
Jackery baut sein Portfolio für private Notstromlösungen deutlich aus. Neben drei neuen HomePower-Systemen stellt das Unternehmen mit dem FridgeGuard eine besonders schmale Backup-Batterie vor, die direkt für den Einsatz am Kühlschrank gedacht ist. Das Gerät misst nur 6,6 Zentimeter in der Tiefe, wiegt rund 10,5 Kilogramm und kann stehend, liegend oder an der Wand montiert werden. Damit zielt Jackery nicht auf die klassische Powerstation in der Garage, sondern auf ein Gerät, das dauerhaft in der Küche bleiben darf.
FridgeGuard soll Kühlschränke absichern
Technisch setzt der FridgeGuard auf 1.024 Wh Kapazität und eine Dauerleistung von 800 Watt. Für Lastspitzen, etwa beim Anlaufen eines Kühlschrank-Kompressors, nennt Jackery eine Spitzenleistung von 1.600 Watt. Die Umschaltung bei Stromausfall soll innerhalb von 10 Millisekunden erfolgen. Dazu kommen ein automatischer Bypass-Modus, Schutz vor Netzproblemen und Überspannung sowie eine Erweiterungsmöglichkeit per Zusatzakku.
Laut Jackery reicht die Kapazität für bis zu 15 Stunden Kühlschrankbetrieb. Mit Erweiterungsakku sollen bis zu 30 Stunden möglich sein. Neben Kühlschränken nennt das Unternehmen auch Homeoffice-Setups, Aquarien oder CPAP-Geräte als mögliche Einsatzbereiche. Gerade bei medizinisch relevanten Geräten sollte man aber sehr genau prüfen, ob die eigene Kombination wirklich passt.
Drei neue HomePower-Systeme
Neben dem FridgeGuard bringt Jackery drei neue Systeme der HomePower-Serie: HomePower 3600 Pro Max, HomePower 2000 Plus v2 und HomePower 1000 v2. Alle Modelle setzen auf LiFePO4-Akkus. Jackery spricht von mindestens 70 Prozent Restkapazität nach 6.000 vollständigen Ladezyklen und einer durchschnittlichen Lebensdauer von rund 16 Jahren.
Das große Modell HomePower 3600 Pro Max ist für mehr als nur ein paar Kleingeräte gedacht. Die Basis bietet 3.584 Wh Kapazität und 4.000 Watt Ausgangsleistung. Mit Zusatzakkus lässt sich das System laut Hersteller auf bis zu 43 kWh erweitern. Damit sollen sich zentrale Verbraucher wie Kühlschrank, Router, Waschmaschine, Wassererhitzer oder Klimaanlage bei längeren Ausfällen weiter betreiben lassen. Das System unterstützt 120V- und 240V-Betrieb, was klar zeigt: Die aktuelle Ankündigung richtet sich erst einmal an den US-Markt.
Vom Homeoffice bis zum halben Haushalt
Der HomePower 2000 Plus v2 ist die mittlere Lösung. Er startet mit 2.048 Wh Kapazität, lässt sich auf bis zu 12 kWh erweitern und bietet 2.400 Watt Ausgangsleistung sowie 4.800 Watt Spitzenleistung. Laut Jackery kann die Basiseinheit einen typischen Kühlschrank bis zu 48 Stunden oder eine Klimaanlage rund 2,5 Stunden betreiben. Solar kann mit bis zu 800 Watt eingespeist werden, eine vollständige Ladung soll damit in rund drei Stunden möglich sein.
Der HomePower 1000 v2 richtet sich stärker an Homeoffice und digitale Dauerläufer. Er bietet 1.024 Wh Kapazität, 1.500 Watt Ausgangsleistung, 3 kV Überspannungsschutz und eine Umschaltung unter 10 Millisekunden. Damit will Jackery klassische Desktop-USVs nicht nur ersetzen, sondern deutlich übertreffen. Statt nur ein paar Minuten zum Speichern offener Dateien soll das System Router, Laptop und PC deutlich länger am Leben halten.
Die neuen Modelle im Überblick
| Modell | Kapazität | Leistung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Jackery FridgeGuard | 1.024 Wh | 800 W, 1.600 W Spitze | Kühlschrank-Backup, 10 ms UPS, bis zu 15 Stunden Laufzeit |
| HomePower 3600 Pro Max | 3.584 Wh, erweiterbar bis 43 kWh | 4.000 W | Multi-Room-Backup, 120V/240V, optional mit Manual Transfer Switch |
| HomePower 2000 Plus v2 | 2.048 Wh, erweiterbar bis 12 kWh | 2.400 W, 4.800 W Spitze | Skalierbare Notstromlösung, bis zu 800 W Solarinput |
| HomePower 1000 v2 | 1.024 Wh | 1.500 W | Für Homeoffice, Router, PC und empfindliche Elektronik |
Preise und Verfügbarkeit
Der Jackery FridgeGuard startet zunächst in den USA. Der reguläre Preis liegt bei 699,99 US-Dollar.
Die HomePower-Serie soll ab dem 23. Juni 2026 über Jackerys Website und Amazon verfügbar sein. Der HomePower 3600 Pro Max kostet regulär 2.999 US-Dollar, der HomePower 2000 Plus v2 liegt bei 1.799 US-Dollar und der HomePower 1000 v2 bei 849 US-Dollar. 
Spannend, aber vorerst sehr US-lastig
Trotzdem zeigt Jackery ziemlich deutlich, wohin die Reise geht. Notstrom soll nicht mehr nur ein schwerer Klotz im Keller oder eine lriesen Kiste in der Garage sein. Es wird wohnlicher, modularer und stärker auf konkrete Alltagsszenarien zugeschnitten. Kühlschrank, Router, Homeoffice, Klimaanlage. Wobei ich nicht glaube, dass wir aktuell ein doch stabiles Netz hier bei uns haben, aber sicher ist sicher. Wie seht ihr das?
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