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Insta360 Luna Ultra gegen DJI Osmo Pocket 4: Der Vergleich drängt sich geradezu auf

Insta360 hat mit der Luna Ultra eine neue Gimbal-Kamera vorgestellt, die ziemlich eindeutig in ein Revier schielt, das DJI seit Jahren sehr bequem besetzt hält. Kompakte Kamera, stabilisiertes Bild, Creator-Fokus, schneller Einsatz unterwegs: Natürlich drängt sich der Vergleich mit der DJI Osmo Pocket 4 geradezu auf. Alles andere wäre auch albern. Die Insta360 Luna Ultra bringt dabei einige harte Argumente mit. 8K-Aufnahme, 1-Zoll-Sensor, Leica Summicron-Optik, ein zusätzliches Teleobjektiv, bis zu 12-facher Zoom, ein abnehmbares OLED-Display und Deep Track 5.0. DJI kontert mit der Osmo Pocket 4 unter anderem mit 4K bei 240 fps, geringerem Gewicht, mehr internem Speicher, schnellerem Laden und einem bereits ziemlich ausgereiften Pocket-Ökosystem. Auf dem Papier wird es also ziemlich interessant. Nicht unbedingt, weil eine Kamera die andere komplett wegfrühstückt, sondern weil beide Geräte unterschiedliche Prioritäten setzen.

Zwei Kameras, ein Ziel: Mobile Filmer glücklich machen

Sowohl die Insta360 Luna Ultra als auch die DJI Osmo Pocket 4 richten sich an Creator, Vlogger, mobile Filmemacher und alle, die unterwegs möglichst hochwertiges Material aufnehmen wollen, ohne ein komplettes Kamera-Rig mitzuschleppen. Beide Kameras setzen auf eine kompakte Bauform, einen 3-Achsen-Gimbal und smarte Tracking-Funktionen.

Der Unterschied liegt in der Ausrichtung. Insta360 geht mit der Luna Ultra stärker auf maximale Flexibilität. Das Dual-Objektiv-System mit Telelinse, der Leica-Look, das abnehmbare Display und die 8K-Aufnahme sollen mehr kreative Spielräume eröffnen. DJI wirkt mit der Osmo Pocket 4 dagegen wie die konsequent weiterentwickelte Arbeitsmaschine: leicht, schnell, stabil, mit starkem Zeitlupenmodus und viel internem Speicher.

Das ist also kein klassisches besser oder schlechter. Das ist eher die Frage: Wollt ihr mehr kreative Spielwiese oder mehr bewährte Pocket-Effizienz?

Technische Daten im Vergleich

Technische Daten Insta360 Luna Ultra DJI Osmo Pocket 4
Hauptsensor 1-Zoll-Sensor 1-Zoll-CMOS
Maximale Videoauflösung 8K bei 30 fps 4K bei 60 fps
Zeitlupe 4K bei 60 fps im PureVideo-Modus 4K bei 240 fps
Dynamikumfang 14 Blendenstufen 14 Blendenstufen
Log-Profil 10-Bit-I-Log 10-Bit-D-Log
Objektivsystem Dual-Objektiv mit Leica Summicron und Teleobjektiv Einzelobjektiv
Teleobjektiv Ja, mit 1/1,3-Zoll-Sensor und f/2,0 Nein
Zoom bis 12-fach, davon 6-fach verlustfrei bis 4-fach digital, 2-fach verlustfrei
Fotoauflösung 37 MP UltraPhotos ca. 37 MP
Panorama 200 MP Landschaftspanorama Panorama-Modi
Display abnehmbarer 2-Zoll-OLED-Touchscreen mit Fernsteuerung bis 20 m 2-Zoll drehbarer Touchscreen
Stabilisierung 3-Achsen-Gimbal + elektronische Stabilisierung 3-Achsen-Gimbal
Tracking Deep Track 5.0 ActiveTrack 7.0
Gewicht etwas über 200 g 190,5 g
Akku 1.550 mAh 1.545 mAh
Laufzeit bis zu 4 Stunden bis zu 4 Stunden
Schnellladen 80 Prozent in ca. 23 Minuten 80 Prozent in ca. 18 Minuten
Interner Speicher 47 GB nutzbar 107 GB
microSD bis 1 TB bis 1 TB
Audio integrierter Windschutz, Insta360 Mic kompatibel 3 Mikrofone, OsmoAudio 4-Kanal-Ausgabe
Farben Nacht Schwarz, Astralweiß Schwarz
Preis ab 729 Euro ab 499 Euro

Daten aus vorliegenden Datenblättern – Alle Angaben ohne Gewähr

Wo die Insta360 Luna Ultra stärker wirkt

Die Luna Ultra punktet vor allem dort, wo Insta360 bewusst über die klassische Pocket-Kamera-Idee hinausgeht. Der größte Unterschied ist die maximale Videoauflösung. Während DJI bei 4K bleibt, bietet Insta360 8K bei 30 fps. Das bedeutet mehr Reserven beim Zuschneiden, Reframing und für detailreiche Aufnahmen. Dazu kommt das Dual-Objektiv-System. Die zusätzliche Telekamera macht die Luna Ultra flexibler bei Portraits, Produktaufnahmen, Details und Motiven, die nicht direkt vor der Linse kleben. Gerade hier wirken viele kompakte Gimbal-Kameras schnell eingeschränkt, weil sie stark auf Weitwinkel und Vlogging ausgelegt sind. Die Luna Ultra kann dagegen mehr Distanz, mehr Verdichtung und mehr Bildvariation liefern.

Auch das abnehmbare OLED-Display ist ein starkes Argument. Wer allein filmt, kennt das Problem: Kamera irgendwo hinstellen, loslaufen, hoffen, dass Bildausschnitt und Fokus sitzen, zurücklaufen, prüfen, innerlich fluchen, noch einmal. Mit dem abnehmbaren 2-Zoll-OLED-Touchscreen und Fernübertragung über bis zu 20 Meter dürfte genau das deutlich angenehmer werden. Die Leica-Zusammenarbeit ist ebenfalls kein unwichtiger Punkt. Leica Summicron-Optik und Farbprofile wie Leica Natural, Leica Vivid und Leica Chrome geben der Luna Ultra einen klaren Premium-Anstrich. Ob man diesen Look am Ende liebt, ist Geschmackssache. Aber er ist ein klares Verkaufsargument.

Wo die DJI Osmo Pocket 4 kontert

DJI lässt sich aber nicht einfach vom Platz schubsen. Die Osmo Pocket 4 hat ihre eigenen, ziemlich handfesten Vorteile. Der wichtigste Punkt ist die Zeitlupe. 4K bei 240 fps ist eine Ansage und deutlich stärker als das, was Insta360 bei der Luna Ultra in diesem Bereich nennt. Wer viel mit Slow Motion arbeitet, Sport, Action, Bewegungen oder B-Roll einfängt, bekommt bei DJI das schärfere Werkzeug. Auch beim Gewicht liegt DJI vorne. 190,5 Gramm sind weniger als die etwas über 200 Gramm der Luna Ultra. Das klingt nach wenig Unterschied, kann bei längeren Aufnahmen, Reisen oder ständigem Mitnehmen aber durchaus spürbar sein. Eine Kamera, die man wirklich immer einpackt, gewinnt am Ende oft gegen die technisch spannendere Kamera, die dann doch zu Hause bleibt.

Der interne Speicher ist ebenfalls ein klarer Vorteil für DJI. Die Osmo Pocket 4 bietet 107 GB, während die Luna Ultra auf 47 GB nutzbaren Speicher kommt. Beide unterstützen microSD-Karten bis 1 TB, aber interner Speicher ist praktisch. Gerade wenn man unterwegs schnell loslegen will und die Speicherkarte natürlich genau dann noch im Kartenleser steckt. Klassiker. Nerviger Klassiker. Auch beim Schnellladen hat DJI die Nase vorn. Die Osmo Pocket 4 lädt in etwa 18 Minuten auf 80 Prozent, die Luna Ultra benötigt dafür rund 23 Minuten. Kein riesiger Unterschied, aber im Alltag trotzdem nett.

Preislich wird es interessant

Die Insta360 Luna Ultra startet bei 729 Euro im Standard Bundle. Das Creator Bundle kostet 929 Euro. Damit ist sie deutlich höher angesetzt als die DJI Osmo Pocket 4, die in Deutschland ab 499 Euro gelistet ist. Das macht die Entscheidung spannender. Die Luna Ultra bietet mehr Auflösung, ein zweites Objektiv, Leica-Optik und ein cleveres abnehmbares Display. DJI bietet dagegen den günstigeren Einstieg, starke Zeitlupe, mehr internen Speicher und ein sehr reifes Pocket-Konzept.

Wer nur eine kompakte Kamera für Vlogs, Reisen, Alltag und Social-Media-Clips sucht, wird bei DJI vermutlich sehr schnell glücklich. Wer dagegen mehr kreative Möglichkeiten, Teleoptik, 8K-Reserven und ein flexibleres Solo-Setup will, dürfte bei der Luna Ultra genauer hinschauen.

Welche Kamera passt zu wem?

Die DJI Osmo Pocket 4 wirkt wie die sicherere Wahl für alle, die eine ausgereifte, leichte und schnelle Gimbal-Kamera suchen. Einschalten, losfilmen, stabilisiertes Material bekommen, fertig. DJI kennt diese Geräteklasse in- und auswendig, und genau das merkt man der Pocket-Reihe an.

Die Insta360 Luna Ultra wirkt mutiger. Sie ist teurer, aber auch ambitionierter. Das Teleobjektiv, die Leica-Farbprofile, die 8K-Aufnahme und das abnehmbare Display bringen Funktionen mit, die DJI in dieser Form nicht bietet. Das macht sie besonders spannend für Creator, die ihre Kamera nicht nur als Vlog-Stick mit Sensor sehen, sondern als kleines mobiles Produktionssystem.

Am Ende ist die Luna Ultra also nicht einfach die bessere DJI Osmo Pocket 4. Und die DJI Osmo Pocket 4 ist nicht automatisch die vernünftigere Wahl. Beide Kameras setzen andere Schwerpunkte. Die eine lockt mit mehr kreativer Flexibilität, die andere mit Tempo, Effizienz und Preis-Leistung.

Entscheidet selbst, für was ihr euch entscheidet.

Spannend wird es auf jeden Fall, wenn wir noch mehr über die DJI Pocket 4P erfahren.

Disclaimer: Titelbild mit ChatGPT erstellt

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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