DisplayTestberichte

Samsung C27H711: 27“ curved Multitalent Monitor

Samsung Displays genießen nicht nur bei bei Smartphones einen guten Ruf. Mit dem C27H711 hat Samsung einen 27“ Monitor im Programm, der allen Anforderungen gewachsen sein soll. Ob das wirklich so ist, habe ich mir mal genauer angesehen.

Das 27“ Display ist matt, löst mit WQHD (2560x1440px) auf und hat eine Krümmung von 1800R. Es verfügt über Quantum Dot Technologie, die für satte und lebendige Farben sorgen soll. Außerdem unterstützt der Bildschirm AMD FreeSync. Der starre Standfuß und die Rückseite bestehen aus weißem Plastik, das allerdings nicht billig wirkt. Im Standfuß lassen sich die Kabel vom Display wegführen, so dass sie nicht wild auf dem Schreibtisch herumliegen.

Beim Auspacken gab es die erste Überraschung und fragende Gesichter. Der Stromanschluss ist nicht der hier übliche, sondern irgendetwas exotisches, was ich nicht zuordnen konnte. Nachdem die erste Verblüffung überwunden war, habe ich dann auch den beiligenden Adapter entdeckt. Neben dem Adapter gibt es im Lieferumfang noch Kabel, eine CD mit Treibern und Bedienungsanleitung und den üblichen Zettelkram mit Garantie und Kurzanleitung. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Es gibt nichts, was lose ist oder knarzt. Die Spaltmaße sind ebenmäßig.

Samsung-C27H711 Menü

Zum Aufbau und Anschließen gibt es nicht viel zu sagen: den Standfuß mit zwei Schrauben befestigen, Hinstellen, Kabel anstöpseln, fertig. Die Anschlüsse (HDMI und Mini-Display Port) verbergen sich auf der Rückseite hinter einer Klappe, die sich einfach lösen lässt. Beim Display könnt ihr nur den Winkel verstellen, in der Höhe ist das leider nicht möglich. Außerdem gibt es auf der Rückseite noch ein Kensington Lock. Um die Kabel in den Standfuß zu legen, müsst ihr dessen Abdeckung nach oben schieben, Werkzeug ist dazu nicht notwendig. Anschließend lasst ihr die Abdeckung einfach wieder einrasten. Maximal zwei Kabel passen in den Fuß.

Samsung-C27H711 Menü

Arbeitsalltag

Wer einen tiefen Schreibtisch hat, kann den Monitor direkt mittig platzieren. Bei einem normal tiefen Arbeitsplatz sollte man ihn lieber an die Seite stellen. Denn der Standfuß ist schräg nach vorne gerichtet. Dadurch nimmt der Monitor sehr viel Platz ein, wenn ihr ihn mittig aufstellt. In einer Ecke nutzt er den Platz gut aus, ohne sperrig zu wirken. Steht der Monitor, dann lässt er sich kaum aus der Ruhe bringen. Bei Bewegungen wackelt er kurz nach und das war es dann auch schon. Die Blickwinkel werden von Samsung mit 178° angegeben. Das kommt hin und ihr könnt bei diesem Monitor auch seitlich gucken, ohne dass das Bild nennenswert abgedunkelt wird. Es strengt allerdings an, den Blick permanent auf eine andere Distanz zu fokussieren. Aber ganz ehrlich: seitliches Blicken ist ein Ausnahmefall.

Samsung-C27H711

Das Menü findet sich unter dem Display in der Mitte. Es wird über einen kleinen Druckknopf gesteuert, ist übersichtlich und bietet keinerlei Überraschungen. Mit an Bord ist ein „Eye saver mode“, der Blaulicht reduziert und somit Ermüdungen bei zu langem Arbeiten am Bildschirm vorbeugen soll. Ist er aktiviert, lässt es sich tatsächlich sehr angenehm arbeiten. Allerdings nur, wenn ihr nichts macht, was mit Farben zu tun hat. Denn das Bild ist dann extrem matt.

Das 16:9 Display selber ist in den Grundeinstellungen angenehm hell und ihr könnt auch bei direkter Sonneneinstrahlung alles gut erkennen. Die Farben sind satt, ohne künstlich zu wirken. Die Auflösung sorgt beim Arbeiten für jede Menge Platz. Wenn man mehrere Programme offen hat, wird es ja mal schnell unübersichtlich. Die Probleme hatte ich hier nicht. Das curved Design sorgt dafür, dass ihr alles im Blick habt, ohne dass ihr den Kopf viel bewegen müsst. A propos curved: Trotz der starken Krümmung lassen sich bei einer mittigen Position vor dem Display gerade Linien etwa in Photoshop ziehen. Da hatte ich mit Problemen gerechnet und war dann positiv überrascht. Flimmern oder Clouding konnte ich im Normalbetrieb in keiner Weise feststellen.

Samsung-C27H711

Gaming

Das verbaute VA-Panel hat laut Samsung eine Reaktionszeit von 4ms. Spiele wie The Witcher 3 und Rise of the Tomb Raider waren damit kein Problem. Ob sich damit allerdings auch FPS-Titel ohne Probleme spielen lassen, kann ich hier in Ermangelung von Spielen nicht beurteilen. Dank FreeSync hatte ich auch keinerlei Probleme mit Tearing. Die Farben wurden alle lebendig dargestellt und waren kontrastreich.

Fazit

Samsung macht bei diesem Monitor eine Menge richtig. Wirkliche Negativpunkte habe ich in den Wochen, in denen ich den C27H711 jetzt bei mir auf dem Schreibtisch stehen hatte nicht gefunden. Wer einen vielseitigen Monitor sucht, sollte den C27H711 in die engere Wahl ziehen. Ganz günstig ist er allerdings nicht. 475 Euro müsst ihr derzeit* auf den Tisch legen, wenn ihr ihn haben wollt. Der Preis ist für das Gesamtpaket aber auch angemessen.

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Eike

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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