
Amazfit schiebt seine neuen Sportuhren noch stärker in Richtung HYROX und Hybridtraining. Kurz vor der HYROX-Weltmeisterschaft 2026 in Stockholm hat der Hersteller ein neues Hybrid-Trainingssystem vorgestellt, das Zepp-App, Balance 3 und Balance Ultra enger miteinander verzahnt. Im Kern geht es nicht mehr nur darum, Schritte, Puls und Schlaf hübsch in Diagramme zu kippen. Amazfit will Training, Erholung, Kraft, Ausdauer und Alltagsbelastung in ein gemeinsames System packen. Klingt nach viel. Ist es auch. Aber genau da wird es für HYROX-Athleten interessant.
Zepp-App wird zur Trainingszentrale
Die Zepp-App bekommt dafür neue Analyse- und Trainingsfunktionen. Training Balance und Wöchentlicher Fokus sollen zeigen, ob die eigenen Einheiten eher Kraft oder Ausdauer bedienen und welche Trainingsart in den kommenden Tagen sinnvoll wäre. Nach jedem Training kann der Ermüdungsgrad zusätzlich über subjektive Rückmeldungen angepasst werden. Dazu kommt Hybrid Charge. Diese Funktion soll den aktuellen Energiebedarf und die Belastbarkeit für Hybridtraining berechnen. Dafür fließen Trainingsbelastung, Aktivitäten außerhalb des Sports, Schlaf, Erholung und Stressfaktoren ein. 
Trainingsbibliothek für HYROX
Für HYROX-Athleten gibt es außerdem eine eigene Trainingsbibliothek. Daraus lassen sich verschiedene Hybrid-Workouts auf die Amazfit Balance 3 und Balance Ultra übertragen. Amazfit nennt unter anderem Simulationen für die erste und zweite Hälfte eines HYROX-Rennens. Damit soll die Vorbereitung näher an den echten Wettkampf rücken, statt einfach nur stumpf „Laufen plus bisschen Kraft“ in den Kalender zu werfen. Die neuen Funktionen laufen in den Modi „HYROX Training“ und „HYROX Race“. Dort wird das Ganze dann noch konkreter. Die Uhren sollen Athleten nicht nur beim Training begleiten, sondern auch beim eigentlichen Rennen helfen.
Virtueller Pacer für HYROX-Rennen
Eine der spannendsten Funktionen ist HYROX Virtual Pace. Der virtuelle Pacer zeigt während des Rennens an, ob man der eigenen Zielstrategie voraus ist oder hinterherhängt. Dabei geht es nicht nur um die Laufabschnitte, sondern auch um die Trainingsstationen.
Analyse nach dem Wettkampf
Nach dem Rennen liefern Balance 3 und Balance Ultra detaillierte Auswertungen. Amazfit will dabei nicht nur die eigenen Daten darstellen, sondern diese auch mit Informationen anderer Teilnehmer vergleichen. Dadurch sollen Athleten besser erkennen, wo sie Zeit gewonnen oder verloren haben. Also nicht nur das übliche „War hart, war gut, nächstes Mal schneller“, sondern eine genauere Aufschlüsselung nach Laufabschnitten und Stationen.

Amazfit rückt näher an ambitionierte Sportler
Mit dem neuen System zeigt Amazfit wohin die Reise geht. Die Marke will nicht mehr nur als günstige Alternative zu Garmin, Polar oder Coros wahrgenommen werden. Mit Balance 3, Balance Ultra, Zepp-App, Helio Strap und Helio Ring baut Amazfit Schritt für Schritt ein eigenes Sport-Ökosystem auf. Ob Amazfit damit wirklich die etablierten Sportuhrenmarken nervös macht, wird nicht allein an der Feature-Liste hängen. Entscheidend ist, wie präzise die Daten im Alltag sind, wie gut die Empfehlungen funktionieren und ob die App nicht irgendwann in Analyse-Wahnsinn ertrinkt.
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