Frittieren auch Backen, Aufwärmen oder sogar Dörren möglich ist. Insgesamt stehen neun Programme bereit: Pommes, Steak, Fisch, Gemüse, Pizza, Hähnchen, Backen, Dörren und Aufwärmen. Ergänzt wird das Ganze durch praktische Funktionen wie eine Startverzögerung von bis zu 90 Minuten und eine Warmhaltefunktion, die fertige Speisen bis zu einer Stunde auf Temperatur hält. Nach Programmende schaltet sich das Gerät automatisch ab – ein wichtiges Detail in Sachen Sicherheit und Energieverbrauch.
Apropos Energie: Laut Hersteller arbeitet die Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L bis zu 43 Prozent effizienter als ein klassischer Backofen. Das merkt man im Alltag durchaus. Während der Ofen noch vorheizt, ist die erste Portion schon fertig. Möglich macht das die Rapid-Air-Technologie, bei der heiße Luft zirkuliert und die Speisen von allen Seiten gleichmäßig gart – ganz ohne zusätzliches Fett. Wobei man fairerweise sagen muss: Tiefkühlprodukte bringen meist genug Eigenfett mit, sodass das Ergebnis tatsächlich sehr nah an klassische Fritteusen herankommt.
Im Praxistest überzeugt das Gerät dann auch genau dort, wo es zählen muss. Pommes werden nach etwa 15 Minuten außen knusprig und innen weich, Nuggets gelingen zuverlässig – auch Grillgemüse – Paprika, Zucchini, Zuckerschoten – bekommt eine angenehme Röstnote. Interessant: Je nach Marke variieren die Ergebnisse sichtbar. Hochwertige Tiefkühlpommes wirken deutlich „fertiger“, während günstige Varianten eher blass bleiben. Hier lohnt sich ein bisschen Experimentieren.
Hilfreich ist dabei der integrierte Shake-Reminder. Zur Hälfte der Garzeit meldet sich das Gerät per gut hörbaren Piepton und Anzeige und erinnert daran, den Korb zu schütteln. Das wirkt zunächst fast verspielt, ist aber tatsächlich sinnvoll – die Bräune wird deutlich gleichmäßiger. Zieht man den Korb während des Betriebs heraus, pausiert der Garvorgang sofort. Ein Sicherheitsfeature, das man schnell zu schätzen lernt. Die Hitzeverteilung in beiden Kammern ist insgesamt gleichmäßig, auch wenn man das Gargut zwischendurch einmal wenden sollte. Das Betriebsgeräusch ist angenehm leise, ungefähr auf dem Niveau eines laufenden Ventilators.
Bei der Reinigung zeigt sich die Satisfry ebenfalls alltagstauglich. Die antihaftbeschichteten Körbe und Einsätze lassen sich leicht entnehmen und unter fließendem Wasser mit Spülmittel säubern. Hartnäckige Rückstände sind selten, und wenn doch, hilft die Spülmaschine. Laut Hersteller soll die Beschichtung auch nach vielen Spülgängen intakt bleiben – im Testzeitraum lässt sich das natürlich nur bedingt überprüfen, bislang gibt es aber keine Auffälligkeiten. Positiv: Die verwendeten Materialien sind PFAS-frei.
Während unserer Gar-Sessions wurde uns bewusst wie sehr ein Sichtfenster fehlt. Wer den Garprozess kontrollieren will, muss also den Korb herausziehen. Das ist dank der automatischen Pause zwar kein Problem, unterbricht aber den Ablauf etwas.
- IDEAL FÜR GROSSE FAMILIEN - Dieser große 9 Liter Airfryer mit zwei Fächen von je 4,5l Fassungsvolumen, 2.800 Watt, schwarzem und silbernem Design, einer Temperatureinstellung von 40-200°C und...
- DOPPELTER GENUSS, ZWEI KÖRBE - Verwende je nach Bedarf einen oder beide Körbe. Die Heißluftfritteuse läuft sehr leise und sorgt so für ein ruhiges Kocherlebnis ohne lautes Summen.
- FUNKTIONEN FÜR DIE SMARTE MAHLZEITZUBEREITUNG - Im Synchronisierungsmodus kann jeder Korb unterschiedliche Einstellungen haben, aber gleichzeitig fertig werden. Die Match-Funktion bietet identische...
Am Ende bleibt ein Gerät, das mich als kulinarischen Noob ohne jedwede Erfahrung mit Airfryern nicht schlagend wegstößt. Die „Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L“ liefert solide bis sehr gute Ergebnisse, ist einfach zu bedienen und bringt genug Funktionen mit, um im Alltag flexibel zu bleiben. Kleine Schwächen bei der Menüführung oder Optik fallen da kaum ins Gewicht. Zudem wäre eine Zange mit Plastikaufsatz hilfreich für das Rausfischen von Resten gewesen. Für rund 120 Euro bekommt man hier eine Heißluftfritteuse, die sich vor großen Marken wie Ninja oder Philips keinesfalls verstecken muss – und die vor allem eines gut kann: Kochen im Smart-Home schneller und unkomplizierter machen, ohne dabei an geschmacklicher Qualität einzubüßen.
Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L
Umfang - 8
Handhabung - 9.5
Preis/Leistung - 9.2
8.9
Ausgezeichnet!
Die „Russell Hobbs Satisfry Dual Basket 9L“ liefert schmackhafte Ergebnisse, ist leicht zu bedienen und auch für Einsteiger:innen sofort zugänglich. Für rund 120 Euro bekommt man ein Gerät, das mit Ninja oder Philips mithalten kann und Kochen spürbar vereinfacht.
Hier geht es zu unseren weiteren Tests.
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