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Beim LightMake L4 wird es konkreter: Der ungewöhnliche 3D-Drucker mit vier unabhängig arbeitenden Druckköpfen und Linearmotoren statt Riemen ist inzwischen auf Kickstarter gestartet. Damit stehen nun auch Preis und geplanter Auslieferungszeitraum fest.
Die vier Köpfe können entweder gemeinsam an einem mehrfarbigen beziehungsweise aus mehreren Materialien bestehenden Modell arbeiten oder vier Bauteile gleichzeitig drucken. Im Parallelbetrieb nennt LightMake eine maximale Größe von jeweils 177 × 195 × 386 Millimetern.
Vier Köpfe ohne klassisches Purgen
Da jeder Druckkopf sein eigenes Hotend besitzt, muss beim Wechsel zwischen vier direkt eingelegten Materialien kein gemeinsames Hotend freigespült werden. LightMake spricht von einem Wechsel zwischen den Köpfen innerhalb von ungefähr einer Sekunde und deutlich weniger Filamentabfall als bei klassischen Multicolor-Systemen. Der Bauraum liegt bei 354 × 370 × 386 Millimetern für einfarbige Drucke beziehungsweise 354 × 350 × 386 Millimetern bei Mehrfarbdrucken. Optional soll sich das System auf bis zu 16 Farben erweitern lassen.
Noch ungewöhnlicher ist der Antrieb. Auf der XY-Achse verzichtet LightMake auf Zahnriemen und setzt auf elektromagnetische Linearmotoren mit Closed-Loop-Steuerung. Der Hersteller nennt eine Positionierungsgenauigkeit von ±1 Mikrometer. Solche Werte klingen natürlich wunderbar auf einem Datenblatt – ob davon am gedruckten Teil tatsächlich etwas zu sehen ist, müssen unabhängige Tests zeigen.
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LightMake L4 – technische Daten
| Merkmal | LightMake L4 |
|---|---|
| Druckköpfe | 4 unabhängig steuerbare Köpfe |
| Bauraum einfarbig | 354 × 370 × 386 mm |
| Bauraum mehrfarbig | 354 × 350 × 386 mm |
| Max. Druckgeschwindigkeit | 500 mm/s |
| Max. Verfahrgeschwindigkeit | 1.000 mm/s |
| Max. Beschleunigung | 20 m/s² |
| Düsentemperatur | bis 320 °C |
| Heizbett | bis 110 °C |
| Standarddüse | 0,4 mm |
| Display | 6,5 Zoll Touchscreen |
| Kameras | 2 |
| Materialien | u. a. PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PVA, PET, CF-Filamente |
Die auf manchen Seiten genannten 1.000 mm/s sind ausdrücklich die maximale Verfahrgeschwindigkeit. Als maximale Druckgeschwindigkeit gibt LightMake selbst 500 mm/s an.
Kickstarter startet bei 1.299 US-Dollar
Der Super-Early-Bird-Preis liegt offiziell bei 1.299 US-Dollar. Kickstarter rechnet allerdings in Hongkong-Dollar ab; der tatsächliche Eurobetrag hängt deshalb vom Wechselkurs des Zahlungsanbieters ab. LightMake nennt für den L4 eine spätere UVP von 2.399 US-Dollar.
Die ersten Geräte sollen nach aktuellem Plan im vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden. Für EU-Unterstützer sollen laut LightMake Mehrwertsteuer und Zoll bereits abgedeckt sein. Wie immer gilt bei Kickstarter allerdings: Eine Unterstützung ist keine normale Bestellung. Gerade beim L4 steckt mit vier unabhängig bewegten Druckköpfen, Linearmotoren und der dazugehörigen Kollisionsvermeidung ziemlich viel neue Technik in einer einzigen Maschine. Verzögerungen oder Änderungen bis zur Serienversion sind entsprechend nicht ausgeschlossen.
Wir hatten den LightMake L4 bereits im Juni vorgestellt, damals allerdings noch ohne endgültigen Preis und laufende Kampagne. Jetzt wird sich zeigen müssen, ob aus dem ziemlich abgefahrenen Vierkopf-Konzept tatsächlich ein stabiler Serien-Drucker wird.
