Jackery-Event: Vorstellung des SolarVault 3 – So smart wird das Balkonkraftwerk
Neue Speicherlösung für Balkonkraftwerke und PV-Anlagen
Jackery erweitert sein Portfolio an Heimenergiesystemen um die neue SolarVault-3-Serie. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich eine modulare Generation von All-in-One-Stromspeichern, die sich sowohl für kleinere Steckersolaranlagen als auch für größere Photovoltaik-Installationen einsetzen lassen. Die Modellreihe umfasst SolarVault 3 Pro, SolarVault 3 Pro Max sowie SolarVault 3 Pro Max AC und richtet sich damit an unterschiedliche Szenarien im privaten Energiemanagement. Gemeinsam ist allen Geräten die Kombination aus Speicher, Wechselrichter und Steuerungseinheit in einem System, das auf flexible Installation und skalierbare Kapazität ausgelegt ist. Unsere Eindrücke vom Vorstellungsevent in Düsseldorf.
Die vorfreudige Spannung war förmlich in der Luft des Bankettsaales zu spüren als Jackery vergangene Woche zu ihrem Launch-Event einlud. Häppchen hier, ein Glas Sekt da – ließ unweigerlich den Schluss zu, dass gleich alle Beteiligten eine besondere Präsentation erwartet. In der aktuellen Zeit voller energietechnischer Unsicherheiten wie plötzlich auftretende militärische Konflikte an neuralgischen Punkten oder hohe Strompreise möchte man als Verbraucher:in eine verlässliche Art der Energiebschaffung. Hier greift Jackery mit ihren frischen Modellen. Zentrale Rolle spielt dabei ein KI-gestütztes Energiemanagement. Die Systeme analysieren kontinuierlich Solarerträge, Verbrauchsdaten sowie dynamische Strompreise und passen ihr Lade- und Entladeverhalten entsprechend an. Dadurch kann überschüssige Energie gespeichert werden, während das System in Zeiten höherer Strompreise gezielt Energie aus dem Speicher bereitstellt. Das soll den Eigenverbrauch erhöhen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage verbessern. Unterstützt werden dabei auch dynamische Stromtarife, bei denen der Strompreis je nach Marktsituation schwankt.
Die beiden Hauptmodelle SolarVault 3 Pro und SolarVault 3 Pro Max setzen auf eine modulare Speicherarchitektur. Die Basiseinheit beginnt bei 2,52 Kilowattstunden Kapazität und lässt sich mit zusätzlichen Batteriemodulen auf bis zu 15,12 Kilowattstunden erweitern. Als Batterietechnologie kommen Lithium-Eisenphosphat-Zellen zum Einsatz. Vier unabhängige MPPT-Tracker ermöglichen es, mehrere Modulgruppen getrennt zu steuern, etwa wenn Solarpanels unterschiedlich ausgerichtet sind oder teilweise im Schatten liegen. Dadurch soll der Solarertrag über den Tagesverlauf stabiler bleiben.
Beim PV-Eingang sind neuerdings bis zu 4.000 Watt möglich. Das Pro-Modell liefert eine Netzausgangsleistung von 1.200 Watt, die sich für den Betrieb von Steckersolaranlagen in Deutschland auf 800 Watt begrenzen lässt. Das Pro-Max-Modell richtet sich an Haushalte mit höherem Energiebedarf und erhöht die Ausgangsleistung auf bis zu 2.500 Watt. Zusätzlich verfügen beide Varianten über einen Bypass-Modus, der angeschlossene Geräte unkompliziert mit Netzstrom versorgen kann. Dabei werden Leistungen von bis zu 2.300 Watt beim Pro-Modell beziehungsweise 3.680 Watt beim Pro Max erreicht. Bei einem Stromausfall schaltet das System automatisch in einen Backup-Betrieb, wobei der Wechsel in weniger als 20 Millisekunden erfolgt.
Die SolarVault-3-Serie ist so ausgelegt, dass sie sich sowohl in neue Photovoltaikanlagen integrieren als auch nachträglich in bestehende Installationen einbinden lässt. Kompatibilität mit gängigen Solarmodulen und Mikrowechselrichtern gehört zum Konzept. Über einen Off-Grid-Port können AC-Ausgänge vorhandener Systeme angeschlossen werden, wodurch Solarstrom direkt genutzt oder gespeichert wird. Zusätzlich erlaubt eine AC-Kopplung die Integration in bestehende Anlagen, ohne dass Module oder Wechselrichter ausgetauscht werden müssen.
Neben den beiden Hauptmodellen gibt es mit SolarVault 3 Pro Max AC eine Variante, die ausschließlich als Speicherlösung ausgelegt ist. Dieses Modell verzichtet bewusst auf einen eigenen PV-Eingang und dient vor allem der Erweiterung bestehender Systeme. Auch hier liegt die maximale Ausgangsleistung bei bis zu 2.500 Watt. Im Mittelpunkt der Systemsteuerung steht weiterhin die Vernetzung innerhalb des Haushalts. In Verbindung mit einem Smart Meter oder dem optionalen Jackery Smart Meter IR Reader kann der Energiefluss im Hausnetz überwacht werden. Zusätzlich lassen sich bis zu vier intelligente Steckdosen einbinden, über die einzelne Geräte gesteuert oder Lastspitzen gezielt verschoben werden können.
Bei der Betriebssicherheit setzt Jackery gleich auf mehrere Schutzmechanismen. Dazu zählen unter anderem eine permanente Temperaturüberwachung an PV- und Netzanschlüssen, ein integriertes Aerosol-Feuerlöschsystem sowie ein wettergeschütztes Gehäuse mit IP65-Zertifizierung. Die Geräte sind für einen Temperaturbereich von -20 bis +55 Grad Celsius ausgelegt. Nur Dachgeschossbewohner:innen müssen höhere Temperaturen im Hochsommer fürchten. Insgesamt kommen über hundert Schutzmechanismen zum Einsatz – ergänzt durch umfangreiche Belastungstests während der Entwicklung.
Die Installation erfolgt laut Jackery nach dem bewährten Plug-and-Play-Prinzip. Die Inbetriebnahme soll ohne bauliche Eingriffe möglich sein. Über die kostenlose Jackery-App lassen sich zudem Energieflüsse überwachen, Solarprognosen abrufen und verschiedene Energiesparmodi einstellen. Auch eine lokale Verbindung per Bluetooth ist möglich, sodass grundlegende Funktionen selbst ohne Internetzugang verfügbar bleiben. Dies ermöglicht eine sorgenfreie Benutzung in ländlichen Regionen ohne ausreichende Netzabdeckung. Mit einem Betriebsgeräusch von maximal 30 Dezibel (vergleichbar mit dem Rauschen von Blättern im Wind oder dem Ticken einer Armbanduhr in einem ruhigen Raum) arbeitet das System nahezu geräuschlos. Für eine kabelgebundene Netzwerkverbindung steht optional eine Ethernet-Anbindung zur Verfügung.
Jackery startet zunächst mit einer Registrierungsphase im eigenen Online-Shop. Interessierte können sich ah heute, dem 9. März registrieren und erhalten sogleich einen Gutschein im Wert von 100 Euro. Dieser lässt sich ab dem 25. März bei einer Vorbestellung im Bundle mit Solarpanels einlösen. Der reguläre Verkaufsstart mit Versand der Geräte ist für den 9. April vorgesehen. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Einstiegsmodell SolarVault 3 Pro soll unter 1.000 Euro liegen – der letztliche Preis wird in wenigen Tagen bekannt gegeben.
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