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Sony hat seine Pläne rund um physische Spiele für seine Konsole konkretisiert – und gleichzeitig neue Unruhe ausgelöst. Ursprünglich stellte der Konzern in Aussicht, die Produktion von Disc-Versionen ab Anfang 2028 deutlich zurückzufahren. Hintergrund: sinkende Verkaufszahlen im stationären Bereich und der klare Trend hin zu digitalen Käufen.
Nach anhaltender starker Kritik aus der Community reagiert Sony nun offenbar vorsichtiger. Statt stur am gesetzten Kurs festzuhalten, verschickt das Unternehmen Fragebögen an externe Entwicklerstudios. Ähnlich wie bei vergleichbaren Aktionen von Microsoft geht es darum, ein belastbares Stimmungsbild einzuholen. Wie wird ein rein digitales Modell eingeschätzt? Welche Folgen erwarten Entwickler konkret?
Unmfangreiche Umfrage bei Entwicklerstudios
Beobachter werten diesen Schritt als Zeichen dafür, dass Sony intern noch nicht festgelegt ist. Die Diskussion ist längst nicht abgeschlossen, der Druck aus der Community bleibt hoch. Seit der Ankündigung vor rund zwei Monaten reißen kritische Stimmen in den Kommentarspalten und sozialen Kanälen nicht ab. Auslöser der aktuellen Debatte ist auch ein Bericht aus dem Umfeld des Branchenkenners Tom von „Moore’s Law Is Dead“, der in seinem Broken-Silicon-Podcast von einer ungewöhnlich umfangreichen Umfrage spricht. Demnach soll Sony Entwickler deutlich intensiver als üblich einbinden, um die Auswirkungen eines Disc-Rückzugs besser abschätzen zu können.
Interessant wird das Thema auch mit Blick auf aktuelle Verkaufszahlen. PlayStations jüngster Titel als Publisher „Marvel’s Wolverine“ von Insomniac Games kam in den ersten drei Tagen auf rund 1,8 Millionen verkaufte Einheiten auf der PlayStation 5. Rund 23 Prozent der Einnahmen entfielen dabei auf Disc-Versionen.
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Wichtig: Ein kompletter Ausstieg aus dem Disc-Geschäft steht nach aktuellem Stand nicht unmittelbar bevor. Zwar wurde zunächst der Eindruck vermittelt, physische Spiele könnten ab 2028 vollständig verschwinden. Tatsächlich ist derzeit nur geplant, die Produktion schrittweise zu reduzieren. Im Raum steht eine Kürzung um etwa zehn Prozent zum Start ab 2028.
Bedeutet konkret: Spiele auf Disc werden auch nach 2028 weiterhin im Handel verfügbar sein – nur in geringerer Menge. Für viele Spieler bleibt das ein entscheidender Punkt – Physische Versionen lassen sich sammeln, weiterverkaufen oder verleihen. Gerade Sondereditionen, Steelbooks und limitierte Auflagen behalten damit ihren gewissen Wert.
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