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Citroën holt die „Ente“ zurück

Citroën macht Ernst mit der Nostalgie-Schublade. Die „Ente“ kommt zurück. Also nicht als knatternder Blech-Frosch mit Stoffdach, schaukelndem Fahrwerk und dieser herrlich trotzigen „Ich-bin-halt-so“-Haltung. Sondern als neues Elektroauto, das den Geist des legendären Citroën 2CV in die Gegenwart holen soll.

Konkret kündigt Citroën ein neues Modell an, das im Rahmen des Stellantis-Strategieplans FaSTLAne 2030 entwickelt wird. Der neue 2CV soll elektrisch, einfach, vielseitig und bezahlbar werden. Weitere Details will Citroën auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 zeigen.

Nicht einfach Retro-Kitsch

Spannend ist dabei, wie vorsichtig Citroën selbst formuliert. Der neue Wagen soll sich am Geist des Originals orientieren, aber keine reine Nostalgie-Nummer werden. Das ist wichtig. Denn der alte 2CV war nie dafür gebaut, später auf Tassen, Postkarten und in studentischen Erinnerungen zu landen. Er sollte schlicht Mobilität für viele Menschen möglich machen.

Genau diesen Gedanken will Citroën offenbar wieder aufgreifen. Es geht um Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und eine eigene Persönlichkeit. Also im besten Fall nicht um den nächsten elektrisch aufgepumpten Lifestyle-Kasten mit Retro-Augenaufschlag, sondern um ein Auto, das bewusst einfacher gedacht ist. Mal sehen, ob der Konzern das am Ende wirklich durchzieht.

Die Ente war nie normal

Der 2CV haut es auch zu Asterix geschafft

Der ursprüngliche Citroën 2CV wurde von 1949 bis 1990 gebaut und gehört zu den Autos, die man sofort erkennt. Nicht, weil sie schön im klassischen Sinn waren. Eher, weil sie Charakter hatten. Viel Charakter. Vielleicht sogar zu viel davon. Aber genau deshalb blieb die Ente hängen.

Der Name ist deshalb kein kleines Detail. Wer 2CV sagt, hat Bilder im Kopf: dünne Türen, rundliche Kotflügel, Faltdach, minimalistische Technik, dieses typische Schaukeln in Kurven. Ein Auto, das nie so tat, als sei es größer, stärker oder wichtiger als es war. Vielleicht ist genau das heute wieder interessant, wo selbst Kleinwagen oft so tun, als müssten sie gleich eine Mondmission leiten und was für Bond ausreichend ist kann ja nur gut sein.

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Elektro-Ente für die Stadt

Citroën spricht von einer neuen Kategorie erschwinglicher kompakter Elektrofahrzeuge. Das neue Modell soll auf urbane Anforderungen und moderne Elektromobilität zugeschnitten sein. Der alte 2CV demokratisierte einst einfache Mobilität, der neue soll Elektromobilität für eine neue Generation begehrenswert machen. So beschreibt es Citroën-Chef Xavier Chardon in der Ankündigung.

Kleine, leichtere und bezahlbare Elektroautos wären deutlich spannender als der nächste schwere SUV mit Akku-Bauch und Touchscreen. Gerade Citroën könnte hier eigentlich punkten. Die Marke hat mit dem Ami bereits gezeigt, dass man kleine Mobilität auch anders denken kann. Der neue 2CV müsste aber mehr Auto sein als der Ami und gleichzeitig deutlich cleverer als ein normaler Kleinwagen mit Retro-Maske.

Viel Name, wenig Daten

Noch bleibt vieles offen. Citroën nennt keinen Preis, keine Reichweite, keine Plattform, keine Akkugröße und keinen Marktstart. Sicher ist nur: Die Marke arbeitet an einem elektrischen Modell, das den 2CV-Gedanken neu interpretieren soll. Die Bühne dafür wird der Pariser Autosalon im Oktober 2026.

Jetzt muss Citroën nur noch beweisen, dass aus diesem Namen mehr wird als ein hübsches Pressefoto mit Retro-Duft.

Quelle: Stellantis

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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