
Hui, da legt Amazfit aber ein Tempo an den Tag, vorhin habe ich noch über die Vorstellung berichtet, nun ist es offiziell: Die Amazfit Balance und Balance Ultra kommen auch zu uns.
Mit der Amazfit Balance Ultra und der Amazfit Balance 3 bringt der Hersteller neue Premium-Sportuhren nach Europa, die sich vor allem an Nutzer richten, die Kraft- und Ausdauertraining kombinieren. Der Fokus liegt klar auf Hybridtraining, HYROX-Vorbereitung, Regeneration und detaillierter Trainingsanalyse.
Leichtes Gehäuse und helles Display
Trotz der vieler Funktionen sollen die neuen Uhren leicht bleiben. Die Amazfit Balance Ultra wiegt 57 Gramm. Die Balance 3 kommt je nach Ausführung auf 62 Gramm in Edelstahl und 55 Gramm in Titan.
Alle Modelle setzen auf ein 1,5 Zoll großes AMOLED-Display mit bis zu 3.000 Nits Helligkeit. Damit sollen Trainingsdaten auch bei direkter Sonne gut ablesbar bleiben. Das Display wird durch Saphirglas geschützt und soll sich auch mit verschwitzten Händen oder Handschuhen bedienen lassen. Gerade bei HYROX ist das kein nettes Extra, sondern ziemlich nah an der Realität.
Dazu kommen eine integrierte Taschenlampe, Dual-Band-GPS mit Unterstützung von sechs Satellitensystemen und Offline-Karten. Der neue Prozessor soll Karten deutlich schneller generieren und aktualisieren. Amazfit nennt außerdem Zertifizierungen nach Militärstandard.
Akkulaufzeit bis zu 30 Tage
Die Amazfit Balance Ultra soll bei typischer Nutzung bis zu 30 Tage durchhalten. Die Balance 3 kommt auf bis zu 21 Tage. Bei aktiviertem GPS nennt Amazfit bis zu 50 Stunden für die Balance Ultra und bis zu 41 Stunden für die Balance 3.
Das ist besonders wichtig, wenn Training, Schlaf, Erholung und Wettkampf lückenlos erfasst werden sollen.
Amazfit zielt auf HYROX und Hybridtraining
Die neuen Modelle sind nicht einfach nur klassische Fitnessuhren mit ein paar zusätzlichen Sportmodi. Amazfit positioniert die Balance Ultra und Balance 3 ausdrücklich für Hybrid-Sportarten, bei denen Ausdauer und Kraft zusammenkommen. Das passt zur Zusammenarbeit mit HYROX, bei der Amazfit als offizieller Technologiepartner auftritt.
Nutzer bekommen Zugriff auf eine Bibliothek mit Hybrid-Trainingsplänen. Diese lassen sich in der Zepp-App einsehen, bearbeiten und direkt auf die Uhr übertragen. Damit sollen sich unter anderem HYROX-Wettkämpfe strukturierter vorbereiten lassen. Dazu kommen Stoppuhrfunktionen für einzelne Übungen, Workout-Vorschauen und eine Übersicht über die bereits verstrichene Zeit.
Training Balance zeigt Kraft und Ausdauer im Verhältnis
Eine zentrale neue Funktion heißt Training Balance. Sie soll zeigen, ob das zuletzt absolvierte Training eher auf Kraft oder Ausdauer ausgelegt war. Gleichzeitig können Nutzer sehen, wie sich das Verhältnis über die Woche oder über längere Zeiträume entwickelt.
Die Uhr gibt anschließend Empfehlungen, ob beim nächsten Training eher Kraft, Ausdauer oder Erholung im Vordergrund stehen sollte. Das ist vor allem für alle interessant, die nicht einfach planlos Kilometer sammeln oder Gewichte schubsen wollen, sondern ihr Training sauber abstimmen möchten.
Hybrid Charge bewertet Erholung umfassender
Mit Hybrid Charge führen die neuen Amazfit-Uhren ein erweitertes Regenerationsmonitoring ein. Dabei werden nicht nur klassische Messwerte berücksichtigt, sondern auch subjektive Faktoren. Neben Trainingsbelastung, Schlaf, Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität, Herzfrequenzerholung, VO2max und Laktatschwelle fließen auch Angaben wie Stimmung nach dem Aufwachen, psychisches Wohlbefinden, Arbeitsbelastung oder Ernährung ein.
Amazfit nennt diesen Bereich Life Load. Die Idee dahinter ist sinnvoll: Erholung hängt nicht nur davon ab, wie hart das Training war. Wer schlecht schläft, Stress im Job hat oder sich mies ernährt, startet eben nicht mit frischem Akku in die nächste Einheit. Schön, dass eine Sportuhr das langsam auch mal offiziell zugibt.
HYROX-Strategien mit virtuellem Pacer
Für HYROX-Athleten bieten die Balance Ultra und Balance 3 zusätzliche Spezialfunktionen. Die Uhren unterstützen die drei HYROX-Modi Training, PFT und Race. Neu ist die Möglichkeit, personalisierte Strategien für bestimmte Wettkämpfe zu erstellen.
In der Zepp-App können Nutzer unter anderem Veranstaltungsorte wie Berlin, Barcelona, London oder Warschau auswählen. Die Strategie berücksichtigt dann die tatsächliche Streckenführung, die Größe der ROX-Zone, die Rennart und die gewünschte Zielzeit. Daraus berechnet die Uhr Zeiten für Laufabschnitte und Trainingsstationen.
Der integrierte virtuelle Pacer zeigt während des Rennens, ob man im Vergleich zum Plan Zeit gewinnt oder verliert. Für HYROX ist das ziemlich praktisch, weil es eben nicht nur ums Laufen geht. Wer an einer Station komplett explodiert, kann seine schöne Pace-Tabelle direkt in die Tonne drücken.
Genauere Analyse nach dem Rennen
Nach einem HYROX-Rennen liefern die neuen Modelle eine detaillierte Auswertung. Nutzer sehen, wie viel Zeit sie insgesamt beim Laufen, an den Übungen und in der ROX-Zone verbracht haben. Auch Zeiten pro Kilometer und pro Station werden angezeigt. Dazu kommen Angaben zur durchschnittlichen und maximalen Herzfrequenz sowie zur kumulativen Endzeit.
Damit rückt Amazfit stärker in Richtung ernsthafte Trainingsauswertung. Nicht nur: „Du warst aktiv, Glückwunsch.“ Sondern eher: „Hier hast du Zeit verloren, hier war dein Puls im roten Bereich, hier warst du eigentlich ganz gut.“ Deutlich hilfreicher. Auch wenn es manchmal wehtut.
Zepp OS 6, offene Plattform und NFC
Die neuen Modelle laufen mit Zepp OS 6 und arbeiten mit der kostenlosen Zepp-App zusammen. Dort werden auch neue Analysefunktionen eingebunden. Die überarbeitete Oberfläche mit kommenden Funktionen soll laut Amazfit mit einem Update Mitte Juni erscheinen. Der endgültige Termin kann sich noch ändern.
Das Ökosystem bleibt offen. Die Daten lassen sich unter anderem mit Strava, adidas Running, Komoot, TrainingPeaks, Relive, Apple Health, Google Health Connect und Intervals.icu synchronisieren. Zubehör wie der Amazfit Helio Ring oder Helio Strap kann ebenfalls angebunden werden. Auch Brustgurte, Leistungsmesser, Trittfrequenzsensoren und Stryd-Geräte werden unterstützt.
In Europa bieten die Uhren außerdem NFC-Zahlungen. Insgesamt stehen mehr als 180 Sportmodi zur Verfügung.
Preise und Verfügbarkeit
Die Amazfit Balance Ultra erscheint ausschließlich in Titan und startet bei 599,90 Euro. Sie soll Ende Juni /Anfang Juli in den Handel kommen.
Die Amazfit Balance 3 kostet in der Edelstahl-Version 369,90 Euro. Die Titan-Version liegt bei 449,90 Euro. Die Edelstahl-Variante soll ebenfalls Ende Juni / Anfang Juli starten, das Titan-Modell einige Wochen später. Je nach europäischem Land kann der genaue Verkaufsstart abweichen.
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