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Amazon bringt Bewegung in seinen Zahlungsbereich in Deutschland und beginnt damit, Wero schrittweise in den Checkout zu integrieren. Erste Hinweise auf die Umstellung vom bisherigen System iDEAL sind bereits beim Bezahlvorgang zu sehen. Für Nutzer:innen ändert sich dabei zunächst wenig, denn die Zahlung wird weiterhin über die gewohnte Banking-App abgewickelt. Sichtbar verändern sich vor allem Name und Logo des Bezahldienstes. Mit dem Wechsel setzt Online-Warenhaus Amazon zugleich auf einen europäischen Zahlungsstandard, der langfristig eine Alternative zu etablierten Anbietern wie PayPal darstellen soll.
Bei Amazon Deutschland wird der bisher genutzte Zahlungsdienst iDEAL schrittweise durch Wero ersetzt. Erste Anzeichen zeigen sich direkt im Bezahlvorgang, wo sich Name und Logo langsam verändern. Technisch bleibt der Prozess zunächst identisch – Nutzer:innen bestätigen Zahlungen weiterhin über ihre gewohnte Banking-App. Der gesamte technische Umbau soll erst bis Ende 2027 vollständig abgeschlossen sein. Der Übergang erfolgt damit eher behutsam, um Störungen im täglichen Einkauf zu vermeiden.
Was hinter Wero steckt
Wero ist ein Projekt der European Payments Initiative, einem Zusammenschluss von mehr als 30 europäischen Banken und Finanzdienstleistern. Ziel ist es, eine eigenständige Infrastruktur für digitale Zahlungen in Europa zu etablieren. Die Plattform basiert auf SEPA-Echtzeitüberweisungen und kommt ohne klassische Kartenanbieter aus. Dadurch lassen sich Transaktionen in Echtzeit durchführen – sowohl im Onlinehandel als auch zwischen Privatpersonen. Für sogenannte P2P-Zahlungen reicht in vielen Fällen bereits eine Mobilfunknummer aus.
Mehr als nur Online-Shopping
Langfristig ist Wero nicht auf den Onlinehandel beschränkt. Das System soll auch im stationären Handel, an Automaten und für direkte Geldtransfers zwischen Nutzer:innen eingesetzt werden. Damit deckt es ähnliche Anwendungsbereiche wie PayPal ab. In Deutschland hat Wero bereits im Juli 2024 das bisherige System Giropay ersetzt. Aktuellen Angaben zufolge umfasst das Netzwerk inzwischen mehr als 50 Millionen Nutzer:innen.
Marktverhältnisse bleiben vorerst klar
Trotz dieser Entwicklung bleibt Wero aktuell ein Nischenangebot. Im Bereich der Onlinezahlungen dominiert weiterhin PayPal, während an der Ladenkasse vor allem Visa und Mastercard zuletzt Zugewinne verzeichnen. Die Einführung bei Amazon gilt dennoch als wichtiger Schritt. Sie bringt Wero erstmals in einen Massenmarkt-Kontext und könnte die Verbreitung deutlich beschleunigen.
Interessant ist dabei auch, dass Lidl Wero einführt, es geht also voran.
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