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GoPro zieht bei seiner ungewöhnlichsten Kamera-Neuheit des Jahres endlich den Termin enger. Die GoPro Mission 1 Pro ILS soll im September 2026 auf den Markt kommen. Einen konkreten Tag nennt das Unternehmen zwar weiterhin nicht, der ursprünglich nur für das dritte Quartal angekündigte Start ist damit aber zumindest auf einen Monat eingegrenzt.
Wer bei GoPro automatisch an eine kleine Actioncam mit fest verbautem Ultraweitwinkel denkt, muss bei der Mission 1 Pro ILS ohnehin etwas umdenken. Die Kamera besitzt ein Micro-Four-Thirds-Bajonett und unterstützt laut GoPro mehr als 300 Objektive. Im Inneren arbeitet ein 50-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format, kombiniert mit dem GP3-Prozessor. Videos sind unter anderem mit bis zu 8K möglich.
Was unterscheidet die Mission 1 Pro ILS von der Mission 1 Pro?
Technisch sind sich Mission 1 Pro und Mission 1 Pro ILS überraschend ähnlich. Beide nutzen denselben 50-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format und den neuen GP3-Prozessor. Der entscheidende Unterschied sitzt vorne: Während die normale Mission 1 Pro mit einem fest verbauten GoPro-Objektiv arbeitet, besitzt die Mission 1 Pro ILS ein Micro-Four-Thirds-Bajonett für Wechselobjektive. GoPro spricht von mehr als 300 kompatiblen Objektiven sowie zusätzlichen Möglichkeiten über Adapter. Damit lässt sich die ILS wesentlich flexibler an unterschiedliche Drehsituationen anpassen – vom Weitwinkel bis zum Tele. Dafür verliert sie allerdings einen klassischen GoPro-Vorteil: Die normale Mission 1 Pro ist bis 20 Meter wasserdicht, die ILS aufgrund des offenen Objektivsystems lediglich spritzwassergeschützt. Auffällig ist außerdem der Preis: Beide Pro-Modelle kosten offiziell 699,99 US-Dollar.
| Merkmal | GoPro Mission 1 Pro | GoPro Mission 1 Pro ILS |
|---|---|---|
| Sensor | 50 MP, 1 Zoll | 50 MP, 1 Zoll |
| Prozessor | GP3 | GP3 |
| Objektiv | fest verbaut | wechselbar |
| Anschluss | – | Micro Four Thirds |
| Objektivauswahl | festes GoPro-Objektiv | über 300 MFT-Objektive + Adapter |
| Maximale Videoauflösung | bis 8K | bis 8K |
| Stabilisierung | HyperSmooth | HyperSmooth |
| Wasserschutz | bis 20 Meter wasserdicht | spritzwassergeschützt* |
| Zielgruppe | Action, Reisen, Creator | Filmemacher, professionelle Rigs |
| Preis USA | 699,99 US-Dollar | 699,99 US-Dollar |
| Verfügbarkeit | bereits erhältlich | September 2026 |
* Mit entsprechend geeignetem Objektiv beziehungsweise Setup.
Unterm Strich ist die Mission 1 Pro ILS also keine grundsätzlich leistungsfähigere Mission 1 Pro, sondern die deutlich flexiblere Variante für Filmemacher. Wer eine typische robuste GoPro zum Einschalten und Losfilmen sucht, dürfte mit der normalen Pro besser bedient sein. Wer dagegen verschiedene Brennweiten, Cine-Objektive oder ein größeres Kamera-Rig einsetzen möchte, bekommt mit der ILS erstmals eine GoPro, die sich ziemlich weit von der klassischen Actioncam entfernt.
GoPro will stärker zu den Filmemachern
Damit ist die Mission 1 Pro ILS weniger die nächste klassische GoPro für den Fahrradhelm und eher eine winzige Cinema-Kamera für Filmemacher und Content Creator. Interessant ist dabei allerdings eine Einschränkung: Autofokus gibt es nicht. Die Schärfe muss über das verwendete Objektiv beziehungsweise entsprechendes Follow-Focus-Zubehör manuell kontrolliert werden.
Neu angekündigt wurde außerdem die GoPro Mission Monitor App für iPhone und iPad. Damit lässt sich das Bild der Kamera auf einem größeren Display kontrollieren. Gerade bei professionelleren Aufbauten dürfte das deutlich praktischer sein als die Kontrolle ausschließlich über das kleine Kameradisplay.
Die Mission 1 Pro ILS selbst wiegt ohne Objektiv nur rund 197 Gramm. Mit entsprechendem Objektiv soll das Gehäuse zudem gegen Spritzwasser geschützt sein. Komplett wasserdicht wie klassische GoPro-Actioncams ist das System aufgrund des Wechselobjektiv-Bajonetts allerdings nicht.
Mission 1 Pro ILS kostet 699 Dollar
Beim Preis macht GoPro zwischen der normalen Mission 1 Pro und der ILS-Variante (in den USA) überraschenderweise keinen Unterschied. In den USA werden 699 US-Dollar regulär beziehungsweise 599 US-Dollar für GoPro-Abonnenten aufgerufen. Einen endgültigen deutschen Verkaufspreis für den September-Start hat GoPro bislang nicht separat bestätigt.
Die normale Mission 1 Pro ist dagegen bereits erhältlich. Einen ausführlicheren Blick auf die komplette neue Kamerafamilie und die Unterschiede zwischen den Modellen findet ihr in unserem bisherigen Artikel:
GoPro Mission 1: Neue 8K-Kameras zielen klar auf Profis
Damit wird der September für GoPro ziemlich spannend. Die Mission 1 Pro ILS verlässt das klassische Actioncam-Revier deutlich und versucht sich ausgerechnet dort, wo Sony, Panasonic, Canon und Blackmagic seit Jahren um Filmemacher kämpfen. Klein ist die GoPro jedenfalls. Ob sie auch groß genug abliefert, muss sich noch zeigen.
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