
| 0 | 0 |
Wer ein Bambu Lab AMS nutzt, kennt das Problem: Das gewünschte Filament ist vorhanden, nur die Spule spielt nicht mit. Manche Pappspulen laufen schlecht auf den Rollen, andere Spulen besitzen ungünstige Abmessungen oder sind schlicht beschädigt. Selbst Mintion nennt Unterschiede bei Breite, Randform, Material und Verformungen als mögliche Ursachen für Probleme im AMS. Ja, das Ding ist eine kleine Diva – Change my mind.
Die naheliegende Lösung lautet: Filament auf eine passende wiederverwendbare Bambu-Lab-Spule umwickeln. Klingt einfach – bis man feststellt, dass ein Kilogramm Filament verdammt viele Meter Plastik sind.
Basteln, kurbeln oder Akkuschrauber auspacken
Natürlich hat die 3D-Druck-Community das Problem längst auf ihre ganz eigene Art gelöst. Auf MakerWorld und anderen Plattformen gibt es zahlreiche druckbare Respooler. Die einfacheren Varianten werden per Handkurbel betrieben, aufwendigere Konstruktionen besitzen Führungen und Getriebe. Und wer keine Lust auf Kurbeln hat, spannt die Zielspule kurzerhand an einen Akkuschrauber. Passende druckbare Adapter dafür gibt es ebenfalls. Das funktioniert – verlangt aber einen gedruckten Aufbau, zusätzliche Teile und je nach Konstruktion etwas Geduld bei Montage und Einstellung. Genau an diesem Punkt setzt der neue Mintion W1 Electric Filament Respooler an.
Mintion W1 macht das Umspulen elektrisch
Der Mintion W1 kommt weitgehend fertig aufgebaut. Motor, Übersetzung, Filamentführung und Geschwindigkeitsregelung sind bereits montiert und laut Hersteller getestet. Spulen einsetzen, Filament befestigen und los geht es.
Besonders interessant ist die Filamentführung auf einer Linearführung. Sie soll dafür sorgen, dass das Material gleichmäßiger über die Breite der Zielspule verteilt wird. Genau das ist bei primitiven Akkuschrauber-Lösungen gerne der Punkt, an dem aus „mal eben umspulen“ plötzlich eine ziemlich eierige Angelegenheit wird.Dazu gibt es drei Geschwindigkeitsstufen: Silent, Normal und Turbo. Im Turbo-Modus soll der W1 laut Mintion eine komplette 1-kg-Spule in weniger als vier Minuten umwickeln können.
Auch größere Vorratsspulen sind vorgesehen. Die Rollen für die Ausgangsspule lassen sich anpassen und unterstützen laut Mintion Spulen mit bis zu 3 kg. Damit könnte man beispielsweise günstige Großspulen kaufen und deren Inhalt auf mehrere AMS-taugliche Spulen verteilen.
Vollautomatisch ist der W1 allerdings nicht. Spulen und Filament müssen weiterhin selbst eingesetzt werden und auch während des Umspulens sollte man ein Auge auf die Sache haben. Verknotetes Filament kann der W1 ebenfalls nicht auf magische Weise entwirren.
Bequemlichkeit kostet
Ganz billig ist die Abkürzung allerdings nicht. Mintion listet den W1 zum Start für 79,95 Euro statt regulär 119,99 Euro. Der Versand der Early-Bird-Version soll laut Produktseite ab dem 31. August 2026 beginnen.
Damit ist der Mintion W1 sicherlich nichts für jemanden, der sich mit Begeisterung Lager, Schrauben und Zahnräder zusammensucht und ohnehin schon überlegt, wie man den vorhandenen Respooler noch einmal komplett neu konstruieren könnte.
Für alle anderen sieht die Sache anders aus. Wer regelmäßig Filament für sein AMS umspult, keine Lust auf ein weiteres Bastelprojekt hat oder beim Gedanken an Zahnräder, Lager und Eigenbau bereits seine zwei linken Hände betrachtet, bekommt hier eine ziemlich praktische Fertiglösung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

