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Asteroid 1997 NC1 kommt der Erde nahe: Schauen ja, Panik nein

Am Wochenende fliegt der Asteroid (152637) 1997 NC1 vergleichsweise nah an der Erde vorbei. Nah heißt in diesem Fall aber nicht die Nasa ruft schon mal Bruce Willis und sein Team an, sondern immer noch sehr entspannte kosmische Entfernung: Laut ESA passiert der Brocken die Erde am 27. Juni 2026 um 13:14 Uhr deutscher Zeit in rund 2,56 Millionen Kilometern Abstand. Das entspricht etwa 6,66 Mondentfernungen. Eine Gefahr für die Erde besteht also nicht.

Großes Ding, aber nicht für das bloße Auge

1997 NC1 ist trotzdem spannend, weil er mit geschätzt 750 bis 1.650 Metern Durchmesser kein kleiner Kiesel ist. Die ESA spricht von der nächsten Annäherung seit Jahrhunderten, der Asteroid kommt erst 2133 wieder ähnlich nah vorbei. Genau deshalb schauen Astronomie-Fans gerade genauer hin. Nicht, weil uns der Himmel gleich auf den Helm fällt, sondern weil solche Gelegenheiten bei Objekten dieser Größe nicht ständig vorbeikommen.

Wer jetzt allerdings erwartet, den Asteroiden einfach gemütlich mit bloßem Auge am Nachthimmel zu sehen, bekommt die harte, aber faire Antwort: Nein, das wird nichts. 1997 NC1 erreicht nur etwa Magnitude 10 und ist damit deutlich zu lichtschwach für das menschliche Auge. Selbst bei richtig dunklem Himmel reicht das nicht. Dazu kommt der helle Mond, der den Kontrast zusätzlich versaut.

Wohin muss man schauen?

Von Deutschland aus solltet ihr in Richtung südlicher Himmel schauen. Der Asteroid bewegt sich im Bereich der Sternbilder Schlangenträger und Schlange, also grob südlich beziehungsweise südöstlich des hellen Sterns Wega. In der Praxis heißt das: nicht einfach blind nach oben glotzen, sondern eine Sternkarten-App wie Stellarium, SkySafari oder Sky Tonight öffnen und dort nach 1997 NC1 suchen. Die Position verschiebt sich laufend, weil der Asteroid vor dem Sternhintergrund merklich wandert.

Die besten Chancen gab es in Europa in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni, besonders in den frühen Morgenstunden. Auch danach kann man es noch versuchen, aber der Asteroid wird wieder lichtschwächer und wandert weiter. Wer am Abend des 27. Juni schaut, sollte den südlichen Himmel im Blick behalten und sich nicht wundern, wenn das Ganze ohne Hilfsmittel einfach nach nichts aussieht. Das ist kein Feuerball, sondern ein kleiner wandernder Lichtpunkt.

Was braucht man mit Teleskop?

Mit einem Teleskop wird es realistischer. Empfohlen wird mindestens ein Gerät mit 100 Millimetern Öffnung, angenehmer wird es mit 150 bis 200 Millimetern. Alternativ können auch starke astronomische Ferngläser wie 15×70 oder 20×80 helfen, aber bitte auf einem Stativ. Freihändig wird das sonst nur Wackelpudding mit Sternen.

Am besten sucht ihr euch einen möglichst dunklen Standort, richtet das Teleskop mithilfe einer App oder aktuellen Ephemeriden auf die Position von 1997 NC1 und beobachtet das Feld über mehrere Minuten. Der Asteroid erscheint nicht als großer Brocken, sondern als schwacher Lichtpunkt, der sich langsam gegenüber den Sternen verschiebt. Genau diese Bewegung ist der Moment, in dem man merkt: Ja, da draußen zieht gerade ein kilometerdicker Stein vorbei.

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Wer kein Teleskop hat

Das Virtual Telescope Project überträgt den Vorbeiflug online. Die Livestreams sind für den 26. und 27. Juni 2026 jeweils um 23:00 Uhr UTC angesetzt, also bei uns jeweils um 01:00 Uhr deutscher Zeit in der folgenden Nacht. Wer keine passende Ausrüstung hat oder unter Wolken sitzt, bekommt den Asteroiden so deutlich stressfreier zu sehen.

Hinweis: Titelbild wurde mit ChatGPT erstellt

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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