Lange nicht ausgehext – Erste Details zu „The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past“
Im schönen Letten muss der Hexer für Ordnung sorgen
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Neues vom Hexer: So schnell vergingen eindrucksreiche 45 Minuten selten! Auf der gamescom 2026 gewährte uns CD PROJEKT RED erstmals einen ausführlicheren Blick auf das kommende Songs of the Past, die dritte große Erweiterung für The Witcher 3: Wild Hunt, die derzeit für 2027 geplant ist. Dabei wird schnell klar, dass es sich nicht nur um ein klassisches Add-on handelt, sondern um ein ambitioniertes Spätkapitel für Geralts Geschichte – inklusive technischer Generalüberholung des Hauptspiels. Unsere Eindrücke aus der launigen Präsentation.
Im Zentrum der Handlung des kommenden DLC steht ausgerechnet Rittersporn. Der Barde, sonst selten um Worte verlegen, ist plötzlich verschwunden – unter merkwürdigen Umständen. Selbst seine Laute hat er zurückgelassen! Der grauhaarige Hexer Geralt ist daher nicht in bekannten Gefilden sondern in der bislang unbekannte Region Letten, eine Gegend, die visuell stark von nord- und westeuropäischen Landschaften geprägt ist, unterwegs. Sanfte Hügel, dichte Wälder und weitläufige Wiesen erinnern an England und Skandinavien, wirken dabei aber bewusst idyllischer, als man es aus der oft rauen Witcher-Welt kennt.
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Die Demo von „The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past“ beginnt vergleichsweise friedlich: Geralt wacht unter den ausnüchternden Bewohner:innen nach einer turbulenten Erntedankfest-Feier auf, bevor ihn die Suche nach Rittersporn überhaupt erst erfasst. Ein kleiner Spaziergang hier, dort eine Faustschlagübung hier – man kennt den Hexer-Alltag. Eine Bootsfahrt über einen im Morgenlicht schimmernden See leitet dann aber in die eigentliche Quest über. Per Hexersinn stößt der Spieler auf erste Hinweise, die schließlich zu Rittersporns Familie führen – darunter seine harsche Großmutter und fürsorgliche Cousine Lilla, die ebenfalls nach ihm sucht. Schnell deutet sich an, dass hinter dem Verschwinden mehr steckt als eine einfache Familienangelegenheit. Ein geheimnisvoller Dornengarten samt seltsamer Brunnen der wohl in albtraumhafte Visionen von Geralt schon auftauchte bilden das narrative Rückgrat der Geschichte. Zusammen mit Lilla macht sich der Geralt auf eine waghalsige Rettungsmission.
Spielerisch bleibt vieles vertraut, wird aber erweitert. Besonders auffällig ist die neue Sekundärwaffe: eine schwere Kette, mit der sich Gegner gezielt anvisieren und einzelne Körperteile attackieren lassen. Das bringt eine zusätzliche taktische Ebene in die Kämpfe, die ohnehin wuchtiger inszeniert sind. Neue Finisher-Animationen sorgen dafür, dass Geralt im Gefecht spürbar mehr Durchschlagskraft entwickelt. Auch neue Gegnertypen wie die sogenannten Swarmions also Kreaturen, die sich mit einem Schwarm aus Hornissen schützen – verlangen von uns angepasste Strategien.
Technisch profitiert der DLC massiv vom bald erscheinenden Remastered-Upgrade. Wenn ihr The Witcher 3 auf der Xbox One/PS4 oder Xbox Series/PS5 besitzt, bekommt ihr das Remaster kostenlos am 29. September. Dieses steht Besitzern des Hauptspiels kostenlos zur Verfügung und umfasst neben verbesserten Schatten auch eine überarbeitete Beleuchtung sowie schon sichtbarer dichtere Vegetation. In der Präsentation wirkte das über elf Jahre alte Rollenspiel stellenweise erstaunlich modern: Nebelverhangene Landschaften erinnerten eher an gemalte Szenen von Caspar David Friedrich als an klassische Spielgrafik. Gleichzeitig verweisen Schwächen wie begrenzte Sichtweiten und teils starre Gesichtsanimationen an das ältere technische Grundgerüst.
Auch unter der Haube wurde jedoch nachgebessert. NPCs folgen nun komplexeren Routinen, interagieren mit ihrer Umgebung (tragen also Töpfe oder beachten Geralt) und reagieren glaubwürdiger auf Geralts Verhalten. Das sorgt für eine lebendigere Spielwelt ohne den bekannten Stil zu verlieren. Inhaltlich richtet sich Songs of the Past klar an Endgame-Spieler: In der Demo bewegten sich Gegner im Bereich von Level 36 bis 40.
Interessant ist zudem der Entwicklerwechsel. Die Erweiterung entsteht federführend bei Fool’s Theory, einem polnischen Studio mit zahlreichen ehemaligen Witcher-Entwicklern. CD PROJEKT RED selbst agiert aber unterstützend, während die Ex-Kolleg:innen parallel am Remake des ersten Witcher werkeln. Das DLC wirkt dabei fast wie ein Brückenschlag zwischen alter und neuer Ära der Reihe. Vieles darauf hin, dass The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past weniger als bloßer Nachschlag gedacht ist, sondern als bewusst gesetzter Schlusspunkt für Protagonist Geralt – mit persönlicher Geschichte, vertrautem Gameplay und einer technisch deutlich aufgefrischten Präsentation.
Ein genaues Releasedatum für „The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past“ blieb uns CD PROJEKT RED bis dato noch schuldig.
The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past | Plattform: PC, PS5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 | Release: 2027 | Entwickler: Fool’s Theory / CD PROJEKT RED.
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