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Acht komplette Toolheads statt eines komplizierten Filamentwechslers: Genau damit will InfiMech beim neuen MX Pro gegen aktuelle Multicolor-3D-Drucker antreten. Das Konzept könnte vor allem ein Problem lösen, das bei mehrfarbigen Drucken gerne richtig nervt: Berge von ausgespültem Filament.
Der InfiMech MX Pro setzt dafür auf acht separate Druckköpfe. Statt bei jedem Farb- oder Materialwechsel erst Filament aus einer einzelnen Düse herauszudrücken, soll der Drucker einfach zwischen den einzelnen Toolheads wechseln. InfiMech verspricht dadurch einen erheblich geringeren Materialverlust beim Multicolor-Druck.
Acht Toolheads und 300 Millimeter Bauraum
Dabei ist der MX Pro kein kleiner Drucker. InfiMech nennt einen Bauraum von 300 × 300 × 300 Millimetern und steckt das System in ein vollständig geschlossenes Gehäuse. Eine aktive Bauraumheizung soll zudem den Druck anspruchsvollerer technischer Materialien erleichtern. Interessant ist außerdem das Heizsystem der einzelnen Druckköpfe. InfiMech spricht von einer kontaktlosen Induktionsheizung, über die sich die benötigten Toolheads sehr schnell auf Temperatur bringen lassen sollen. Eine adaptive Kalibrierung soll gleichzeitig dafür sorgen, dass die verschiedenen Düsen beim Wechsel sauber zueinander ausgerichtet bleiben.
Zu den weiteren angekündigten Funktionen gehören eine automatische Druckbettnivellierung, Filament-Verhedderungserkennung, Wiederaufnahme nach Stromausfällen und ein eigener Sensor zur Erkennung von Materialklumpen an der Düse. Bedient wird der Drucker über ein neigbares 5-Zoll-Touchdisplay, außerdem ist eine Luftfilterung vorgesehen.
InfiMech MX Pro soll für 499 Dollar starten
Fast genauso spannend wie die Technik ist der angepeilte Preis. Für den MX Pro nennt InfiMech einen regulären Kickstarter-Super-Early-Bird-Preis von 549 US-Dollar. Wer zuvor eine 5-Dollar-VIP-Reservierung abschließt, soll nach Ende der Kampagne weitere 50 Dollar zurückbekommen und damit effektiv bei 499 US-Dollar landen. Allerdings gilt dieser Preis nur, solange entsprechende Super-Early-Bird-Plätze verfügbar sind. InfiMech weist ausdrücklich darauf hin, dass die Reservierung den 499-Dollar-Preis nicht garantiert.
Und genau hier sollte man etwas vorsichtig bleiben: Der MX Pro ist aktuell ein Crowdfunding-Projekt. Acht Toolheads, geschlossener Bauraum und aktive Kammerheizung für rund 500 Dollar lesen sich fast schon verdächtig gut. Entscheidend wird deshalb sein, ob InfiMech das Konzept auch zuverlässig in ein Seriengerät verwandeln kann.
Spannender Gegenentwurf zu AMS und Co.
Technisch ist die Idee trotzdem ziemlich reizvoll. Multicolor-Systeme mit einer einzelnen Düse funktionieren inzwischen erstaunlich gut, bezahlen Farbwechsel aber häufig mit zusätzlichem Zeit- und Materialaufwand. Separate Werkzeugköpfe können genau hier Vorteile bieten. Acht Stück davon in einem vergleichsweise günstigen Desktop-Drucker wären durchaus eine Ansage. Vor allem, wenn neben unterschiedlichen Farben auch verschiedene Düsendurchmesser oder Materialien parallel eingesetzt werden können.
Der InfiMech MX Pro gehört damit definitiv zu den ungewöhnlicheren neuen 3D-Druckern des Jahres. Ob aus dem ziemlich wilden Datenblatt allerdings auch ein guter Drucker wird, muss sich erst noch zeigen.
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