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Rocket League macht nen Boxenstopp beim Aufbereiter

Rocket League wird technisch auf links gedreht. Nach rund elf Jahren auf Basis der Unreal Engine 3 hat Psyonix beim Rocket League Championship Series Paris Major 2026 einen ersten Blick auf eine neue Version des Spiels gezeigt. Besonders spannend: Der Teaser verwies nicht auf die Unreal Engine 5, sondern direkt auf Unreal Engine 6. Damit könnte Rocket League eines der ersten großen Spiele werden, das auf Epics nächster Engine-Generation läuft.

Rocket League fährt aus der alten Garage

Das Spiel erschien 2015, wurde über Jahre gepflegt, erweitert, umgebaut und mit Seasons, Cosmetics, Esport-Strukturen und zahllosen Events versorgt. Unter der Haube blieb der technische Kern aber erstaunlich lange alt. Das hat natürlich auch Vorteile gehabt. Rocket League fühlte sich über Jahre sehr direkt, berechenbar und sauber an. Gerade bei einem Spiel, in dem Millisekunden, Physik und Ballgefühl alles sind, fasst man nicht mal eben mit dem Vorschlaghammer in den Maschinenraum.

Jetzt scheint Psyonix genau das anzugehen. Nicht als kleines Update für ein paar hübschere Reflexionen auf dem Lack, sondern als echten Engine-Wechsel. Offiziell ist noch nicht im Detail erklärt, wann die neue Version erscheint, welche Plattformen direkt unterstützt werden und wie stark sich Grafik, Performance oder Physik tatsächlich verändern. Klar ist aber: Psyonix spricht von einer neuen Ära für Rocket League. Und das ist nach elf Jahren vermutlich auch nötig.

Unreal Engine 6 statt Unreal Engine 5

Interessant ist vor allem der Sprung. Viele hätten wohl damit gerechnet, dass Rocket League irgendwann auf Unreal Engine 5 umzieht. Stattdessen wurde beim Paris Major ein Teaser mit Unreal Engine 6 gezeigt. Epic Games hat die Engine bislang noch nicht groß ausgerollt, weshalb Rocket League hier auch als eine Art Schaufenster dienen dürfte.

Ich bin kein Hardcore-Fan, aber genau deshalb mag ich es

Ich spiele Rocket League ab und an selbst ganz gern. Nicht täglich. Nicht mit Tabellen, Trainingsplänen und toxischem Ranked-Blutdruck. Ich bin definitiv kein Hardcore-Fan. Eher der Typ, der ein paar Runden startet, weil es entspannt. Was bei Rocket League eigentlich absurd klingt, denn in den letzten 30 Sekunden kann dieses Spiel den Puls auch mal grob in Richtung Waschmaschine schleudern. Das funktioniert für mich. Mit normalem Fußball kann ich wenig anfangen. 90 Minuten Menschen beim Fallen, Diskutieren und gelegentlichen Ballberühren zuzuschauen, packt mich selten. Rocket League dagegen nimmt die Grundidee, schmeißt Autos, Boost, Wände und einen riesigen Ball, mehr braucht es nicht. Fünf Minuten, ein paar wilde Rettungen, ein komplett vermasselter Luftschuss, vielleicht ein Tor, das garantiert Absicht war. Kopf kurz aus. Herrlich.

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Hoffentlich bleibt das Spielgefühl heil

Bessere Beleuchtung, modernere Arenen, hübschere Effekte und stabilere Performance nimmt man gerne mit. Aber bei Rocket League hängt alles am Gefühl. Wie das Auto springt. Wie der Ball abprallt. Wie Boost, Drehung und Timing zusammenpassen. Wenn Psyonix daran zu hart herumdoktert, kann aus einem notwendigen Technik-Upgrade schnell ein Problem werden. Genau deshalb dürfte der Wechsel auch so lange gedauert haben. Rocket League lebt nicht davon, realistisch auszusehen. Es lebt davon, dass Chaos kontrollierbar bleibt.

Noch viele offene Fragen

Einen konkreten Release-Termin gibt es bisher nicht. Auch zu Plattformen, möglichen Mindestanforderungen, optischen Modi, Crossplay-Auswirkungen oder Änderungen an der Physik hat Psyonix noch keine großen Details geliefert. Vor allem die älteren Konsolen und die Switch-Version dürften Fragen aufwerfen, wenn Rocket League technisch wirklich in eine neue Engine-Generation wechselt.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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