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Carl’s Doomsday Scenario: Noch mehr Dungeon, noch mehr Donut, noch weniger Hose

Diese Woche ist mit Carl’s Doomsday Scenario: Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe der zweite Band von Dungeon Crawler Carl auf Deutsch erschienen. Die deutsche Ausgabe kam am 24. Juni 2026 heraus, übersetzt wurde sie von Ruggero Leo. Der Verlag führt das Buch als Paperback für 18 Euro und als E-Book für 14,99 Euro, aktuell zum Einführungspreis von 5,99 Euro.

Nach dem völlig bekloppten, aber erstaunlich cleveren Auftakt geht es für Carl und seine Perserkatze Princess Donut direkt weiter in die nächsten Level. Die Trainingsphase ist vorbei, die Zuschauerzahlen schießen nach oben und der Dungeon wird endgültig zur mörderischen Realityshow mit Loot, Leveln, Monstern und einer KI, die vermutlich auch in einem Support-Chat arbeiten könnte: freundlich im Ton, aber innerlich komplett kaputt. Schauplatz ist diesmal die Oberstadt, eine verwüstete Metropole, in der unter anderem ein Zirkus mit Untoten, ein alter Zauber und jede Menge Chaos warten. Und ja, Carl hat immer noch keine Hose.

Was ist LitRPG überhaupt?

LitRPG steht für Literary Role Playing Game. Gemeint sind Romane, die klassische Fantasy, Science-Fiction oder Abenteuer mit Mechaniken aus Rollenspielen verbinden. Figuren steigen Level auf, bekommen Fähigkeiten, sammeln Ausrüstung, erfüllen Quests und werden oft von Statusfenstern, Achievements oder Systemmeldungen begleitet. Im besten Fall fühlt sich das nicht wie eine Tabellenkalkulation mit Orks an, sondern wie ein Roman, der die Sprache von Games versteht. Dungeon Crawler Carl ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel: Es nutzt XP, Skills, Loot und Dungeon-Regeln nicht nur als Deko, sondern als Motor für Handlung, Humor und Eskalation.

Kurz-Review

Carl’s Doomsday Scenario macht genau das, was ein zweiter Band machen soll: Es dreht den Wahnsinn hoch, ohne den Kern zu verlieren. Carl bleibt der widerwillige Überlebenskünstler, der eigentlich nur nicht sterben will, während Princess Donut weiterhin jede Szene klaut, als hätte sie dafür einen Charisma-Bonus von absurd hoch gewürfelt. Der Humor ist derb, schnell und oft herrlich bescheuert,.Besonders stark ist, dass Band 2 die Welt nicht einfach nur größer macht, sondern fieser. Die Oberstadt wirkt weniger wie ein neues Level und mehr wie ein kaputtes Spielbrett, auf dem jemand ständig die Regeln ändert. Dadurch bleibt die Geschichte in Bewegung. Es gibt Action, absurde Gegner, böse Systemwitze und diese schöne Mischung aus Panik und Popcorn, die schon den ersten Band getragen hat.

Wer mit LitRPG nichts anfangen kann, wird hier vermutlich nach 30 Seiten mit blutender Stirn an der Wand lehnen und fragen, warum eine Katze so viel Screentime bekommt. Wer Band 1 mochte, bekommt dagegen genau den nächsten Treffer: lauter, gefährlicher, noch bekloppter und mit genug Herz unter dem ganzen Dungeon-Dreck.

Dungeon Crawler Carl Serie bereits in Arbeit

Auch für den Bildschirm ist Dungeon Crawler Carl bereits eingeplant. Eine Live-Action-Serie befindet sich bei Peacock in Entwicklung, produziert wird das Ganze unter anderem von Seth MacFarlanes Fuzzy Door. Als Autor und Executive Producer ist Chris Yost an Bord, der unter anderem an Thor: Ragnarok und The Mandalorian beteiligt war.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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