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Manchmal tun wir Dinge die auf den ersten Blick nicht sinnvoll aber dafür umso nerviger sind, aber wir versuchen es auch zu erklären. Deswegen ist dieser Artikel entstanden.
Ihr kennt diese Beiträge vermutlich: Im eigentlichen Post steht nur ein kurzer Hinweis, während der Link zum vollständigen Artikel im ersten Kommentar wartet. Das ist umständlich, sieht nicht besonders elegant aus und nervt ehrlich gesagt auch uns. Trotzdem ist dieser kleine Umweg bei manchen sozialen Netzwerken leider notwendig. Denn ein Beitrag kann noch so interessant sein: Wenn ihn der Algorithmus kaum jemandem zeigt, bringt auch der beste Link nichts.
Soziale Netzwerke wollen euch nicht gehen lassen
Facebook, LinkedIn, Threads und andere Plattformen haben grundsätzlich ein Interesse daran, dass Nutzer möglichst lange innerhalb des eigenen Netzwerks bleiben. Dort werden weitere Beiträge angesehen, Reaktionen abgegeben und natürlich Werbung eingeblendet.
Ein externer Link macht genau das Gegenteil: Er führt euch von der Plattform weg und auf eine andere Website. In unserem Fall zu Techkrams. Die Netzwerke bestätigen zwar keine allgemeine automatische Bestrafung aller Beiträge mit externen Links. Sowohl Facebook als auch LinkedIn erlauben Links ausdrücklich und bieten dafür eigene Linkvorschauen an. LinkedIn hat das Erscheinungsbild externer Links in organischen Beiträgen allerdings inzwischen verkleinert. Meta empfiehlt für mehr Reichweite vor allem Inhalte, die direkt auf der jeweiligen Plattform Interesse und Interaktionen erzeugen.
Mit Link wird der Beitrag teilweise kaum angezeigt
In der Praxis beobachten Seitenbetreiber trotzdem immer wieder deutliche Unterschiede: Ein normaler Text- oder Bildbeitrag erreicht häufig mehr Menschen als ein ansonsten identischer Beitrag mit einem externen Link.
Das bedeutet nicht, dass jeder Link automatisch vom Algorithmus in den digitalen Keller geprügelt wird. Die Reichweite hängt unter anderem von bisherigen Interaktionen, der Größe und Aktivität der Community, dem Beitragsformat, dem Veröffentlichungszeitpunkt und der Qualität des Inhalts ab.Externe Links können jedoch ein zusätzliches Hindernis sein. Besonders ärgerlich wird es, wenn ein Beitrag mit Link nur einem Bruchteil der eigenen Follower angezeigt wird. Die Plattformen sprechen dabei gerne von personalisierten Feeds. Für Betreiber fühlt es sich eher so an, als würde man vor verschlossener Tür stehen und dürfe durch das Schlüsselloch winken.
Deshalb landet der Link im ersten Kommentar
Um dieses Problem zumindest teilweise zu umgehen, veröffentlichen wir bei einigen Netzwerken zunächst einen eigenständigen Beitrag mit Text und Bild. Der Link zum vollständigen Artikel folgt direkt danach im ersten Kommentar.
Der eigentliche Post enthält dadurch zunächst keinen externen Verweis. Er hat damit bessere Chancen, im Feed sichtbar zu werden und erste Reaktionen zu erhalten. Gleichzeitig bleibt der Artikel über den Kommentar erreichbar. Kommentare gehören zu den Interaktionen, die soziale Netzwerke ausdrücklich messen. Meta nennt Kommentare, Reaktionen und geteilte Inhalte als wichtige Bestandteile der Interaktion mit einer Seite. Facebook empfiehlt Seiten außerdem selbst, Diskussionen und Antworten im Kommentarbereich anzuregen. Eine Garantie für mehr Reichweite ist die Methode trotzdem nicht. Algorithmen ändern sich ständig, und was heute funktioniert, kann morgen schon wieder wirkungslos sein. In unseren praktischen Versuchen kann diese Variante jedoch deutlich besser funktionieren als ein Beitrag, der direkt mit einem externen Link veröffentlicht wird.
Ja, „Link im ersten Kommentar“ ist nervig
Wir wissen, dass der zusätzliche Klick nervt. Der Link ist nicht sofort dort, wo man ihn erwartet. Je nach Sortierung kann der Kommentar außerdem nach unten rutschen oder zunächst ausgeblendet werden.
Für Leser ist das unbequemer. Für uns bedeutet es zusätzlichen Aufwand, weil Beitrag und Kommentar zuverlässig gemeinsam veröffentlicht werden müssen. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass ein sozialer Beitrag mit einer weiterführenden Quelle genauso sichtbar bleibt wie ein Katzenbild, ein Kalenderspruch oder die vierhundertste angeblich lebensverändernde LinkedIn-Geschichte. Ist es aber leider nicht immer.
Wir machen das nicht, um euch zu ärgern
Wenn bei einem unserer Beiträge „Link im ersten Kommentar“ steht, ist das daher kein billiger Trick, um künstlich Kommentare zu erzeugen. Es ist der Versuch, überhaupt noch bei den Menschen aufzutauchen, die unserer Seite bereits folgen.
Ein direkter Link im Beitrag wäre für alle Beteiligten einfacher. Solange manche Netzwerke externe Inhalte jedoch zumindest praktisch schlechter ausspielen, bleibt uns teilweise nur dieser Umweg.Wir finden das genauso bescheuert wie ihr. Aber ein perfekt platzierter Link bringt nichts, wenn der dazugehörige Beitrag nahezu unsichtbar bleibt.
Trotzdem dürft ihr uns natürlich überall folgen wo ihr möchtet, die Links dazu findet ihr unter diesem Artikel.
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