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Sieben Jahre nach der großen Ankündigung ist der geplante Blade-Film mit Mahershala Ali offenbar endgültig Geschichte. Der Schauspieler hat bestätigt, dass er mit dem Projekt abgeschlossen hat und nicht länger darauf wartet, als Vampirjäger durch das Marvel Cinematic Universe zu ziehen.
Eine formelle Pressemitteilung zur kompletten Einstellung der Marke gibt es von Marvel Studios zwar weiterhin nicht. Alis Aussagen lassen aber kaum Spielraum: Der mit ihm geplante Blade-Film wird nicht mehr entstehen. Damit richtet sich der Blick zwangsläufig auf das ebenfalls seit Jahren erwartete Videospiel von Arkane Lyon. Und dessen Zukunft ist leider alles andere als in Stein gemeißelt.
Mahershala Ali hat mit Blade abgeschlossen
Mahershala Ali wurde bereits 2019 auf der San Diego Comic-Con als neuer Blade vorgestellt. Seitdem durchlief der Film mehrere Drehbücher, verlor seine Regisseure und wurde immer wieder verschoben. Mehr als ein kurzer Stimmeinsatz Alis am Ende von Eternals kam von seiner Version des Daywalkers letztlich nicht auf die Leinwand.
In einem Interview mit GQ erklärte der zweifache Oscarpreisträger nun unmissverständlich, dass Blade für ihn erledigt sei. Hätte Marvel den Film wirklich machen wollen, wäre er nach seiner Einschätzung längst entstanden. Ali wolle sich künftig stärker auf eigenständige Stoffe konzentrieren und nicht dauerhaft mit Fragen zu einem gescheiterten Remake belästigt werden. Marvel-Chef Kevin Feige hatte bereits zuvor eingeräumt, dass es dem Studio nie gelungen sei, ein ausreichend gutes Drehbuch auf die Beine zu stellen. Ali war über Jahre vertraglich gebunden, trainierte für die Rolle und wartete auf den Produktionsstart – am Ende offenbar vergeblich.
Was ist mit dem Blade-Spiel von Arkane Lyon?
Das Videospiel Marvel’s Blade wurde Ende 2023 von Bethesda Softworks und Marvel Games angekündigt. Entwickelt wird es von Arkane Lyon, dem Studio hinter Deathloop und Dishonored.
Geplant ist ein erwachsenes Third-Person-Actionspiel für Einzelspieler. Die Handlung spielt in einem abgeriegelten Teil von Paris, der nachts von Vampiren terrorisiert wird. Arkane entwickelt dafür eine eigene Geschichte, die nicht mit dem gescheiterten MCU-Film verbunden sein soll. Auch Mahershala Ali wurde bislang nicht als Sprecher oder Darsteller des Spiels angekündigt.
Bedeutet das Film-Aus auch das Ende des Spiels?
Direkt bedeutet Alis Ausstieg nicht das Ende des Spiels. Beide Produktionen entstanden unabhängig voneinander. Arkane erzählt eine eigene Geschichte und ist nicht darauf angewiesen, dass Marvel Studios parallel einen Blade-Film veröffentlicht.
Trotzdem wäre es naiv, sich deshalb entspannt zurückzulehnen. Bereits Ende Juni 2026 berichtete The Verge, dass Microsoft eine Einstellung von Marvel’s Blade erwogen habe. Das Projekt soll intern auf Ende 2027 verschoben worden sein und sein vorgesehenes Budget überschritten haben. Gleichzeitig wird bei Arkane Lyon über mögliche strukturelle Veränderungen beraten.
Kurz zuvor hatte Bethesda-Chef Todd Howard noch erklärt, dass Arkane bei Blade sehr gute Arbeit leiste und er im Mai neues Material gesehen habe. Diese Aussage stammt allerdings aus der Zeit vor den jüngsten Umstrukturierungen bei Xbox. Sie ist damit ein Lebenszeichen, aber keine Überlebensgarantie.
Stand 1. August 2026 ist Marvel’s Blade nicht offiziell eingestellt. Das Film-Aus dürfte das Spiel nicht automatisch mit in den Sarg ziehen. Die Probleme bei Microsoft und die unsichere Zukunft von Arkane Lyon sind momentan allerdings die deutlich größere Gefahr für den Vampirjäger.
Langsam stellt sich also weniger die Frage, wann wir Blade wiedersehen, sondern ob irgendjemand bei Marvel oder Xbox überhaupt noch genug Knoblauch, Geld und Geduld im Schrank hat, um dieses verdammte Ding fertigzustellen.
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