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Dreame macht jetzt auch 3D-Druck. Auf der IFA 2026 hat die vor allem für Saugroboter bekannte Dreame Group mehrere Geräte der Marke AtomForm gezeigt. Besonders interessant für Maker dürfte der neue AtomForm M1 werden, der mit einem ungewöhnlichen System aus vier automatisch wechselnden Druckköpfen arbeitet.
Der M1 kann damit nicht nur vier Farben verwenden, sondern unterschiedliche Materialien innerhalb eines Drucks kombinieren. Genannt werden unter anderem PLA, PETG und TPU. Statt ständig Filament durch eine einzelne Düse zu jagen und dabei ordentlich Material in Form von Purge-Abfall zu produzieren, wird beim M1 gleich der komplette Druckkopf gewechselt.
Der Wechsel soll laut Hersteller etwa fünf Sekunden dauern, nach rund 20 Sekunden wird weitergedruckt. Der geschlossene Bauraum misst 300 × 270 × 290 Millimeter. Dazu kommt ein Filtersystem sowie AtomVerse, eine eigene Plattform für Modelle, Slicing und die Überwachung des Druckers per Smartphone.
AtomForm hat noch größere Geschütze
Ganz neu ist AtomForm allerdings nicht. Bereits auf der CES 2026 wurde der deutlich ambitioniertere Palette 300 vorgestellt. Hier stehen sogar zwölf automatisch wechselbare Düsen bereit. Über zusätzliche Materialstationen sollen bis zu 36 Farben und zwölf unterschiedliche Materialien innerhalb eines Druckjobs möglich sein.
Auf der IFA zeigte Dreame außerdem den Glow 1. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen FDM-Drucker, sondern um einen UV-Drucker, der Oberflächen bedrucken und bis zu fünf Millimeter hohe 2,5D-Strukturen erzeugen soll. Interessant ist dabei vor allem die Markenstruktur: AtomForm Technology existiert bereits seit 2023 und wurde bislang eng mit MOVA in Verbindung gebracht. In der inzwischen breiter aufgestellten Dreame Group finden sich Dreame, MOVA und weitere Marken unter einem Dach. Auf der IFA wurden die Geräte nun explizit als Dreame AtomForm präsentiert. Selbst entsprechende Konformitätsunterlagen führen unter dieser Bezeichnung neben dem M1 weitere Modellnamen auf.
Damit bekommt der ohnehin ziemlich umkämpfte 3D-Druck-Markt einen weiteren dicken Fisch. Besonders das Wechselkopf-Konzept des M1 klingt spannend – schließlich ist weniger Filamentkot beim Mehrfarbendruck eigentlich immer eine gute Nachricht.
Preise und ein konkreter Deutschlandstart für den AtomForm M1 wurden bislang nicht bestätigt.

