Gaming

Blade springt wohl über die Klinge: Xbox-Showcase lässt Marvels Daywalker im Schatten stehen

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Es gibt Filmszenen, die brennen sich einfach fest. Bei „Blade“ ist es für mich bis heute die Disco-Szene am Anfang. Dunkler Club, treibender Beat, alles wirkt erst wie ein sehr spezieller Abend mit schlechtem Lichtkonzept, und dann regnet es Blut von der Decke.

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Genau deshalb war die Ankündigung von „Marvel’s Blade“ Ende 2023 so spannend. Arkane Lyon, also das Studio hinter „Dishonored“ und „Deathloop“, arbeitet an einem düsteren Singleplayer-Spiel rund um Eric Brooks. Dritte Person, Paris als Schauplatz, Vampire, Stil, Klinge, Lederjacke. Eigentlich alles da, was man braucht, um aus dem Daywalker endlich wieder mehr zu machen als eine hübsche Erinnerung an eine Zeit, in der Superheldenfilme noch nicht alle zwei Minuten ein Multiversum aufklappen mussten.

Nur: Beim Xbox Games Showcase 2026 war von „Blade“ nichts zu sehen. Kein Trailer. Kein Gameplay. Kein kurzes Lebenszeichen. Nicht einmal ein „wir kochen noch, bitte nicht die Küche betreten“. Und das tat weh. Gerade weil Microsoft mit dem Showcase eigentlich zeigen musste, was die eigene First-Party-Zukunft kann. Ein Marvel-Spiel von Arkane hätte perfekt gepasst. Auch als kleine Ansage Richtung Sony, wo „Wolverine“ weiter im Raum steht und natürlich ganz entspannt die Krallen wetzt.

Kurzzeitig machte deshalb die Runde, dass „Blade“ intern möglicherweise längst über die Klinge gesprungen sei. Das klingt dramatisch, passt hübsch zur Figur, ist aber offenbar zu hart formuliert. Nach aktuellem Stand gibt es keine offizielle Einstellung. Stattdessen heißt es aus dem Umfeld, dass die Funkstille andere Gründe habe und nicht bedeute, dass das Projekt tot sei. Trotzdem bleibt die Abwesenheit auffällig. Ein Spiel, das Ende 2023 groß angekündigt wurde, sollte irgendwann mehr zeigen als ein altes Versprechen mit Vampirzähnen.

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Offiziell ist „Marvel’s Blade“ weiterhin ein Singleplayer-Actionspiel aus der Third-Person-Perspektive, entwickelt von Arkane Lyon in Zusammenarbeit mit Marvel Games und Bethesda. Der Schauplatz ist Paris, das offenbar von einer übernatürlichen Vampirkrise heimgesucht wird.

Vielleicht steht der Daywalker wirklich nur noch im Schatten und wartet auf den richtigen Moment. Vielleicht hat Microsoft das Ding bewusst zurückgehalten, weil es noch nicht reif ist. Vielleicht wollte man auch einfach nicht mit einem CGI-Häppchen antanzen, das wieder mehr Fragen als Antworten ausspuckt.

Aber nach diesem Showcase bleibt ein blödes Gefühl. Blade wurde schmerzlich vermisst. Und wenn ein Vampirjäger schon beim großen Xbox-Blutbad fehlt, darf man zumindest fragen, ob da hinter den Kulissen noch jemand den Pflock sucht.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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