GadgetsTestberichteVideo / Foto

Insta360 Pocket Printer: Der kleine Fotodrucker ist mehr als nur ein Gimmick

So stimmen unsere Leser ab:

Fotos verschwinden heute meistens irgendwo zwischen Smartphone-Galerie, Cloud und Social Media. Der Insta360 Pocket Printer geht bewusst in die andere Richtung: Der mobile Fotodrucker bringt Bilder direkt aufs Papier. Ursprünglich vor allem als Zubehör für die Insta360 Ace Pro 2 gedacht, kann er inzwischen auch Fotos vom Smartphone aus drucken. Mit aktuell 115 Euro ist der Pocket Printer allerdings kein billiges Spielzeug. Dafür setzt Insta360 nicht auf die bei günstigen Minidruckern verbreitete Zink-Technik, sondern auf Thermosublimationsdruck mit 300 dpi und 16,7 Millionen Farben.

Klein, aber nicht wirklich Hosentaschen-tauglich

Mit knapp 320 Gramm inklusive 800-mAh-Akku bleibt der Drucker gut transportierbar, ist aber kein echtes Hosentaschengerät. Geladen wird über USB-C. Das Fotopapier steckt zusammen mit dem Farbmaterial in einer Kassette mit jeweils zehn Blättern. Separate Tintenpatronen sind nicht nötig. Beim Thermosublimationsverfahren werden die Farben nacheinander auf das Papier übertragen und anschließend mit einer transparenten Schutzschicht versiegelt.

Dadurch sind die Ausdrucke direkt nach dem Druck relativ unempfindlich gegen Wasser, Staub und Verblassen.

Die Druckqualität überrascht

Die größte Stärke des Pocket Printer ist klar die Bildqualität. Mehrere Praxistests kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Ausdrucke sehen deutlich besser aus als bei vielen kleinen Zink-Druckern. In einem direkten Vergleich mit einem Zink-Minidrucker und einem größeren Epson-Fotodrucker lag der Epson erwartungsgemäß vorne. Der Insta360 Pocket Printer kam qualitativ aber überraschend nah heran und zeigte sichtbar kräftigere Farben und mehr Details als der Zink-Drucker.

Natürlich ersetzt der Pocket Printer keinen ausgewachsenen Fotodrucker. Für das kleine Format wirken die Bilder aber erstaunlich hochwertig und deutlich weniger nach Spielzeug als zunächst erwartet.

Ganz so „instant“ ist der Druck nicht

Ein Ausdruck dauert ungefähr eine bis zwei Minuten. Das Papier läuft dabei mehrfach durch das Gerät, während die verschiedenen Farbschichten und abschließend die Schutzschicht aufgetragen werden. Das ist deutlich langsamer als bei Zink-Druckern. Dafür fällt das Ergebnis sichtbar hochwertiger aus.

Wer auf einer Party mehrere Bilder hintereinander ausdrucken möchte, braucht also etwas Geduld. Für einzelne Erinnerungsfotos funktioniert das Konzept dagegen sehr gut.

Das Fotoformat und das Wasserzeichen

Das Papier misst ungefähr 54 × 82 Millimeter. Bei den ursprünglich angebotenen Kassetten für die Ace Pro 2 wurde ein Teil der Fläche für Insta360-Branding beziehungsweise Aufnahmedaten verwendet.Inzwischen bietet Insta360 allerdings auch Fotopapier ohne Wasserzeichen an. Damit wird der Pocket Printer deutlich flexibler und eignet sich wesentlich besser als universeller kleiner Fotodrucker.

Zusammenarbeit mit der Insta360 Ace Pro 2

Besonders naheliegend ist die Nutzung zusammen mit der Insta360 Ace Pro 2. Drucker und Kamera kommunizieren drahtlos miteinander. Ein aufgenommenes Foto lässt sich zunächst auf der Kamera kontrollieren und anschließend ausdrucken. Auch bereits gespeicherte Bilder können ausgewählt werden. Optional lässt sich der Pocket Printer über den Xplorer Grip Pro sogar direkt an der Kamera befestigen.

Das sieht auf Produktbildern lustig aus und macht aus der Ace Pro 2 optisch fast eine moderne Sofortbildkamera. In der Praxis ist es aber eher ein Gag als ein echter Vorteil. Kamera, Griff und Drucker zusammen werden unnötig klobig und schwer. Technisch bringt die Befestigung ohnehin keinen Mehrwert. Der Pocket Printer funktioniert genauso gut, wenn er einfach daneben auf dem Tisch steht oder in der Tasche liegt. Die Verbindung läuft weiterhin drahtlos.

Genau so würde ich ihn auch benutzen.

Auch ohne Ace Pro 2 sinnvoll

Mittlerweile lassen sich über die Insta360-App auch Smartphone-Fotos an den Drucker schicken. Dadurch ist der Pocket Printer nicht mehr ausschließlich Zubehör für die Actionkamera. Die Bedienung könnte allerdings etwas direkter sein. Mehrere Praxistests kritisieren, dass der Weg zum Smartphone-Druck über die Insta360-App unnötig viele Schritte benötigt.

Auch bei der Bildbearbeitung bleiben die Möglichkeiten überschaubar. Zuschneiden und verschiedene Layouts funktionieren, umfangreiche kreative Werkzeuge bietet die App aber nicht.

Rund 1,20 Euro pro Foto

Der Drucker kostet im deutschen Insta360-Store derzeit ungefähr 115 Euro. Eine Kassette mit zehn Blatt Fotopapier liegt bei rund 12 Euro. Damit kostet ein Ausdruck ungefähr 1,20 Euro. Für große Mengen ist das natürlich nichts. Für einzelne Erinnerungsbilder, Partys, Festivals oder Fotos, die man direkt jemandem in die Hand drücken möchte, bleibt der Preis aber vertretbar.

Was gefällt

Am meisten überzeugt die Druckqualität. Gerade gegenüber typischen Zink-Minidruckern sehen Farben und Details sichtbar besser aus. Auch die Schutzschicht verleiht den Fotos einen hochwertigeren Eindruck. Das Kassettensystem ist ebenfalls angenehm unkompliziert. Kassette einsetzen und drucken – separate Tinte oder andere Verbrauchsmaterialien sind nicht nötig.

Positiv ist außerdem, dass Insta360 inzwischen den Smartphone-Druck unterstützt und Papier ohne Wasserzeichen anbietet.

Was nervt

Die Druckgeschwindigkeit ist mit bis zu zwei Minuten pro Bild nur bedingt „instant“. Auch die Kassetten mit lediglich zehn Fotos sind relativ schnell leer. Dazu kommen die Kosten von rund 1,20 Euro pro Bild sowie eine App, deren Bedienung beim Smartphone-Druck noch etwas umständlich wirkt.

Und die Befestigung am Xplorer Grip Pro? Sie sieht witzig aus, macht das Ganze aber unnötig klobig. Da der Drucker ohnehin drahtlos arbeitet, darf er ruhig einfach danebenstehen.

Fazit: Überraschend guter Minidrucker

Der Insta360 Pocket Printer sieht zunächst nach einem Zubehör-Gimmick aus, liefert aber überraschend gute Ergebnisse. Vor allem die Thermosublimation mit 300 dpi hebt ihn sichtbar von vielen günstigen Zink-Druckern ab.

Die Kombination mit der Ace Pro 2 macht Spaß, der Drucker muss dafür aber keinesfalls direkt an der Kamera hängen. Im Gegenteil: Separat genutzt bleibt das Setup deutlich angenehmer.

Wer nur möglichst günstig Fotos drucken möchte, findet bessere Lösungen. Wer dagegen einen kleinen mobilen Fotodrucker mit überzeugender Bildqualität sucht und gelegentlich besondere Aufnahmen direkt auf Papier bringen möchte, bekommt hier ein spannendes Zubehör.

Insta360 Ace Pro 2 Fotopapier-Kassette
  • Knipse, drucke und erwecke deine Kreationen zum Leben.
  • Bietet 16,7 Millionen Farben für eine präzise Farbwiedergabe und 300 DPI für gestochen scharfe Details.
Unsere Bewertung

Insta360 Pocket Printer

80%

Kompakt, hochwertig und überraschend stark bei der Bildqualität. Der Insta360 Pocket Printer ist kein Schnäppchen, macht als mobiler Fotodrucker aber Spaß – am besten separat genutzt, denn am Grip wird das Setup eher unnötig klobig.

Druckqualität88%
Bedienung82%
Mobilität84%
Geschwindigkeit72%
Preis/Folgekosten74%

Bei den hier angezeigten Produkten handelt es sich um Affiliate Links, bei einem Kauf unterstützt ihr meine Arbeit. Letzte Aktualisierung 14.08.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.

Wie fandest du den Artikel?

Folgt uns

Folgt uns auch auf unseren Techkrams-Kanälen bei Bluesky, Mastodon, X, Threads, Instagram, Facebook und LinkedIn, damit ihr keine News, Tests und Artikel verpasst. Dort gibt es regelmäßig neue Beiträge, Updates und zusätzlichen Technikkram.

Wenn ihr bei Google nach Informationen sucht, werden bestimmte Nachrichten in der sogenannten Schlagzeilen-Box angezeigt. Welche das sind, könnt ihr jetzt direkt mitbestimmen.

Wenn ihr techkrams.de als bevorzugte Quelle hinterlegt, werden euch unsere Inhalte häufiger angezeigt. Wie das genau geht, erklären wir hier .

→ Hier könnt ihr techkrams.de direkt als bevorzugte Quelle einstellen.

Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Keine Werbung?

Klar, Werbung nervt manchmal. Das verstehen wir.

Trotzdem sorgt genau diese Werbung dafür, dass Seiten wie techkrams.de überhaupt existieren können. Hosting, Technik, Zeit, Tests, Recherche und Kaffee fallen leider nicht vom Himmel. Werbung ist dabei eine der wenigen Möglichkeiten, den Betrieb kostenlos für euch am Laufen zu halten.

Es ist also völlig okay, einen Werbeblocker zu nutzen. Wenn ihr techkrams.de aber mögt und unsere Arbeit unterstützen wollt, wäre es verdammt nett, wenn ihr den Werbeblocker für unsere Seite deaktiviert.

Kostet euch nichts. Hilft uns aber sehr.