
GoPro am Ende? Actioncam-Pionier prüft Verkauf
Der Actioncam-Hersteller prüft offiziell strategische Optionen. Dazu gehören auch ein möglicher Verkauf oder eine Fusion. Der Verwaltungsrat hat einen entsprechenden Prüfprozess gestartet, nachdem mehrere unaufgeforderte Anfragen eingegangen sein sollen. Ganz so freiwillig klingt das nicht. Eher nach: Die Hütte brennt, aber immerhin steht noch jemand mit Kaufinteresse vor der Tür.
Schwache Zahlen, harter Wettbewerb
Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. GoPro kämpft seit Jahren mit sinkender Nachfrage, Fails, starker Konkurrenz durch DJI und Insta360 sowie immer besseren Smartphone-Kameras. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um 26 Prozent. Gleichzeitig fiel der Verlust größer aus als im Vorjahr. Auch die Erlöse aus Hardware, Abos und Services gingen zurück. GoPro hatte zuletzt bereits einen Umbau angekündigt. Laut weiteren Quellen sollen rund 23 Prozent der Belegschaft gestrichen werden. Das betrifft etwa 145 Jobs. Der Sparkurs soll helfen, die Kosten zu senken und das Unternehmen wieder stabiler aufzustellen.
Hoffnung durch Profi- und Spezialkameras
Ganz tot ist die Marke damit aber nicht. GoPro versucht sich gerade neu zu positionieren. Mit der Mission-1-Serie zielt das Unternehmen stärker auf professionelle Anwendungen, Filmemacher, Industrie, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Genau dort scheint es auch Interesse von außen zu geben. Ob daraus wirklich ein Verkauf wird, ist offen. GoPro spricht nur von einer Prüfung strategischer Alternativen.
via winfuture
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