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gamescom 2025 angespielt: Deadpool VR – Frecher Joyride

Dieses Meta Quest-Exklusive hat Hit-Potenzial!

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Vorlautes Mundwerk, knackenger Anzug und bereit den bösen Buben mit Schmackes die Rübe auf Links zu drehen – Deadpool VR ist Metas neuester Streich und wir konnten auf der gamescom 2025 in gewisser Hinsicht Hand anlegen. Zweifellos ein spannender Exklusive-Titel. Wie sich das Spruch-gewaltige Abenteuer rund um Marvel-Söldner so spielt und ob sich Neil Patrick Harris als guter oder gar bester Ersatz für Ryan Reynolds herausstellt – erfahrt ihr jetzt in unserer Preview.

Etwas Feinjustierung der Quest-Brille muss sein bevor alles losgehen kann. Im knallgelb tapezierten Booth von Meta auf der diesjährigen gamescom 2025 steht alles im Zeichen eines einzelnen Superhelden aus dem reichhaltigen Marvel-Kosmos – dem vorlaut-brutalen Deadpool. Deadpool VR wird am 18. November für die Meta Quest 3 und 3S erscheinen. Nachdem Activision seine Finger schon an den strammsten Hintern aller Superhelden greifen durfte und mit „Deadpool“ von 2013 der High Noon Studios ein gar nicht mal so schreckliches Lizenz-Videospiel fabrizierte stehen die Zeichen nun voll auf VR. Besser gesagt – Meta Quest 3|S. Der Zuckerberg-Konzern nimmt sich man dem Dunklen Rächer in „Arkham Shadow“ nun deutlich hellerer sowie lustigerer Gefilden an.

Das Texanische Studio Twisted Pixel Games werkelt nun seit vier Jahren am Solo-Abenteuer in Virtual Reality und eine Überraschung gab es bereits im ersten Trailer auf dem Summer Game Fest – stimmlich gab es eine Neubesetzung. Während Ryan Reynolds auf der Kinoleinwand, wie zuletzt in „Deadpool VS. Wolverine“, Körper und Stimme leiht – wechselt nun Letzteres auf Neil Patrick Harris. Sagt euch nichts? Bestimmt! Denn Harris verkörperte zehn Staffeln lang niemand Geringeren als Anzugwomenizer „Barney Stinson“ aus der Sitcom „How I Met Your Mother„.

Doch um was geht es im kommenden Deadpool-Spiel denn? Die Story dreht sich um eine alte Bekanntin von Pool nämlich eine Gottheit, die Schreckliches für den Rest der Menschheit plant. Auch die Handlung bricht mit gängigen Superheldenerzählungen und setzt auf blanken Wahnsinn. Deadpool hat sich auf einen Deal mit dem intergalaktischen Produzenten Mojo eingelassen und findet sich plötzlich in einer bizarr-überspitzten Showwelt wieder. Dort muss er bekannte Schurken wie Lady Deathstrike, Omega Red oder den kolossalen Ultimo zusammentreiben, damit sie vor einem außerirdischen Publikum in brutalen Arenakämpfen auftreten. Running-Man lässt grüßen. Die Geschichte wird mit genau jener respektlosen Ironie erzählt, für die die Figur bekannt ist. Schon wenn Deadpool in der Einführung spektakulär zerlegt wird, feuert er einen Spruch nach dem anderen ab.

Zwischen grotesken Waffen, nachwachsenden Gliedmaßen und absurd inszenierten Gefechten entsteht ein Erlebnis, das sich nie ernst nimmt, sondern konsequent auf anarchischen Humor und überdrehte Action setzt. Wir durften einen rund 30 minütigen Abschnitt spielen, der uns durch eine Mortal Kombat-artige Tempelanlage führte und uns ins diverse Gegner zum Aufspießen entgegenwarf. Diese offenen Arena-Kämpfe wurden durch lineare Plattformer-Einlagen unterbrochen, in denen wir entweder über folgende Felsbrocken springen oder uns per Grabblehook an hochgelegene Vorsprünge ziehen.

Deadpool VR sogar mit Doppelsprung!

Deadpool folgt zur Abwechslung im Spiel jeder unserer Eingaben ohne Zögern – immerhin stecken wir selbst unter seiner Maske. Mit dem linken Stick geben wir die Richtung vor, der rechte Stick kontrolliert den Blick, und wer zusätzlich Kopf und Körper bewegt, erlebt durch die Sensoren der Meta Quest 3 noch mehr räumliche Präsenz. Hindernisse lassen sich mit Sprüngen und schnellen Duckbewegungen ausmanövrieren, sogar der obligatorische Doppelsprung ist dabei. An markierten Wänden läuft Deadpool entlang, was nicht nur akrobatisch aussieht, sondern auch notwendig ist, um tödliche Fallen, schwingende Sägen oder tiefe Abgründe unbeschadet zu überwinden. Die Bedienung wirkt eingängig, doch bis aus groben Bewegungen präzise Manöver werden, braucht es Fingerspitzengefühl. Gelingt das, entsteht ein Spielfluss, der Kletterpassagen, Angriffe und Schusswechsel nahtlos ineinander übergehen lässt.

Virtual-Reality gehört zwar noch immer nicht zum Mainstream, doch die Technik macht sichtbare Fortschritte: Headsets werden leistungsstärker, gleichzeitig sinken die Einstiegspreise. Damit rückt das Medium in den kommenden Jahren für ein größeres Publikum in greifbare Nähe. Deadpool VR nutzt diese Entwicklung auf clevere Weise, denn die Geschichte entfaltet sich nahtlos während des eigentlichen Gameplays und verzichtet auf klassische Zwischensequenzen von außen. Überraschend ist, dass das Spiel eines der größten Probleme der VR-Branche weitgehend umgeht – die berüchtigte Motion Sickness. Laut den Entwickler:innen liegt das daran, dass der Horizont auch bei waghalsigen Bewegungen wie Wallruns oder beim Einsatz der Greifhaken stets im Sichtfeld bleibt, was den Gleichgewichtssinn stabilisiert.

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Auch bei der Altersfreigabe dürfte es keine Diskussion geben: Das USK-18-Siegel scheint gesetzt. Zwar setzt das Spiel auf einen verspielten comicartigen Look, der sich perfekt in die bekannte überdrehte Deadpool-Atmosphäre einfügt, doch die Gewaltdarstellung ist mit abgetrennten Körperteilen kompromisslos. Gliedmaßen fliegen, Gegner werden spektakulär zerlegt und selbst Deadpool nimmt seine eigene Unzerstörbarkeit mit zynischen Sprüchen auf die Schippe. Gerade diese Mischung aus überzeichneter Brutalität, stilisiertem Comic-Look und respektlosem Humor verleiht dem Spiel seinen unverwechselbaren Ton. Nach unserem ausführlichen First Look erwartet uns am 18. November 2025 ein spektakuläres Highlight für die Meta Quest 3 und 3S.

Release (geplant): 18.11.2025 | Entwickler: Twisted Pixel Games | Genre: Action-Adventure | Preis: noch unbekannt | Für Meta Quest 3 & 3S | USK: ab 18

Die gamescom 2025 läuft vom 20. bis 24. August in der Koelnmesse. Mittwoch ist Fachbesuchertag, Wildcard-Inhaber dürfen ab 13 Uhr rein. Donnerstag und Freitag ist von 10–20 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag ab 9 Uhr. Tickets gibt es nur online, keine Tageskasse. Standardpreise: 30,50 Euro (Samstag: 40 Euro), ermäßigt ab 22 Euro, Familientickets ab 68 Euro, Abendtickets (Do. 21.08. ab 16 Uhr) ab 10 Euro. Kinder unter 4 Jahren haben keinen Zutritt, der ÖPNV im VRS ist inklusive. Buchbar unter https://tickets.gamescom.de

Zu unserem Themenschwerpunkt gamescom 2025.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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