
Snapmaker U1: Multicolor-3D-Drucker mit Werkzeugwechsler startet in den Verkauf
Snapmaker erweitert sein Portfolio im Bereich Consumer-3D-Druck mit einem neuen Modell: dem Snapmaker U1. Der Drucker setzt auf ein Werkzeugwechsler-System mit mehreren Druckköpfen und soll damit typische Probleme beim Mehrfarben- und Multimaterial-Druck lösen. Vor allem Filament-Abfall und lange Wechselzeiten will Snapmaker deutlich reduzieren.
Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Phase ist der Drucker inzwischen vorbestellbar und soll anschließend regulär im Handel erhältlich sein.
Snapmaker U1: Werkzeugwechsler statt klassischem Filamentwechsel
Der Snapmaker U1 unterscheidet sich von vielen aktuellen Multicolor-Druckern durch sein SnapSwap-Werkzeugwechselsystem. Statt mehrere Filamente durch eine einzige Düse zu führen, verfügt das Gerät über vier separate Toolheads, die jeweils mit eigenem Filament bestückt werden. Beim Wechsel wird einfach der komplette Druckkopf getauscht – laut Hersteller in etwa fünf Sekunden.
Das bringt mehrere Vorteile:
- deutlich weniger Filament-Abfall, weil kein Spülen der Düse nötig ist
- echter Multimaterial-Druck (z. B. PLA + TPU oder lösliche Support-Materialien)
- schnellere Farbwechsel während eines Druckjobs
Snapmaker spricht von bis zu fünfmal schnellerem Mehrfarbendruck und deutlich geringerem Materialverlust im Vergleich zu klassischen Systemen mit einer gemeinsamen Düse.
CoreXY-Design für hohe Druckgeschwindigkeit
Technisch setzt der Snapmaker U1 auf eine CoreXY-Bewegungsstruktur, die für hohe Geschwindigkeiten und stabile Bewegungsabläufe bekannt ist.
Der Hersteller gibt eine maximale Druckgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s sowie eine Beschleunigung von 20.000 mm/s² an. Damit positioniert sich der Drucker im Segment moderner High-Speed-FDM-Maschinen.
Der Bauraum liegt bei 270 × 270 × 270 mm, was für viele Maker-Projekte ausreichend Platz bietet.
Automatisierung, App-Anbindung und KI-Überwachung
Snapmaker integriert beim U1 verschiedene Automatisierungs- und Komfortfunktionen. Dazu gehören:
- automatische Kalibrierung und Bed-Leveling
- WLAN- und USB-Konnektivität
- Steuerung über Touchscreen und Smartphone-App
- Kamera-Monitoring für Timelapse und Drucküberwachung
- KI-basierte Fehlererkennung (geplant)
Als Software-Basis dient Klipper-Firmware mit Snapmakers eigener Anpassung sowie die Slicer-Software Snapmaker Orca, die auf OrcaSlicer bzw. PrusaSlicer basiert.
Preis und Verfügbarkeit
Der Snapmaker U1 startete ursprünglich über eine Kickstarter-Kampagne, die mehrere Millionen Dollar einsammelte und großes Interesse im Maker-Bereich erzeugte.
Der reguläre Verkaufspreis liegt laut Hersteller bei rund 999 US-Dollar, während Vorbestellungen zeitweise bereits ab etwa 849 US-Dollar möglich waren.
Auch im europäischen Handel wird das Modell inzwischen gelistet und bewegt sich preislich um 900 Euro.
Technische Daten des Snapmaker U1
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Drucktechnologie | FDM / FFF |
| Bauraum | 270 × 270 × 270 mm |
| Werkzeugköpfe | 4 Toolheads |
| Max. Druckgeschwindigkeit | bis 500 mm/s |
| Max. Beschleunigung | 20.000 mm/s² |
| Düsentemperatur | bis 300 °C |
| Heizbett | bis 100 °C |
| Filament | 1,75 mm |
| Materialien | PLA, PETG, ABS, TPU u. a. |
| Konnektivität | WLAN, USB |
| Gewicht | ca. 18,2 kg |
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