Gaming

Mario vs. Donkey Kong im TEST – Mini-Marios außer Rand und Band!

Mit Hüpf und Knobel durch die Level

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Nintendo lässt einmal mehr sein Schnäuzer-Maskottchen gegen den fasswerfenden König des Dschungels antreten, jedoch ist es kein Brawler ebenso wenig ein ausgefeiltes Jump’n’Run durch die Welten sondern ein kreatives Puzzle-Abenteuer. In 140 Level gilt es einmal alle gestohlenen Mini-Marios zu befreien und natürlich dem Schlitzohr Donkey Kong und seinen Schergen eine Sprung auf’s Oberstübchen mitzugeben, wie sich das neueste Nintendo Switch-Spiel so schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Eigentlich hätte alles so schön werden können. Draußen scheint die Sonne bei feinstem Kaiserwetter während Donkey Kong lockerbequem auf der heimischen Couch flätzt und seine volle Aufmerksamkeit der Mattscheibe schenkt. Neben Nachrichten und Wetter erscheint da plötzlich eine Werbung für formschöne Mini-Mario-Figuren. Sofort vom Willen gepackt ein paar davon ins Regel zu stellen, kommt Donkey Kong leider zu spät, alle sind ausverkauft. Also macht er das einzig Richtige und rennt im Berserker-Modus in die fabrizierende Fabrik um die letzten Figuren zu stehlen. Jetzt muss natürlich der echte Mario seine Mini Ebenbilder selbst retten – damit liegt die komplette Handlung von „Mario vs. Donkey Kong“ auf dem Tisch. Aber bei Nintendo zählt wie bei früheren Pixar-Hits – der bekanntliche Weg ist das Ziel. Und deshalb dachte man sich in der Entwicklerschmiede, statt eines förmlich auf der Hand liegenden Jump’n’Runs, wird diesmal ein Puzzle-Adventure.

Retrospektiv gedacht sogar clever da die titelgleiche DS-Reihe ebenfalls die grauen Zellen statt flinke Finger bevorzugte und nun die Nintendo Switch kurz vor dem Abgesang nochmals in dieses feine Vergnügen kommt. Das Gameplay ist denkbar schlicht: Im Bildschirm-einnehmenden Level muss Mario erst die Mini-Mario Figuren einsammeln und dann den übergroßen Schlüssel mit gezielten Würfen zur Tür zum nächsten Level buxieren. Natürlich müssen Gegner sowie Hindernisse durch befindliche Schalter überwunden werden, hierbei zeigt Mario an Haltestangen per Sprünge seine athletischen Talente. Die 140 Level sind abwechlungsreich gestaltet, leider kommt man durch den gnadenlosen runterlaufenden Timer, sodass man kaum den grafischen Detailreichtum genießen kann. Für alle, die noch nicht richtig mit dem Gameplay etwas anfangen können, sei die kostenlose Demo im E-Shop zu empfehlen.

Inhaltlich ist „Mario vs. Donkey King“ jetzt kein riesiger Brocken, dafür sind für die Level mit all ihrer überarbeiteten Pracht an Grafik und musikalischer Untermaltung ein dickes Lob fällig. Die Stücke erklingen nur glockenklar aus den Lautsprechern und sind wunderbar ruhig, gar jazzig geworden. Passend zum ruhigeren Gameplay, davon ab darf selbstredend nicht die auf Hochglanz polierte Grafik nicht fehlen. Die Texturen sind für Switch-Verhältnisse scharf, gleiches gilt für die leuchtenden Farben, was besonders bei Feuereffekten auffällt. Die neuen Level und Bonuslevel sind eine nette Dreingabe, jedoch ist der Schwierigkeitsgrad auffällig schwach, daher kommen geübte Nintendo-Spieler:innen problemlos durch die Spielzeit. Manchmal gilt es sprichwörtlich um die Ecke zu denken.

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Unser Fazit zu „Mario vs. Donkey Kong“

Sprung, Sprung, Ausweich, Sammel – fertig ist das Rätsel-Gehampel! Gut, so plakativ ist die frischeste Auseinandersetzung von Super Mario und Donkey Kong nicht geraten. Dafür überzeugt das minimalistische Gameplay und die behutsame Umsetzung der DS-Vorlage zu stark, wenngleich der Schwierigkeitsgrad innerhalb der Mini-Mario Jagd gerne höher gewesen wäre. Nichtsdestotrotz ist „Mario VS. Donkey Kong“ ein amüsantes Puzzle-Abenteuer für Jung und Alt.

Release: 16.02.2024 | Entwickler: Nintendo | Genre: Puzzle-Adventure | Preis: 49,99 Euro | Für Nintendo Switch | USK: ab 0

Mario vs. Donkey Kong (Nintendo Switch)

Spielspaß - 84%
Gameplay - 79%
Grafik - 87%
Technik - 80%

83%

Empfehlung!

Farbenfroh, gewitztes Knobel-Abenteuer aus dem Mario-Universum - jedoch zu leicht um gänzlich zu erzeugen.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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