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Creality M1 & R1: System verwandelt 3D-Druck-Abfall in neues Filament

Beim 3D-Druck entsteht zwangsläufig Abfall. durch Fehldrucke, Stützstrukturen oder Materialreste. Mit dem Creality M1 & R1 stellt der Hersteller Creality ein System vor, das genau diesen Abfall wiederverwerten soll. Ziel ist es, übrig gebliebenes Material erneut zu Filament für den 3D-Druck aufzubereiten.

Recycling-System für 3D-Druck-Abfälle

Das System besteht aus zwei Geräten: dem Creality R1 und dem Creality M1. Der R1 fungiert als Schredder. Er zerkleinert Kunststoffreste aus dem 3D-Druck, etwa misslungene Drucke oder übrig gebliebenes Material. Laut Hersteller kann der R1 Kunststoffteile bis zu einer Größe von rund zwei Zentimetern verarbeiten. Größere Stücke müssen vorher manuell zerkleinert werden.

Das zerkleinerte Material wird anschließend im Creality M1 Filament Maker weiterverarbeitet. Dort wird der Kunststoff eingeschmolzen und anschließend wieder zu einem Filamentstrang geformt. Während des Abkühlens wird das Material direkt auf eine Spule aufgewickelt und kann danach erneut im 3D-Drucker verwendet werden.

Technische Daten und Funktionsweise

Creality gibt an, dass das System Filament mit einem Durchmesser von etwa 0,05 Millimetern Genauigkeit erzeugen kann. Die maximale Produktionsleistung liegt laut Hersteller bei bis zu einem Kilogramm Filament pro Stunde.

Die Bedienung erfolgt über einen integrierten Touchscreen. Intern arbeitet der Filament-Maker mit drei Heizzonen und acht Kühlzonen, um das geschmolzene Kunststoffmaterial kontrolliert zu verarbeiten und gleichmäßiges Filament zu erzeugen.

Einschränkungen beim Recycling

Das System ist nicht für beliebigen Plastikmüll gedacht. Creality empfiehlt ausdrücklich, keine unterschiedlichen Filamentarten oder allgemeinen Haushaltsplastik zu mischen. Unterschiedliche Kunststoffe können zu Qualitätsproblemen führen.

Auch beim Recycling selbst gibt es physikalische Grenzen: Kunststoffe verlieren bei jedem erneuten Einschmelzen an Qualität. Dadurch können Eigenschaften wie Festigkeit oder Farbe des Filaments leiden.

Preis und Verfügbarkeit

Creality plant, das System zunächst über eine Crowdfunding-Kampagne anzubieten. Interessenten können sich vorab registrieren und laut Hersteller Rabatte von bis zu 800 US-Dollar erhalten. Ein finaler Verkaufspreis wurde noch nicht genannt, allerdings dürfte sich das System im vierstelligen Preisbereich bewegen.

Damit richtet sich die Lösung eher an Anwender, die regelmäßig größere Mengen Filament verbrauchen oder viele Druckreste produzieren. Für gelegentliche Nutzer könnte der wirtschaftliche Nutzen geringer sein, da Filament häufig weniger als 20 Euro pro Kilogramm kostet.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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