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Preview – Mortal Shell 2: Mehr Freiheit, mehr Shells und ein schnelleres Kampfsystem

Alle Infos zum kommenden Launch

So stimmen unsere Leser ab:

Mortal Shell 2 steht kurz vor dem Sprung aus der offenen Beta in die fertige Version und will aus dem kompakten Soulslike des ersten Teils ein deutlich größeres Abenteuer machen. Statt eng begrenzter Gebiete wartet diesmal eine zusammenhängende, frei erkundbare Welt, in der Dungeons, Abkürzungen und Belohnungen stärker miteinander verzahnt sind. Gleichzeitig krempelt Entwickler Cold Symmetry das Kampfsystem an mehreren Stellen um – unter anderem verschwindet die Ausdauerleiste komplett. Am 20. August 2026 geht das Spiel für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S offiziell an den Start, während Käufer der Frommen Edition bereits bis zu 72 Stunden früher loslegen dürfen. Alle Infos zum Launch in wenigen Tagen.

Mortal Shell II bleibt seinen spielerischen Wurzeln treu, möchte aber nicht einfach nur das erste Spiel in größer, weiter, schneller nachbauen. Der zweite Teil ist ausdrücklich als eigenständige Fortsetzung konzipiert und erweitert das bekannte Grundprinzip um eine deutlich größere Welt, mehr Waffen, mehr Hüllen und wesentlich mehr Möglichkeiten, den eigenen Spielstil anzupassen. Im Mittelpunkt steht erneut die Idee, dass der eigene Körper keine festgelegte Figur sein muss, sondern im Grunde nur ein Gefäß ist. Im zweiten Teil wird dieses Konzept noch stärker zum Kern des Spiels: Überall in der zerstörten Welt liegen die Überreste gefallener Krieger, deren Körper übernommen werden können. Jede Hülle bringt dabei eigene Fähigkeiten, Eigenschaften und damit auch eine andere Art zu kämpfen mit.

Ihr spielt den Harbinger, ein prophezeites Wesen, das die gestohlenen Ova des Undermether zurückholen soll. Diese kostbaren Eier werden von fanatischen Gegnern und grotesken Kreaturen bewacht, die sich durch die verwüstete Welt ziehen. Daraus entwickelt sich eine Reise durch verfallene Tempel alter Gottheiten, verbotene Wälder, eisige Gräber und Knochenzitadellen. Über 60 Dungeons sollen zwischen diesen Schauplätzen verteilt sein und diejenigen belohnen, die sich nicht einfach auf den direkten Weg zum nächsten Ziel beschränken. Wer Umwege in Kauf nimmt, stößt auf neue Hüllen, Waffen, Upgrades, zusätzliche Erzählelemente und weitere Geheimnisse.

Vom düsteren Geheimtipp zur deutlich größeren Fortsetzung

Zum Verständnis des Konzepts lohnt sich ein kurzer Blick zurück. Im ursprünglichen Mortal Shell übernehmt ihr die Rolle des namenlosen Findlings, der ohne eigene Erinnerungen erwacht und sich durch die zerfallene Welt von Fallgrim kämpft. Statt wie in klassischen Rollenspielen einfach einen Charakter mit festgelegter Klasse aufzubauen, kann der Findling die Körper gefallener Krieger übernehmen. Harros, Tiel, Solomon, Eredrim und später auch Hadern stehen für unterschiedliche Spielweisen und Werte. Genau diese Verbindung aus Körperwechsel, Erkundung und vorsichtigem Kampfrhythmus machte den ersten Teil zu einem Soulslike mit eigener Handschrift.

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Die Geschichte des ersten Spiels drehte sich dabei um den Findling, Hadern, die Verehrung uralter Wesen und die Frage, was von einer Person übrig bleibt, wenn Körper, Erinnerungen und Identität voneinander getrennt werden. Hadern war zunächst eng mit der Entstehung der sogenannten Seedlings verbunden und wurde zugleich zu einer Art Mentor und Wächter des Findlings. Im Verlauf der Handlung wird der Findling von verschiedenen Figuren manipuliert und schließlich in einen Konflikt hineingezogen, der weit größer ist als der anfängliche Überlebenskampf.

Mortal Shell II erzählt eine neue Geschichte und verlangt von Euchnicht, dass ihr den Vorgänger kennen müsst. Trotzdem bleibt die Grundidee erhalten. Der Harbinger kann die Körper gefallener Krieger übernehmen, ihre Fähigkeiten nutzen und durch verlorene Erinnerungen mehr über deren Vergangenheit erfahren. Damit ist die Handlung erneut eng mit dem zentralen Gameplay-System verknüpft, statt nur als Hintergrundgeschichte nebenherzulaufen.

Das Kampfsystem bekommt deutlich mehr Luft

Die größte spielerische Veränderung liegt im Kampfsystem. Die Ausdauerleiste wurde gestrichen, wodurch Kämpfe wesentlich freier ablaufen sollen. Angriffe, Ausweichbewegungen und offensive Manöver sind dadurch nicht mehr ständig an klassisches Ausdauer-Management gekoppelt. Stattdessen rückt der Wechsel zwischen Angriff, Verteidigung, Haltungsschaden und Hinrichtungen stärker in den Mittelpunkt. Neue Exekutionsmanöver sollen Kämpfe zudem aggressiver machen, während das System weiterhin auf genaues Timing und das Erkennen gegnerischer Angriffe setzt.

Zusätzlich bekommt die Waffenmechanik mehr Tiefe. Die Entwickler sprechen von einem umfangreicheren Waffendesign mit zahlreichen Upgrade-Möglichkeiten, während auch Nebenwaffen stärker in das Kampfsystem eingebunden werden. Dadurch soll es mehr als nur einen bevorzugten Weg geben, einen Gegner zu Fall zu bringen. Gerade in Verbindung mit den unterschiedlichen Hüllen entsteht damit ein System, das wesentlich stärker persönliche Vorlieben ausgelegt ist.

Eine weitere interessante Neuerung sind die Siegel. Eines davon, das Siegel des Schlächters, kann die allgemeine Herausforderung deutlich reduzieren. Wer es verwendet, erhält unter anderem bei erfolgreichen Hinrichtungen wieder Lebensenergie und Entschlossenheit. Das macht das Spiel für Spieler zugänglicher, die mit dem klassischen Soulslike-Druck weniger anfangen können. Der Haken: Die Nutzung dieser Erleichterungssysteme kann jedoch bestimmte Erfolge beziehungsweise Trophäen deaktivieren. Damit schafft Cold Symmetry einen Kompromiss zwischen Herausforderung und Zugänglichkeit. Hinweise aus der aktuellen Beta bestätigen zudem, dass bestimmte Siegel tatsächlich Einfluss auf die Trophäenstruktur nehmen.

Die Open World soll euch nicht mit Leerlauf nerven

Mortal Shell II setzt bewusst nicht auf eine riesige Karte nach dem Muster klassischer Open-World-Spiele. Das Studo beschreiben die Spielwelt stattdessen als kompakt, miteinander verbunden und auf freie Erkundung ausgelegt. Wege können miteinander verknüpft sein, Abkürzungen eröffnen neue Routen und versteckte Bereiche sollen immer wieder einen Grund liefern, vom Hauptweg abzuweichen. Über 60 Dungeons sind ebenfalls Teil dieser Welt, wobei sie als eigenständige Herausforderungen für die verfügbaren Waffen und Fähigkeiten dienen. Genau hier dürfte einer der größten Unterschiede zum ersten Teil liegen. Mortal Shell war stärker in einzelne große Bereiche gegliedert, während die Fortsetzung den Eindruck einer zusammenhängenden Welt vermitteln möchte. Die Entwickler:innen betonen ausdrücklich, dass die Welt zwar größer ausfällt, aber bewusst kompakt konstruiert ist.

Die Open Beta liefert bereits einen Vorgeschmack

Wer schon jetzt wissen möchte, wie sich Mortal Shell II spielt, kann die offene Beta nutzen. Die Testversion deckt ungefähr die ersten drei Stunden des Spiels ab und reicht vom Prolog bis in den ersten frei erkundbaren Abschnitt der offenen Welt. Dort lassen sich unter anderem Leuchtfeuer reinigen, optionale Dungeons erkunden und versteckte Mini-Bosse bekämpfen. Als zentrales Ziel wartet Magdalena, die Lady of the Woods.

In der Beta steht mit Tiel, dem Akolyten, bereits eine der insgesamt acht spielbaren Hüllen zur Verfügung. Fortschritte werden allerdings nicht vollständig in die finale Version übernommen. Wer in der Beta über Marrow Keep hinauskommt, schaltet im fertigen Spiel immerhin die Möglichkeit frei, den Prolog zu überspringen. Außerdem wartet mit The Flayed Harbinger ein kosmetischer Bonus auf Beta-Spieler. Die aktuelle Testphase läuft auf PC sowie PlayStation 5 und Xbox Series X|S bis zum Release. Da die Beta kostenlos angeboten wird und keine Vorbestellung voraussetzt, ist sie eine recht unkomplizierte Möglichkeit, vor dem Kauf herauszufinden, ob die neue Ausrichtung mit schnellerem Kampfsystem und offenerer Erkundung funktioniert.

Etwa 30 Stunden für die Hauptstory

Beim Umfang legt Mortal Shell II spürbar zu. Die Hauptgeschichte wird mit rund 30 Stunden angegeben, während Komplettisten mit 60+ Stunden rechnen können. Angesichts der über vielen Dungeons, zusätzlichen Hüllen, Waffen und optionalen Inhalte dürfte ein einzelner Durchlauf deshalb nicht alles von der Welt zeigen. Gerade Spieler, die in Soulslikes gerne jeden Nebenweg abklopfen und versteckte Bosse suchen, dürften hier deutlich länger beschäftigt sein als nur bis zum Abspann.

Alle Editionen und Preise

Zum Start erscheint Mortal Shell II in drei Varianten. Die Standard Edition kostet auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S jeweils 49,99 Euro. Auf Steam wird ebenfalls ein Preis von 49,99 Euro angegeben. Die Fromme Edition schlägt mit 59,99 Euro zu Buche und enthält neben dem Hauptspiel ein exklusives Obsidian-Skin-Set für alle acht spielbaren Hüllen. Vorbesteller der Frommen Edition erhalten zudem bis zu 72 Stunden Vorabzugang. Damit ist der frühe Start bereits ab dem 17. August 2026 möglich.

Mortal Shell II - PS5
  • ERHEBE DICH, HARBINGER. Reinige eine verwüstete Welt. Entthrone falsche Götter. Fordere, was dir gehört
  • IHR FLEISCH IST DEINE WAFFE: In der zerstörten Welt von Mortal Shell II findest du überall die Leichname einzigartiger Krieger.

Daneben gibt es die physische Ehrwürdige Sammleredition exklusiv für PlayStation 5. Sie enthält das Spiel, das Obsidian-Skin-Set aus der Frommen Edition sowie ein physisches Artbook, ein Steelcase, hochwertige Kunstdrucke und weitere digitale Extras. Für Vorbesteller kommen außerdem zwei exklusive Harbinger-Skins hinzu. Die physische Edition erscheint am selben Tag wie die reguläre Version am 20. August 2026.

Release, Plattformen und Startzeit

Mortal Shell II erscheint am 20. August 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC über Steam. Für Sonys Konsole ist das Spiel außerdem für PS5 Pro optimiert. Der deutsche PlayStation Store führt den regulären Start für 15 Uhr deutscher Zeit, also 13 Uhr UTC. Käufer der Frommen Edition können dank des Vorabzugangs bereits ab dem 17. August einsteigen. Zum Launch ist Mortal Shell II nicht als Bestandteil des Xbox Game Pass angekündigt. Das ist insofern interessant, weil der erste Teil zeitweise im Game Pass verfügbar war und mittlerweile als Mortal Shell: Enhanced Edition weiterhin separat im Microsoft Store angeboten wird. Für die Fortsetzung ist aktuell also ein normaler Kauf nötig, wenn ihr direkt zum Start dabei sein wollt.

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
Tech-Journalist
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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

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