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Pokémon Karmesin im TEST – Paradiesische Taschenmonsterei

Dem neuen großen Hauptteil der „Pokémon“-Saga gelingen auf der Nintendo Switch zwar keine technischen Höhenflüge – dafür überrascht die Geschichte durchaus positiv während das Gameplay klassisch bleibt. Unser Test zu „Pokémon Karmesin“.

Die Entwickler:innen von Game Freak haben eigentlich mit der weltweit populären „Pokémon“-Lizenz nicht weniger als eine eierlegende Wollmilchsau seit 1989 vor sich. Nicht nur, dass sich die Spiele trotz merklichen Qualitätsunterschieden ab Release bestens verkaufen sondern dank frischen Generationen auch die Kleinsten problemlos den Zugang zum Franchise rund um die angriffslustigen Taschenmonster finden. So auch im neuesten Ableger – Pokémon Karmesin. Das Geschehen spielt sich auf der leicht mit spanischem Flair ausgestatten Insel Paldea ab. Hier wachsen üppige Palmen, die Bewohner wirken alle hilfsbereit und in der Inselmitte sticht ein monströser Vulkan hervor. Als Frischling gilt in der (je nach Spielversion) in der Orangen-Akademie nochmal die Schulbank zu drücken. Keine Sorge. Statt öden Geschichtsstunden oder nervtötenden Mathe-Theorien stehen Angriffe sowie Verteidigung auf dem Stundenplan. Game Freak schafft es selbst erfahrenen Liebhabern der Reihe nochmal etwas beizubringen während Neulinge einige Tipps lernen.

Sympathisch lässt uns Professor Antiqua erste Trainingskämpfe absolvieren bis uns eine Gruppe Aussätziger den Kampf erklärt und durch verschiedene Herausforderungen die komplette Insel erkunden lässt. Apropos Erkundung – früh lässt man verschiedene Gebiete und mit Glück sogar das ein oder andere Pokémon einfangen. Pokébälle liegen verstreut herum oder sind im Shop erwerbar. Drei große Quest-Reihen bestimmen ansonsten unseren Weg unterbrochen durch einen dynamischen Tag-, Nacht- und Wetterzyklus und zum Start dürfen wir aus gleich drei Poké-Arten wählen: Felori (Pflanzen) Kwaks (Wasser) sowie Krokel (Feuer). Im Gegensatz zu vorherigen Switch-Abenteuern liegt der Fokus auf einer stimmigen Story, in der es zwar keinen hervorstechenden Bösewicht gibt, aber gegen Schluss einen netten Twist. Im Kern konzentriert sich das Gameplay auf Sammeln, Erforschen und Kämpfen. Zweifelsohne keine Revolution innerhalb der Serie. Negativ fallen die technischen Schwächen auf. Während die Spielwelt grafisch dank ihres Settings noch halbwegs passend ist, sind regelmäßige blitzende Schatten, verschwindene NPC’s ab fünf Meter Entfernung, trotz Updates mehrsekündige einfrierende Bildschirme und fehlende bis schwach aufgelöste Texture selbst für Switch-Verhältnisse schlichtweg unsauber. Gerade für solch ein riesiges Spiel mit starker Lizenz hätte einen besseren Zustand verdient.

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Pokémon Karmesin - [Nintendo Switch]
1.233 Bewertungen
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  • Dein Abenteuer findet in den großen Weiten der Paldea-Region statt, einem Land voller Seen, gewaltiger Gipfel, Ödland und gefährlicher Gebirgsketten. Unterwegs wirst du allerlei Trainern begegnen, die ihre Fertigkeiten in Pokémon-Kämpfen auf die Probe stellen
  • Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur sind die ersten Pokémon-Rollenspiele im Open-World-Stil. Erlebe eine neue Art von Abenteuer in einer Welt, die du nach Belieben frei erkunden kannst, ganz losgelöst von einer durch die Geschichte vorgegebenen Abfolge
  • Es erwarten dich viele noch nie zuvor gesehene Pokémon. Auf deinem Abenteuer wirst du einem der Legendären Pokémon Koraidon oder Miraidon begegnen und dieses wird dich auf deiner Reise begleiten

Unser Fazit zu „Pokémon Karmesin“

Game Freak kann gute Geschichten aus dem Universum der Hosentaschen-Kreaturen erzählen, aber technisch bleibt es meistens unterdurchschnittlich. Insofern schade, weil die Marke an sich locker größere Studios bzw. anspruchsvollere Studios mit einer Entwicklung beauftragen könne, aber solange es sich finanziell lohnt, macht man es eben weiter. „Pokémon Karmesin“ ist besser als seine Vorgänger, weil die Spielwelt Lust auf Entdeckungen macht und die Kämpfe zwischen den Monstern noch immer in den Bann zieht. Fans haben sicherlich wieder ihre Freunde, die Anderen schauen nochmal in die Rot/Blaue-Edition rein.

Entwickler: Game Freak | Preis: 59,99 Euro | Für Nintendo Switch | USK: ab 6

Pokémon Karmesin (Nintendo Switch)

Spielspaß - 68%
Gameplay - 62%
Grafik - 64%
Technik - 63%

64%

Für Fans.

Kämpfen, Sammeln, Erkunden. Im spielerischen Dreiklang stimmiges Pokémon-Abenteuer aber spürbaren technischen Problemen.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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