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Everybody 1-2-Switch! im TEST – Auf Partys hui, für Solisten eher nicht

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Etwas überraschend holt Familienspaßbereiter Nintendo zum Nachschlag aus – Everybody 1-2-Switch! baut auf den durchaus erfolgreichen Erstling, der zum Start der Konsole erschien und weitet das Grundkonzept aus amüsanten Minispielen für Solisten zum mehrköpfigen Partyspaß für bis zu 100 Spieler aus. Kein Witz. Unsere Review zum spielerischen Multiplayer-Snack.

Keine Chance. Absolut. Warum auch? Es hilft kein Zettern und kein Betteln – der neue Nintendo-Titel „Everybody 1-2-Switch!“ ist zwingend erst ab zwei Spielern überhaupt erst erlebbar. Das Spiel ist ganz klar auf den umfangreichen Multiplayer ausgelegt, sodass Einzelspieler vorerst in die Röhre schauen, wenn sie es starten. Nachdem zum Konsolenstart „1-2 Switch“ zwar amüsant mit seinen ganzen spielerischen Neuheiten wie dem verwendeten und wieder von allen Entwicklerstudio vergessenen Infrarot-Sensor im rechten Joycon oder der fabelhaft feinfühligen HD-Vibrationen in beiden Steuerungseinheiten. Die farbenfroh präsentierten Minispiele waren thematisch gut sortiert, sodass sich mal Cowboys zum Showdown gegenüber standen oder man die genaue Zahl von umherherwirbelnden Murmeln im Bedienelement erraten werden sollte. Naja, das gleiche Spielkonzept findet sich auch im direkten Nachfolger, obwohl man hier sogar einen Moderator mit ulkiger Pferdemaske namens „MC Horace“ integriert hat.

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Direkt zu Anfang fällt die Aufmachung positiv auf, keine verschachtelten Menüs hindern das gemeinsame Spielvergnügen. Einmal aus zweien Modis ausgewählt – nämlich 2-8 Spielern mit Joycons und Smartphone bei dem sich sogar bis zu 100 Spieler beteiligen können, finden sich ausgewählte Minispiele. Mal gilt es in schneller Art einen Luftballon bis zur bestimmter Form aufzupumpen oder ein Kind am Baum im „Secret Ninja“ zu schlagen. Der Spaß kommt einerseits durch die aufgedrehte Präsentation samt mancher Idee der kleinen Geschicklichkeitsprüfungen auf, aber besondere Tiefe dürft ihr nicht erwarten. Für einen Kindergeburtstag oder digitalisierte Schulklassen ist „Everybody 1-2-Switch!“ insofern kein schlechter Zeitvertreib. Negativ sind die unskipbaren Erklärungen zu Anfang jedes Spielstarts und den damit einhergehenden fehlenden Flow. Über Gameplay kann man kaum sprechen, da die Joycon bloß während den Runden in Beschlag genommen werden. Reaktion läuft schnell und flüssig. Technisch gibt es bis auf die teilweise einfache Grafik wenig zu meckern, weil hier eindeutig der Spaß im Vordergrund statt einer tieferen Geschichte oder gar Gameplay steht.

Everybody 1-2-Switch! - [Nintendo Switch]
  • Everybody 1-2-Switch! - [Nintendo Switch]

Unser Fazit zu „Everybody 1-2-Switch!“

Nintendo möchte mit „Everybody 1-2-Switch!“ jetzt gleich größere Gruppen begeistern was wahrscheinlich bei verschiedenen Festivitäten bestens funktionieren wird, aber die teils sehr simpel gehaltenen Minispiele werden zu schnell dröge und dienen letztendlich vielleicht nur dazu das alte „Tabu“-Partyspiel nicht direkt aus dem Regal zu holen. Solisten sei zudem der Kauf übrigens absolut abzuraten.

Entwickler: Nintendo | Genre: Partyspiel | Preis: 29,99 Euro | Für Nintendo Switch | USK: ab 0

Everybody 1-2-Switch! (Nintendo Switch)

Spielspaß - 55%
Gameplay - 46%
Grafik - 53%
Technik - 51%

51%

Für Fans.

Kunterbunte aber lahme Minispiel-Sammlung für Partys - nett aber kein Quantensprung im Genre.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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