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Insta360 baut seine noch junge Luna-Familie nach unten aus. Mit der Luna Pro ist jetzt in China eine zweite kompakte Gimbal-Kamera gestartet, die viele Funktionen der Luna Ultra übernimmt, aber auf deren zusätzliche Telekamera verzichtet. Dafür fällt sie leichter und vor allem günstiger aus.
Das Herzstück bleibt ein gemeinsam mit Leica entwickeltes Kamerasystem mit 1-Zoll-Sensor, 20 Millimeter äquivalenter Brennweite und einer Blende von f/1.8. Videos sind mit bis zu 8K bei 30 Bildern pro Sekunde möglich, in 4K schafft die Kamera bis zu 120 fps. Dazu kommen Dolby Vision sowie 10-Bit I-Log für die spätere Farbkorrektur.
OLED-Display lässt sich einfach abziehen
Wie bei der teureren Luna Ultra sitzt an der Luna Pro ein 2 Zoll großes OLED-Display, das sich komplett abnehmen lässt. Danach dient es als drahtloser Monitor und als Fernbedienung. Laut Hersteller funktioniert die Bildübertragung über eine Entfernung von bis zu 20 Metern.
Gerade für Solo-Aufnahmen ist das ziemlich praktisch. Kamera aufstellen, Display mitnehmen und trotzdem kontrollieren, ob man gerade noch im Bild steht oder längst den Müllcontainer hinter sich filmt. Für das automatische Verfolgen von Personen und anderen Motiven ist Deep Tracking 5.0 an Bord. Insta360 setzt bei der Pro außerdem auf zwei Chips für Bildverarbeitung und KI-Funktionen.
Luna Pro und Luna Ultra im Vergleich
Eine „normale“ Luna gibt es derzeit nicht. Die beiden Modelle heißen Luna Pro und Luna Ultra – wobei die Namensgebung ein bisschen gegen die übliche Pro-Logik arbeitet: Die Ultra ist das höher positionierte Modell.
| Merkmal | Insta360 Luna Pro | Insta360 Luna Ultra |
|---|---|---|
| Hauptkamera | 1 Zoll, Leica, 20 mm, f/1.8 | 1 Zoll, Leica, 20 mm, f/1.8 |
| Zweite Kamera | – | 1/1,3-Zoll-Telekamera |
| Tele-Brennweite | – | 60 mm äquivalent |
| Maximale Videoauflösung | 8K/30 fps | 8K/30 fps |
| 4K-Zeitlupe | bis 120 fps | bis 120 fps |
| Zoom | 2x verlustfrei in 4K, bis 4x digital | bis 12x |
| Farbprofil | 10-Bit I-Log | 10-Bit I-Log |
| Dolby Vision | ja | ja |
| KI-Chips | 2 | 3 |
| Display | 2 Zoll OLED, abnehmbar | 2 Zoll OLED, abnehmbar |
| Tracking | Deep Tracking 5.0 | Deep Tracking 5.0 |
| Interner Speicher | 47 GB | 47 GB |
| microSD | bis 2 TB | bis 2 TB |
| Gewicht | 218 g | rund 232–235 g |
| Besonderheit | günstiger und leichter | zusätzliche Telekamera |
Der entscheidende Unterschied ist damit schnell erklärt: Wer hauptsächlich Vlogs, Selfies und klassische Weitwinkelaufnahmen dreht, bekommt mit der Luna Pro fast das komplette Grundpaket. Die Luna Ultra lohnt sich vor allem dann, wenn die zusätzliche 60-mm-Telekamera regelmäßig genutzt wird. Die ermöglicht wesentlich flexiblere Bildausschnitte, ohne ausschließlich auf digitalen Zoom angewiesen zu sein.
Bis zu vier Stunden Laufzeit
Insta360 gibt für die Luna Pro eine Laufzeit von bis zu 240 Minuten an. Aufnahmen landen entweder auf den 47 GB internem Speicher oder auf einer microSD-Karte mit bis zu 2 TB Kapazität. Die Kamera wiegt 218 Gramm und misst 52,78 × 155,7 × 38,47 Millimeter. Audio zeichnet sie mit 48 kHz und 32 Bit auf, zusätzlich sollen Windgeräuschunterdrückung und eine Optimierung der Sprachverständlichkeit für sauberere Aufnahmen sorgen.
Auch vertikale Videos stehen weit oben auf der Liste. Die Luna Pro nimmt Hochkant-Clips mit bis zu 4K auf und soll sich damit ziemlich offensichtlich an Vlogger, TikTok-, Reels- und Shorts-Produzenten richten.
Preis und Deutschlandstart noch offen
Zum Start ist die Insta360 Luna Pro ausschließlich in China erhältlich. Dort kostet das Standardmodell 3.399 Yuan (ca. 430 Euro). Insta360 bietet sie in Star Black und Moonlight White an. Einen offiziellen Preis oder Starttermin für Deutschland gibt es bislang nicht. Deshalb lässt sich aus dem chinesischen Preis auch keine belastbare europäische UVP ableiten.
Die Luna Ultra ist dagegen bereits international erhältlich. Damit ist ziemlich klar, wo Insta360 hinwill: Die Pro soll den günstigeren Einstieg in die neuen Gimbal-Kameras liefern, während die Ultra mit ihrer zweiten Kamera stärker auf ambitionierte Creator zielt.
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Für DJI wird der Markt damit jedenfalls nicht gemütlicher.
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